-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  04.: 1. Kläger D
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 04. 1. Kläger D
58 Gerichtsakten «   11   -   20   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0628
Prozessgegenstand: Promotoriales Auseinandersetzung um verweigerte Justizausübung
Alte Signatur: Wismar D 7 (W D 1 n. 7)
Laufzeit: 04.05.1672-12.10.1672
Fallbeschreibung: Kl. befindet sich seit mehreren Jahren in einem Rechtsstreit um die Aufteilung der Konkursmasse des Johann von Plessen. Nachdem ein Sohn Plessens an das Reichskammergericht appelliert hat, befördert Kl. seine Sache in Speyer. Obwohl das Urteil dort ergangen und nach Schwerin zur Umsetzung gesandt worden ist, wird Kl. dort sein Recht verweigert, weshalb er ein Promotorial an den Kammerrichter erbittet und dieses am 21.06.1672 erhält. Am 12.10.1672 gelangt das Schreiben zurück nach Wismar wegen fehlerhafter Titulatur, weiteres erhellt nicht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1672
Kläger: (2) Christoph Ditmar, Brauer zu Wismar, früherer Pfandherr zu Wichmannsdorf und Gantenberg, jetzt zu Speyer
Beklagter: Christian Ludwig, Herzog von Mecklenburg-Schwerin
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0628


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0629
Prozessgegenstand: Mandatum poenale Auseinandersetzung um Sicherung eines Schiffes
Alte Signatur: Wismar D 9 (W D 1 n. 9)
Laufzeit: 15.12.1666
Fallbeschreibung: Kl. ist mit seinem Schiff "Die Krone" Mitte Oktober auf Rügen gestrandet und hat es dort zurücklassen müssen. Er bittet darum, den Bauern der umliegenden Dörfer in den Gottesdiensten bei Strafandrohung zu verbieten, das Schiff zu plündern und erhält am selben Tag ein entsprechendes Mandat an Bekl.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1666
Kläger: (2) Hans Drewes, Schiffer zu Wismar
Beklagter: Dr. Joachim Schwartz, Bürgermeister zu Stralsund und Nikolaus Baumann, Ratsherr zu Stralsund, als Inhaber der Güter Jasmund und Wittow auf Rügen
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0629


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0630
Prozessgegenstand: Reskript Auseinandersetzung um Auszahlung angelegten Geldes
Alte Signatur: Wismar D 10 (W D 1 n. 10)
Laufzeit: (1667) 06.01.1668-10.01.1668
Fallbeschreibung: Döbel fordert die Auszahlung einer Mitgift von 650 Rtlr, die bei der Wismarer Stadtkämmerei angelegt ist und die ihm seine Schwiegermutter, die Bekl., abgetreten hat, ihm jetzt aber nicht auszahlen will. Rektor und Konzil der Rostocker Universität senden daher ein Intercessional an das Tribunal und bitten um Rechtshilfe für Döbel. Das Tribunal erläßt am 07.01. ein Reskript an den Rat zur Auszahlung des Geldes bzw. Bericht in der Sache, am 09.01. informiert es Rektor und Konzil, daß die Auszahlung auf Intervention des Tribunalsfiskals Thurmann (Nr. 0631) vorerst gestoppt worden ist. Am 10.01.1668 erstattet der Rat seinen Bericht, von dem das Tribunal eine Kopie an Bekl. sendet.
Prozessbeilagen: (7) Supplik Döbels an Rektor und Konzil der Rostocker Universität vom 28.12.1667; Schreiben des Bürgermeisters Cyriacis Burmeister an J.J. Döbel vom 18.12.1667
Instanzenzug: 1. Tribunal 1668
Kläger: (2) Rektor und Konzil der Universität Rostock für Dr. Johann Jacob Döbel, Stadtarzt zu Rostock und Prof. med. an der Universität Rostock
Beklagter: Dr. Caspar Thurmann und dessen Ehefrau zu Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0630


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0632
Prozessgegenstand: Citationis Auseinandersetzung um Vormundschaftsrechnung und Inventar
Alte Signatur: Wismar D 11 (W D 1 n. 11)
Laufzeit: (1668) 16.07.1668-12.09.1668
Fallbeschreibung: Nach Intercessional des Herzogs von Mecklenburg wegen schleuniger Erledigung des Anliegens wendet sich Kl. am 27.07. an das Tribunal und schildert, daß Bekl. als ehemaliger Vormund seiner Schwester und ihrer Kinder, der Ehefrau des Kl.s, bisher trotz aller Bitten noch keine Vormundschaftsrechnung abgelegt habe. Kl. erbittet daher die Vorladung des Bekl. zu einem Vorbescheid, bei dem Bekl. Rechnung legen soll. Das Tribunal setzt den Vorbescheid am 27.07. auf den 14.08. an. Am 07.08. erbittet Bekl. Terminverschiebung, das Tribunal setzt am 10.08. den 02.09. an. Am 02.09. zeigt Dr. Scheffel an, daß Rückkehr des Bekl. sich verzögere und bittet, nichts zu seinem Nachteil zu unternehmen. Das Tribunal teilt Kl. dies mit, der am 08.09. neuen Termin erbittet, der am 09.09. auf den 25.09.1668 angesetzt wird, weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Intercessional Herzog Gustav Adolfs von Mecklenburg an Tribunal vom 16.07.1668; Schreiben des Kl.s an Gustav Adolf vom 04.07.1668
Instanzenzug: 1. Tribunal 1668
Kläger: (2) Daniel Danielis, Kapellmeister am mecklenburg-güstrowschen Hof als ehelicher Vormund seiner Ehefrau Anna Maria Duval
Beklagter: Francois de la Croix, Amtmann zu Neukloster, Schwager des Kl.s
Anwälte: Kl.: Dr. Ambrosius Petersen (A & P) Bekl.: Dr. Anthon Scheffel (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0632


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0633
Prozessgegenstand: Promotoriales Auseinandersetzung um Auszahlung angelegten Kapitals
Alte Signatur: Wismar D 12 (W D 1 n. 12)
Laufzeit: (1666-1668) 15.08.1668-07.09.1668
Fallbeschreibung: Kl. sind von seiner Schwiegermutter, der Witwe des Dr. Johann Christoph von Hille, Ehefrau des Bekl., als Mitgift unter anderem 2000 Rtlr übereignet worden, die bei der Stadt Stralsund angelegt sind. Kl. hat vom Stralsunder Rat die Zinsen gefordert und erhalten, bis Bekl. die Zinsen vor der Schweriner Justizlanzlei für sich gefordert und zugesprochen bekommen hat. Dagegen hat Kl. an das Reichskammergericht appelliert und erbittet nun ein Promotorial des Tribunals an den Stralsunder Rat, ihm während des Prozesses die Zinsen auszuzahlen. Das Tribunal erläßt das Schreiben am 01.09.1668.
Prozessbeilagen: (7) Überschreibung einer Obligation an Kl. durch Anna Elisabeth von Hille, geb. Cothmann vom 15.10.1666; Urteil des Stralsunder Ratsgerichts vom 27.07.1668; Schreiben des Dr. Johann Rölemann, Prokurator am RKG in Speyer an Kl. vom 04.07.1668
Instanzenzug: 1. Tribunal 1670
Kläger: (2) Prof. Dr. med. Johann Jacob Döbel, Stadtarzt zu Rostock
Beklagter: Dr. Caspar Thurmann
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0633


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0634
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Auszahlung von Zinsen
Alte Signatur: Wismar D 12 (W D 1 n. 12)
Laufzeit: (1666-1670) 01.08.1670-15.03.1671
Fallbeschreibung: Kl. hat von seiner Schwiegermutter, der jetzigen Ehefrau des Bekl., eine bei der Stadt Stralsund angelegte Obligation über 2.000 Rtlr als Heiratsgut erhalten und erhebt von dieser Obligation seit Jahren Zinsen. Deren Auszahlung wird ihm durch Bekl. streitig gemacht, weshalb beide in einem Prozeß vor dem RKG begriffen sind. Bekl. hat zudem ein Subsidial des Herzogs von Mecklenburg an den Stralsunder Rat erreicht, Kl. bis zum Prozeßende am RKG keine Zinsen auszuzahlen. Kl. erbittet ein Mandatum de solvendo zur Auszahlung der Zinsen an den Stralsunder Rat und erhält es am 02.08. mit der Bedingung, vorher ausreichende Kaution zu bestellen. Am 23.11. bittet Kl., ihm die Stellung der Bürgschaft zu erlassen und erhält am 26.11. ein entsprechendes Schreiben an den Stralsunder Rat. Am 20.12.1670 trägt der Stralsunder Rat seine Bedenken vor und bittet um Entscheidung des Tribunals. Am 23.01.1671 legt Kl. Mandate des RKGs vor und bittet um Auszahlung der Zinsen an ihn. Das Tribunal teilt dies am 28.01. dem Stralsunder Rat mit und fordert Kl. zur Erwiderung auf deren Schreiben auf. Am 06.02. rechtfertigt Kl. seine Forderung erneut, erbittet Auszahlung der Zinsen und erhält am 17.02. ein entsprechendes Mandat an den Stralsunder Rat. Am 06.03. erbittet Kl. Rückgabe der gestellten Kaution und erreicht dies am 10.03.1671.
Prozessbeilagen: (7) Überschreibung einer Obligation über 2.000 Rtlr durch Anna Elisabeth von Hille, geb. Cothmann an Kl. vom 15.10.1666; Urteile des Stralsunder Ratsgerichts vom 14.07. und 10.08.1670; Mandat des Reichskammergerichts vom 13.01.1670; Vollmacht des Kl.s für Notar Franz Matthias vom 01.12.1668; Citatio des Reichskammergerichts vom 07.10.1668; von RKG-Pedell Johann Georg Fleschütz ausgestellte Übergabequittung für ein Mandat vom 16.10.1668; von Notar Tobias Göseler ausgestellte Übergabequittung für ein Mandat vom 14.12.1668; Auszüge aus Schreiben des Stralsunder Ratsherrn Johann Bernhard Lüschow (Luschau) an Kl. vom 10. und 17.12.1670; Mandat des RKGs vom 10.09.1670
Instanzenzug: 1. Tribunal 1670-1671
Kläger: (2) Prof. Dr. med. Johann Jacob Döbel, Stadtarzt zu Rostock
Beklagter: Dr. Caspar Thurmann
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0634


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0635
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Auszahlung von Zinsen
Alte Signatur: Wismar D 12 (W D 1 n. 12)
Laufzeit: (1666-1667) 15.04.1672-13.05.1672
Fallbeschreibung: Kl. steht seit Jahren in Prozessen mit Bekl. um die Auszahlungen von Zinsen aus Obligationen, die die Ehefrau des Bekl. ihrer Tochter, der Ehefrau des Kl.s, als Mitgift in die Ehe gegeben hat. Aus diesen Prozessen sind Kl. Kosten in Höhe von mehr als 1.000 Rtlr erwachsen, die er von Bekl. nicht eintreiben kann. Da Bekl. beim Stralsunder Rat 1.000 Rtlr zinsbar angelegt hat, bittet Kl., ihm die jährlichen Zinsen von 40 Rtlr solange zuzuschreiben, bis Bekl. seine Schulden bei ihm bezahlt hat und erbittet ein entsprechendes Mandat an den Stralsunder Rat. Das Tribunal lehnt den Antrag am 10.05.1672 ab.
Prozessbeilagen: (7) Erklärung der Anna Elisabeth Cothmann, Witwe des Dr. von Hille, über Abtretung dreier Obligationen an Kl. vom 17.09.1666; Forderungen des Kl.s an seine Schwiegermutter Anna Elisabeth Cothmann (o.D.); Aufstellung des Kl.s über durch Bekl. erlittene Schäden (o.D.); Auszug aus Schreiben des Ernst Kiehne an Kl. vom 14.12.1667; Mitteilungen des Lübecker Kastenschreibers" Johann Schreyber vom 04.10.1667 und des Wismarer Kastenschreibers" Johann Hormann vom 03.07.1667; Auszug aus Erbteilungsvergleichung der Anna Elisabeth Cothmann mit ihren 4 Töchtern vom 04.09.1666
Instanzenzug: 1. Tribunal 1672
Kläger: (2) Prof. Dr. med. Johann Jacob Döbel, Stadtarzt zu Rostock
Beklagter: Dr. Caspar Thurmann
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0635


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0636
Prozessgegenstand: Rescriptum Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar D 13 (W D 1 n. 13)
Laufzeit: (1670-1671) 26.04.1671-03.05.1671
Fallbeschreibung: Kl. hatte sich verpflichtet, der Bekl. noch ausstehende Schulden in Höhe von 1.500 Rtlr zwischen Weihnachten 1670 und Ostern 1671 zu bezahlen, hat aber das Geld, das er von seinem Schwager Franz Joel Oernstedt erhofft hatte, noch nicht erhalten. Da er eine Klage seiner Stiefmutter wegen ausstehender Bezahlung befürchtet, erbittet er ein Reskript des Tribunals an den Rat, in dem das Versäumnis erklärt und um eine Fristverlängerung gebeten wird und erhält dieses am 29.04.1671.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben Franz Joel von Oernstedts aus Stockholm an Kl. vom 21.12.1670, 25.02. und 31.03.1671; Urteil des Tribunals in Sachen Elisabeth Baumanns vs. Franz Maaß d.J. wegen Bezahlung von Schulden vom 12.11.1661
Instanzenzug: 1. Tribunal 1671
Kläger: (2) Johann von der Deylen, Major der Kavallerie
Beklagter: Cornelia Catharina Petersen, Witwe von der Deylen, Stiefmutter des Kl.s
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0636


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0639
Prozessgegenstand: Mandatum arrestatorium sub poena Auseinandersetzung um Aufteilung eines Erbes
Alte Signatur: Wismar D 17 (W D 1 n. 17)
Laufzeit: (1665-1672) 17.07.1673-15.06.1675
Fallbeschreibung: Schwiegervater des Kl.s hatte seinen Töchtern ein beträchtliches Vermögen hinterlassen, um dessen Verteilung Streit entsteht, da Schwägerin des Kl.s einige Schmuckstücke nicht herausgeben will. Kl. erbittet ein Mandat an Gerstenberg, Schmuckstücke und 2.000 Rtlr aus der Erbschaft des Vaters, die seine Ehefrau Bekl. einst zur Aufbewahrung übergeben hatte, nicht an deren Schwester herauszugeben, bis diese ein Inventar über alle bei ihr befindlichen Erbstücke aufgestellt und beschworen hat. Das Tribunal erläßt das Mandat am selben Tag "cum clausula". Am 27.11. berichtet Kl., daß Bekl. die Herausgabe verweigert und erbittet ein entsprechendes Strafmandat, das er am 03.12.1673 erhält. Am 05.02.1674 stellt Nebenbekl. ihre Version des Konflikts vor und bittet um Lösung der Beschlagnahme auf die Güter, die ihr rechtmäßig zustehen sowie um Anweisung an Kl., Nebenbekl. vor der Regierung des Fsm Halberstadt als ihrem gehörigen Forum zu verklagen. Das Tribunal folgt der Bitte nicht, fordert Kl. am 07.02. aber zur Erwiderung auf. Am 29.06. bittet Nebenbekl. erneut um Lösung der Beschlagnahme ihrer Güter, das Tribunal erklärt die Beweisaufnahme am 11.07. für beendet und teilt Kl. den Schriftsatz in Kopie mit. Am 15.04.1675 ergreift Nebenbekl. restitutio in integrum gegen das am 23.01.1675 ergangene Urteil des Tribunals (siehe Nr. 0640) und besteht auf ihrem Besitz an den vom Vater geerbten Schmuckstücken. Das Tribunal fordert Kl. am 27.04. zur Antwort binnen 6 Wochen auf, am 12.06. bittet Anwalt Coch, den Vergleich abzuwarten, bevor in der Sache ein Urteil ergeht. Weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über an Oberst Sparre verpfändete Schmuckstücke mit Wertangabe vom 01.05.1665; Bestellung des Lucas Reif zum Anwalt der Nebenbekl. durch hohensteinsche Regierung und durch Nebenbekl. vom 21. bzw. 23.01.1674; Auszug aus Testament des Ottho Otthe von Manderoda vom 12.10.1669; Festlegung Ottho Otthens von Manderode über Mitgift der Magdalena Elisabeth von Manderode (nach 19.02.1670); Aufstellung über die Aussteuer der Magdalena Elisabeth von Manderoda (o.D.); Erklärung der Kl. vom 13.01.1672; Erklärung der Nebenbekl. vom 30.03.1672; Auszug aus Schreiben des Ottho Otthen von Manderoda zu Regensburg an Oberst Sparre zu Hannover vom 03.10.1666
Instanzenzug: 1. Tribunal 1673-1675
Kläger: (2) Caspar von Düringshofen, mecklenburgischer Land- und Hofgerichtsrat und Oberkammerjunker, auf Sabo und Lüttgeritsch, in ehelicher Vormundschaft für seine Ehefrau Magdalena Elisabeth von Manderode
Beklagter: Thomas von Gerstenberg, Drost zu Verden sowie Dorothea Margaretha von Manderode als Nebenbekl.
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Friedrich Coch (A & P) Nebenbekl.: Lucas Reif (A), Heinrich Friedrich Schabbel (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0639


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0642
Prozessgegenstand: Mandatum de non turbando cum clausula Auseinandersetzung um Räumung eines Hauses
Alte Signatur: Wismar D 19 (W D 1 n. 19)
Laufzeit: 16.04.1694-08.06.1694
Fallbeschreibung: Der verstorbene Ehemann der Kl.in hat 400 Mk. lüb. von der Georgenkirche geborgt und dieses Geld in seiner Bude in der Lübschen Straße versichert. Wegen wirtschaftlicher Notlage hat Kl.in die Zinsen nicht bezahlen können, so daß neben dem Kapital 300 Mk. lüb. Zinsen aufgelaufen sind. Bürgermeister Paris fordert sie daraufhin auf, die Bude zu räumen und will diese zwangsversteigern. Kl.in borgt sich Geld bei Freunden und bekommt 500 Mk. zusammen; Paris hat in der Zwischenzeit die Bude aber bereits an Johann Vehlhering für 960 Mk. verkaufen lassen. Kl.in bittet um ein Mandat an Paris, das Geld von ihr anzunehmen und den Verkauf rückgängig zu machen. Das Tribunal fordert den Rat am 17.04. auf, Bericht zu erstatten und die Kl.in mit ihrem Gesuch zu hören". Am 09.05. beschuldigen Bekl. Kl.in der "falsis narratis", berichten, daß die Bezahlung der Schulden bereits im Konkursverfahren von 1684 gefordert worden, aber nicht erfolgt sei, weshalb das Haus 1693 zwangsversteigert worden ist. Da Kl.in versäumt hat, das höchste Gebot abzugeben, muß sie das Haus nunmehr räumen. Bekl. bitten das Tribunal, dies durchzusetzen, um dem Käufer zu seinem Recht zu verhelfen und die Forderungen der Georgenkirche zu befriedigen. Das Tribunal beläßt es nach einer entsprechenden Bitte des Nebenbekl.am 18.05. daraufhin beim Ratsgerichtsurteil und weist auch die erneute Bitte der Kl.in vom 08.06.1694 am selben Tag zurück.
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalspedell Johann Erhard Ries ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 20.04.1694
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1693-1694 2. Tribunal 1694
Kläger: (2) Margaretha Dobbertin, Ehefrau des Bartholomäus Dummer
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar sowie Johann Vehlhering als Nebenbekl.
Anwälte: Bekl.: Dr. Johann Oldenburg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0642
58 Gerichtsakten «   11   -   20   »