-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  01.: 1. Kläger A
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 01. 1. Kläger A
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Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2438
Prozessgegenstand: Mandatum de arrestatorio Auseinandersetzung um Bezahlung von Zinsen
Alte Signatur: Wismar P 40 (W P 2 n. 49)
Laufzeit: (1666-1672) 07.01.1673-28.06.1673
Fallbeschreibung: Kl. sind vom Konzil der Universität Rostock zu Vormündern der Hilleschen Kinder bestellt und vom RKG bestätigt worden und haben von deren Mutter, der Witwe Cothmann, Frau des Bekl., eine Spezifikation und Auslieferung der Habe ihrer Mündel gefordert, diese aber nicht erhalten. Da in Wismar und Stralsund noch 2000 bzw. 1000 Rtlr Kapital angelegt sind, die den Mündeln der Kl. zustehen, bitten Kl. um einen Arrest auf dieses Geld und entsprechende Schreiben an die Räte Wismars und Stralsunds und erhalten diese am 10.01.1673. Am 10.04. erklären Kl., daß sie von Dr. Döbel erfahren hätten, daß in Stralsund weitere 2.000 Rtlr angelegt seien und bitten, auch diese zu beschlagnahmen. Das Tribunal folgt dem Antrag am 26.06.1673.
Prozessbeilagen: (7) Bestätigung der Vormünder der Hilleschen Kinder durch das RKG und Ladung an Bekl. vom 07.08.1672; Citation der Schweriner Justizkanzlei an Prof. Johann Jacob Döbel vom 11.10.1669; Übertragung der Vormundschaft für die von Hilleschen Kinder durch Schweriner Justizkanzlei an Dr. Rahteck vom 13.02.1672; Aufstellung über von Bekl. seit 30.10.1666 eingezogene Gelder, die unmündigen Kindern zustehen, in Höhe von 29.018 fl; Schreiben Lic. Amsels an Notar Franz Mathias und an Witwe Cothmanns in Lübeck vom 06.10.1672; Bericht des Notars Franz Mathias über Übergabe des RKG-Mandats an Witwe Cothmans
Instanzenzug: 1. Tribunal 1673
Kläger: (2) Andreas Amsel und Henricus Hassert, beide Lic. jur. zu Rostock, in Vormundschaft der unmündigen Kinder des verstorbenen Dr. Johann Christoph von Hille
Beklagter: Dr. Caspar Thurmann zu Lübeck
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Friedrich Koch (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2438


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2365
Prozessgegenstand: Implorationis Auseinandersetzung um Freigabe von Geldern
Alte Signatur: Wismar O 22 (W O 1 n. 22)
Laufzeit: (1733) 09.09.1733-12.09.1733
Fallbeschreibung: Nach dem Tode des Assessors von Friedensschildt haben dessen Erben sein Haus an den Protonotar von Liebeherr verkauft. Die Gebrüder Weisbach in Hamburg haben von Friedensschildt noch 200 Rtlr zu fordern. Liebeherr wird auf Bitten der Weisbachs vom Ratsgericht aufgefordert, diese Summe einzubehalten, ein Mandat des Tribunals vom 08.01.1732 fordert ihn auf, diese Summe nicht auszuzahlen, da das Geld für die Erben des Grafen Oxenstierna beschlagnahmt wurde (Nr. 2364). Am 09.09.1733 bitten die Kl. in Umsetzung eines Ratsgerichtsurteiles, das den Weisbachs nur 160 Rtlr zuspricht darum, ihnen vom Bekl. die restlichen 40 Rtlr auszahlen zu lassen. Das Tribunal folgt dem Antrag am 10.09., Bekl. zahlt die 40 Rtlr an Kl. aus und die verbleibenden 160 Rtlr in die Tribunalskasse ad depositum ein. Das Tribunal lädt die Erben Oxenstiernas und die Gebrüder Weisbach oder ihre Anwälte am 12.01.1734 auf den 23.02. vor, damit sie sich von der Deponierung der Gelder überzeugen können.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 08.07.1733
Instanzenzug: 1. Tribunal 1733-1734
Kläger: (2) Erben des Assessors von Friedensschildt
Beklagter: Bogislaw Friedrich von Liebeherr, Protonotar am Tribunal
Anwälte: Kl.: Dr. Anton Christoph Gröning (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2365


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2172
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um das Recht zu brauen und Bier einzuführen
Alte Signatur: Wismar M 114 (W M 3 n. 114)
Laufzeit: (1732) 23.08.1732-28.02.1733
Fallbeschreibung: Nachdem das Wismarer Ratsgericht am 04.04. vom Tribunal angewiesen wurde, über das Braurecht der Kl. ohne Hinzuziehung einer Juristenfakultät zu entscheiden, verbietet er Kl.n das Brauen und die Einfuhr von Bier. Daher appellieren Kl. erneut an das Tribunal, erbitten aber am 23.08. zunächst Fristverlängerung für das Einreichen ihres Schriftsatzes, die sie am 26.08.erhalten. Am 31.10. weist das Tribunal - offenbar auf königlichen Befehl - den Rat an, den Kl.n zu erlauben, Bier für den Eigenbedarf selbst zu brauen oder einzuführen und ihre Akzise auf die der Brauerkompanie anzurechnen. Die Brauerkompanie kündigt am 07.11. an, gegen dieses Urteil restitutio in integrum einlegen zu wollen, erbittet aber wegen Unpäßlichkeit ihres Anwalts am 07.11.1732 und 02.01.1733 Fristverlängerung zur Einreichung ihres Schriftsatzes, die das Tribunal am 07.11.1732 bewilligt. Am 09.01.1733 lehnt das Tribunal die weitere Fristverlängerung ab, woraufhin die Brauer am 30.01.1733 eine Exceptione sub- ac obreptionis ergreifen und argumentieren, ihr Fall schwebe eigentlich noch vor dem Gewett, die Kl. hätten sich unter Umgehung des Ratsgerichts und des Tribunals an den König gewandt, der die Entscheidung getroffen habe. Dies verstoße aber gegen den Westfälischen Frieden, die Tribunalsordnung sowie die ihnen erst vor kurzem durch die Krone bestätigten Privilegien. Bekl. argumentieren inhaltlich, daß die Kl. ihren Nahrungsmittelbedarf nahezu ausschließlich von ihren Gütern decken und damit der Stadt schaden. Ungeachtet dessen und ohne sich inhaltlich mit der Beschwerde auseinanderzusetzen, bestätigt das Tribunal am 27.02.1733 sein Urteil vom 31.10.1732.
Prozessbeilagen: (7) Gewettsprotokolle vom 19.11. und 10.12.1732
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1732 2. Tribunal 1732-1733
Kläger: (2) sämtliche in Wismar wohnenden mecklenburgischen Adligen (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Brauerkompanie zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Josias Matras (A), Dr. Carl Daniel Schlaff (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2172


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2171
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Zulässigkeit eines Rechtsgutachtens
Alte Signatur: Wismar M 114 (W M 3 n. 114)
Laufzeit: (1732) 24.03.1732-04.04.1732
Fallbeschreibung: Kl. haben den Rat gebeten, selbst Bier brauen bzw. Bier auf den üblichen Akzisesatz nach Wismar einführen zu dürfen. Der Rat hat sie darauf vertröstet, daß er ein Gutachten bei einer Juristenfakultät einholen will. Die Kl. appellieren dagegen vor dem Tribunal. Sie argumentieren, daß man ihnen das Wismarer Bier nicht zumuten könne und sie daher ihr eigenes Bier konsumieren wollen. Die Brauer sollen damit beschwichtigt werden, daß die Akzise der Kl. auf die 4.000 Rtlr Akzise, zu denen sich die Brauer verpflichtet haben, angerechnet werden soll. Das Tribunal weist den Rat am 04.04.1732 an, selbst was den Rechten und hiesigen Umbständen gemeß zu erkennen".
Prozessbeilagen: (7) von Johann Philipp Treffner aufgenommene Appellation vom 06.03.1732; Ratsgerichtsurteil vom 01.03.1732
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1732 2. Tribunal 1732
Kläger: (2) sämtliche in Wismar wohnenden mecklenburgischen Adligen (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Brauerkompanie zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Johann Philipp Schowart (A), Dr. Anton Christoph Gröning (P) Bekl.: Josias Matras (A), Dr. Caspar Daniel Schlaff (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2171


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1597
Prozessgegenstand: Inquisitionis Auseinandersetzung um Wahrsagerei
Alte Signatur: Wismar K 23 (W K 1 n. 23)
Laufzeit: 24.01.1666-19.05.1666
Fallbeschreibung: Der zu Lübeck gebürtige, in Frederstorf wohnhafte Kleinfelt steht durch verschiedene Voraussagen im Verdacht, ein Wahrsager zu sein. Das Assessorenkollegium befragt ihn zu verschiedenen Fällen, u.a. zu seiner Entlarvung der Magd des Assessors Friedeborn als Diebin, weist ihn am 21.04.1666 aus der Herrschaft Wismar aus und die Amtmänner von Poel und Neukloster zur Beobachtung Kleinfelts an.
Prozessbeilagen: (7) Inquisitionsprotokoll vom 24.01.1666; Aufforderungen an die Amtmänner zu Poel und Neukloster, Kleinfelt zu inhaftieren vom 21.04.1666 und 19.05.1666
Instanzenzug: 1. Tribunal 1666
Kläger: (2) Assessorenkollegium des Tribunals
Beklagter: Magnus Kleinfelt zu Frederstorf
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1597


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1315
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Erfüllung eines Vertrages und Aufhebung eines Arrestes
Alte Signatur: Wismar H 79 (W H 3 n. 79)
Laufzeit: (1717-1721) 21.10.1721-25.11.1721
Fallbeschreibung: Kl. hat 1717 auf mehrfaches eindringliches Anraten des Bekl. seine Mühle in Schönberg verlassen und auf dem Land von Dr. Johann Gröning bei der Klueß den Aufbau einer Mühle begonnen. Anstelle der von Bekl. veranschlagten Baukosten von 500 Rtlr hat Kl. über 2.000 Rtlr aufwenden und deshalb große Kredite aufnehmen müssen. Da er wegen fortdauernder Arbeiten nicht mahlen kann und keine Einkünfte hat, die Kredite aber bedient werden müssen und er dem Bekl. 150 Mk. nebst Zinsen für 3 Jahre schuldet, wird ihm durch Urteil des Ratsgerichts sein Korn gepfändet. Er appelliert daher an das Tribunal und bittet um Aufhebung des Arrestes und Annullierung des ihm schädlichen Vertrages, da ihn seine Vertragspartner wissentlich ins Verderben stürzen wollten. Das Tribunal fordert den Rat am 31.10. auf, die Akten der Vorinstanz einzusenden. Am 03.11. bittet Kl. erneut um Aufhebung des Arrests. Das Tribunal fordert Rat am 04.11. auf, Kl. soviel Getreide zu geben, daß er sein Vieh füttern kann. Am 13.11. beschwert sich Kl. über Forderungen des Rates, wird am 14.11. aber abgewiesen. Am 19.11. bittet Kl. um Eröffnung der Akten der Vorinstanz, die das Tribunal am 20.11. auf den 21.11. festsetzt. Am 25.11. setzt das Tribunal auf den 28.11. einen Vorbescheid an, dessen Ausgang nicht erhellt.
Prozessbeilagen: (7) Vertrag über den Aufbau einer Mühle auf dem Ackerland des Dr. Johann Gröning bei der Klueß und die Betreibung dieser Mühle durch Bekl. auf 12 Jahre vom 10.09.1717; Rechnung über die Baukosten an der Mühle und den Ställen aus dem Jahre 1721; Kosten der Einquartierung für einige Leute aus dem britischen Regiment des Oberst Schoultz im Jahre 1719 (96 Rtlr 3 s); von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Appellation vom 09.10.1721; Ratsgerichtsurteil vom 14.10.1721; Supplik des Kl.s an das Ratsgericht vom 09.10.1721
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1721 2. Tribunal 1721
Kläger: (2) Thomas Hinrich Hinrichs, Müller auf der Klues-Mühle (Claus-Mühle) (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Hinrich Magnus Ausborn (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Heinrich Georg Scheffel (A & P) Bekl.: Cajus Matthias Arend (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1315


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0985
Prozessgegenstand: Appellation Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar G 23 (W G 1 n. 23)
Laufzeit: (1626-1674) 20.07.1674-01.10.1675; 19.10.1676
Fallbeschreibung: M. Tancken d. Ä., Dr. jur. utr. und Syndikus Wismars, hatte im Jahre 1602 200 Mk. Kapital von den Verwaltern des Grotekordschen Testaments zinsbar aufgenommen, bis 1626 die Zinsen ordnungsgemäß bezahlt, in den Kriegswirren die Zahlungen jedoch eingestellt. Als dies 1639 festgestellt wurde, vereinbarten beide Seiten die Nachzahlung der Zinsen. Als Sicherheit war 1626 ein Haus am Markt gestellt worden, das 1638 wegen Kriges ruin verfallen" und auf Befehl des Rates "von den Grotekordschen Testaments geldern ... repariret werden" mußte. Martin Tancken d.J. hatte sich durch seine Bevollmächtigten Diedrich Wolfrath aus Rostock und Martin Röseler erboten, die verauslagten Baukosten zurückzuzahlen. Diese Kosten wurden vom Wismarer Rat auf 286 Mk. 10 1/2 s beziffert. Kl. bitten Tribunal, die Bekl. zur Zahlung der rückständigen Zinsen, der Baukosten und der Zinsen von den Baukosten zu veranlassen und wehren sich gegen Ratsgerichtsurteil, das ihnen Eid über Richtigkeit der Kosten auferlegt. Das Tribunal fordert die Akten der Vorinstanz am 28.09. an, am 26.10. erbitten Kl. Termin für deren Eröffnung, den das Tribunal am 27.11.1674 auf den 18.01.1675 ansetzt. An diesem Tag bestätigt das Tribunal das Ratsurteil in Bezug auf weitere Beweise wegen der 200 Mk. Kapital samt Zinsen, befreit Kl. aber von Beweisen für die Baukosten und fordert Bekl. zur Zahlung auf. Am 03.02. bitten Bekl. um Kopie des klägerischen Schriftsatzes, den sie am 05.02. erhalten. Am 26.02. erklären Bekl., restitutio in integrum ergreifen zu wollen und erbitten Fristverlängerung., die sie am selben Tag erhalten. Am 26.02.1675 bitten Kl., das Urteil zu vollstrecken und keine weiteren Rechtsmittel oder Fristverlängerungen zuzulassen. Das Tribunal lehnt dies am selben Tag ab. Am 04.03. erbitten Bekl. weitere Fristverlängerung, die sie am 05.03. erhalten. Am 29.04. tragen Kl. ihre Gründe gegen das Tribunalsurteil vor und bitten, es zu ändern. Am 01.10.1675 bittet Kl. um Prozeßbeschleunigung, am 19.10.1676 vermerkt der Rat, daß Akten aus dem Tribunalsarchiv nach Glückstadt "zu weiterer der Sach Ausübung" verschickt wurden, weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) von Notar Gottfried Reichardt aufgenommene Appellation vom 22.04.1674; Ratsgerichtsurteil vom 15.04.1674 = Rechtsgutachten der Juistenfakultät Frankfurt an der Oder; Auszug aus den Grotekordschen Testamentsrechnungen 1602-1670; Stadtbuchschrift vom 31.08.1639; Rechnung über die Baukosten am fraglichen Haus am Markt vom 20.09.1638-23.12.1647; Schreiben des Christoph Damerow, Sekretär der Juristenfakultät Frankfurt a.d.O. an Wismarer Rat vom 06.04.1674
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1674 2. Tribunal 1674-1675 3. Tribunal 1675-1676
Kläger: (2) Inspektor und Provisoren des Grotekordschen Testaments (Kl. in 1 Instanz)
Beklagter: Otto Christoph Marquardt und Martin Röseler als Bevollmächtigte des verstorbenen Martin Tancken, kursächsischer Kammer- und Münzrat" (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Friedrich Anthoni (A & P) Bekl.: Prof. Redecker (A), Otto Christoph Marquardt (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0985


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0908
Prozessgegenstand: Mandatum constitutorium Auseinandersetzung um Bestellung eines Vormunds
Alte Signatur: Wismar F 111c
Laufzeit: 07.07.1778-09.07.1778
Fallbeschreibung: Kl. bitten darum, Palthen als "administrirenden Vormund" zu bestellen und ihm den Pächter Wegener zu Ilow als Berater in landwirtschaftlichen Fragen beizuordnen. Das Tribunal ernennt Palthen am 08.07.1778 zum Vormund.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1778
Kläger: (2) David Johann Arends, Sekretär der Stadt Wismar und Pastor Müller zu Malchin als Vormünder der Catharina Ilsabe Johanna Freude
Beklagter: Johann Franz von Palthen, Fiskal am Tribunal
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0908


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0654
Prozessgegenstand: Mandatum de edendo Auseinandersetzung um Klärung der Vermögenssituation
Alte Signatur: Wismar D 28 (W D 1 n. 28)
Laufzeit: (1700-1722) 11.05.1722-20.05.1723
Fallbeschreibung: Kl bittet darum, Bekl. aufzufordern, Inventare des Erbes ihres Mannes und von den von ihr in die Ehe eingebrachten Gütern sowie Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben seit dem Tod ihres Mannes einzureichen, damit er das Vermögen seines Mündels bestimmen könne. Das Tribunal erläßt am 19.05. ein entsprechendes Mandat und läßt Bekl. 6 Wochen Zeit. Am 30.10.1722 bittet Bekl., die Vormundschaft über ihren Sohn wieder aufzuheben, da sie sich selbst um ihn kümmern wolle. Das Tribunal lehnt dies am 10.11.1722 ab und fordert sie zur Vorlage der Inventare auf, nachdem auch Kl. am 30.10. seine Forderung noch einmal bekräftigt hatte. Am 28.04.1723 erbittet Bekl. einen Vorbescheid zur Klärung aller Probleme, ein Bescheid des Tribunals darauf ist nicht überliefert. Am 08.05. berichtet Kl., daß Bekl. einige Papiere zur Vermögenssituation eingereicht habe, diese jedoch unvollständig und veraltet seien, so daß sich daraus keine belastbare Eröffnungsbilanz für die Vormundschaft ziehen lasse. Kl. hat aus allen Papieren einen Vergleichsvorschlag für eine Teilung des Vermögens erarbeitet, der aber von Bekl. abgelehnt wird. Kl. verlangt daraufhin ein Inventar vom Erbe des Großvaters sowie eventueller weiterer Erbschaften, die sein Mündel gemacht hat. Am 11.05.1723 verteilt das Tribunal das Erbe des Tribunalsassessors von Chemnitz zwischen Bekl. und ihrem Sohn.
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell Jürgen Müller ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 21.05.1722; Verzeichnis des Vermögens der Bekl.; Quittung der Magdalena Westphal vom 30.06.1711; Nachricht über Vermögensverhältnisse der Bekl. zum Zeitpunkt des Todes des Assessors Franz von Chemnitz am 04.03.1715 (Zinn- und Kupfergeschirr, Gemälde); Aufstellung über Aussteuer der Bekl., Begräbniskosten des Assessors von Chemnitz mit Einzelrechnungen der Handwerker 1715, Obligationen, Kosten seit dem Tode Chemnitz; Schreiben Dr. Gerdes an Arendt vom 05.02.1723; Schreiben der Bekl. an Dr. Gerdes vom 23.01.1723; Reparaturkosten des Hauses, Rechnungen von Glasern und Maurern; Quittung der M.E. Seeck vom 06.01.1723; Versuch zur Designation und Theilung in der Chemnitzschen Vormundschaffts-Sache" vom 27.02.1723; gemeinsames Testament des Franz von Chemnitz und der Bekl. vom 03.10.1700; Gegenerklärtung von Dr. Gerdes zum Teilungsvorschlag des Kl.s vom 01.03.1723; Verzeichnis des Silberzeugs der Bekl.; Empfangsbescheinigung der Bekl. über nachstehenden Lohn des Assessors von Chemnitz vom 07.05.1715-06.10.1722; Ausgaben für Erziehung und Ausbildung des Franz Johann von Chemnitz seit 1715; Entgegnung des Kl.s zum Teilungsvorschlag vom 31.03.1723; Aufstellung über Einnahmen der Bekl. seit 1715; Kosten der Einquartierung seit 1716
Instanzenzug: 1. Tribunal 1722-1723
Kläger: (2) Dr. Cajus Matthias Arendt als Vormund des Franz Johann von Chemnitz
Beklagter: Catharina Gertrud von Dessin, geborene von Klinckowström, Witwe des Tribunalsassessors Franz von Chemnitz
Anwälte: Bekl.: seit 28.04.1723: Dr. David Gerdes ( A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0654


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0491
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Bezahlung von Medikamenten
Alte Signatur: Wismar B 316 (W B n. 316)
Laufzeit: (1779) 01.05.1779-30.06.1779
Fallbeschreibung: Der Aufforderung des Prioritätsurteils Folge leistend weisen Kl. die Kosten für Medizin nach, die Bohse in seinem letzten Lebensjahr gekauft, aber noch nicht bezahlt hatte und erbitten deren Erstattung. Das Tribunal teilt dies am 11.05. Bekl. zur Stellungnahme mit, die am 07.06. mit Bitte um Herabsetzung der Rechnung eingeht und am 30.06.1779 ad acta genommen wird, nachdem das Tribunal Kl. mit einem Teil der Rechnung in der Prioritätsurteil weiter nach vorne gerückt hat.
Prozessbeilagen: (7) Rechnung über Medikamente 1769-1770 für Postinspektor Bohse; Schreiben des Bekl. an Gläubiger des Postinspektors Samuel Gustav Bohse vom 15.04. und 12.05.1779 mit Stellungnahme von Dr. C.F. Burmeister, Dr. B. Steinecke, C. Rose, Witwe des Ludwig Wilhelm Rodtman vom 15.04.1779, Johann Andreas Wriede vom 10.04.1779, N N Brockmann, Johann Tiedemann, P.D. Schröder, Johann David Rodtmann, Söhne des Johann Bahlemann, Jochim Dietrich Brockmann, Christian Franz Pauli (alle o.D.), Johann Franz von Palthen vom 13.05.1779, Dr. Johann David Lembcke und Dietrich Carl Bohse vom 15.05.1779, Dr. Joachim Christian Hasse (o.D.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1779
Kläger: (2) Erben des Wismarer Apothekers Ditmar Allhusen
Beklagter: Lic. jur. Heinrich Joachim Scheffel, gemeiner Anwalt des Bohseschen Konkurses
Anwälte: Kl.: J.W. Fürchtnicht (A), Dr. Friedrich Nürenberg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0491
58 Gerichtsakten «   11   -   20   »