Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den Voraussetzungen an die Hard- und
Software für den Ariadne-Client und -Server.
Die folgenden Angaben beziehen
sich auf die Delphi-Version von ARIADNE.
Ariadne-Client
ARIADNE wurde in Borland Delphi und Kylix programmiert. Somit kann ARIADNE auf Rechnern eingesetzt
werden, auf denen Microsoft Windows (von 98 bis 2000) oder Linux als Betriebssystem installiert
wurde. Hier brauche ich noch die Kernel-Versionen des Linux-Clients.
Die Hardware-Voraussetzungen für den Ariadne-Client sind für heutige Verhältnisse
gering. Viele Archive setzen derzeit Rechner der 800MHz-Klasse mit 128MB RAM ein, ohne auf
Performance-Probleme zu stossen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Untergrenze durch
CPUs der 500MHz-Klasse bei 64MB RAM gebildet wird.
Es können Standard-Grafikkarten eingesetzt werden, die jedoch eine Auflösung von
1024x768x32k bei mind. 80Hz erreichen sollten. Die Formulare von Ariadne wurden für 800x600
entwickelt, so dass notfalls auch eine Auflösung von 800x600 eingesetzt werden kann.
Die Netzwerkkarte sollte sich im 100MBit-Segment ansiedeln, da der DirectSQL-Treiber direkt auf
die MySQL-Datenbank zugreift und teilweise grosse Datenmengen laden muss (z.B. bei Bilddateien).
An das Netzwerk muss die Voraussetzung gemacht werden, dass das Protokoll TCP/IP unterstützt
wird, da via TCP/IP der Zugriff auf den MySQL-Server stattfindet. Ansonsten ist keine spezielle
Netzwerk-Topologie von Nöten.
An die Festplatte müssen keine besonderen Anforderungen gestellt werden, da das Programmpaket
als Netzwerklaufwerk eingebunden wird.
Ariadne-Server
Der Server muss das Programmpaket durch Netzwerkfreigabe zur Verfügung stellen. Dies kann unter
Windows durch den Dateifreigabedienst und unter Linux durch Samba geschehen. Der MySQL-Server muss
nicht auf demselben Server installiert werden, auf dem sich das Programmpaket befindet. Der
MySQL-Server ist für nahezu jedes Betriebssystem verfügbar, ein Modul für Novell
Netware® ist vorhanden.
Es wird empfohlen, für den Server ein Betriebssystem mit WindowsNT- oder Linux-Kernel zu
verwenden. Zum einen provitiert man von den Sicherheitskonzepten beider Systeme, zum anderen
kann der MySQL-Server als Dienst automatisch gestartet werden.
Der Server sollte (wie üblich) eine Einzelstation sein, auf der normalerweise nicht
gearbeitet wird. In vielen Archiven, die sich diesen Luxus nicht leisten können, haben wir
auch auf Workstations installiert.
Die benötigte Leistungsfähigkeit des Servers steht im Zusammenhang mit der Anzahl der
verzeichneten Akten. Beginnt das Archiv erst mit einer Verzeichnung, d.h. sind nur
wenige Akten verzeichnet, so reicht als Server ein Rechner mit 600MHz und 128MB RAM
völlig aus. Gelangt man in den Bereich von mehreren 10.000 verzeichneten Akten,
so sollte der Server auch ein wenig leistungsstärker sein. Die scheinbar geringen
Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Servers hängen mit dem geringen
Speicherbedarf der Datenbank-Struktur zusammen. So kann man mit einem Bedarf von
max. 1.5MB pro 10.000 verzeichnete Akten auf dem Server rechnen (bei Akten mit
Bildinhalt fallen bis zu 5MB auf 100 AE an).
Bemerkung
Da die zu verarbeitende Datenmenge selbst bei relativ grossen Beständen gering ist,
kann der MySQL-Server bei der ersten Installation von Ariadne auch auf "kleineren"
Servern installiert werden. Man hat dadurch ein arbeitsfähiges System, ohne dass
zusätzliche Kosten entstehen. Bei einer schnellen Arbeitsweise kann man mit ca. 10.000
verzeichneten Akteneinheiten pro Jahr rechnen. Man kann an dieser "Rechnung" sehen
dass die verfügbare Hardware schneller an Leistungsfähigkeit gewinnt, als der
MySQL-Server diese für Ariadne verbraucht. Einige Archive benutzen stets den neuesten
ihrer Rechner als Ariadne-Server und lassen dann die Rechner rotieren, sobald ein neuer Rechner
angeschafft wird.