-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  04.: 1. Kläger D
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 04. 1. Kläger D
58 Gerichtsakten   1   -   10   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2335
Prozessgegenstand: Implorationis Auseinandersetzung um ungerechtfertigte Ansprüche
Alte Signatur: Wismar O 4 (W O 1 n. 4)
Laufzeit: (1666-1685) 20.11.1686-20.04.1687 (20. Jh.)
Fallbeschreibung: Bekl. hat Kl.in, seiner Schwester, eine Rechnung überreicht, in der er von ihrem verstorbenen Mann 19.177 Rtlr aus der Erbschaft des Vaters fordert. Bekl. wollte zunächst vor dem Stockholmer Hofgericht die angebliche Schuld einklagen, ist aber von dort an das Tribunal verwiesen worden. Kl.in bittet das Tribunal, den Bekl. vor sich zu zitieren und ihm aufzutragen, die Rechnung zu verifizieren oder für immer zu schweigen. Das Tribunal folgt dem Antrag am 30.11.1686 und lädt Bekl. binnen 3 Monaten vor das Tribunal. Am 01.04.1687 bittet Kl. darum, zunächst den Streit um sein Erbe vor dem Hofgericht zuende führen zu dürfen, bevor er sich auf die Klage seiner Schwester einläßt. Das Tribunal fordert die Kl.in am 16.04.1687 auf, sich binnen 3 Monaten dazu zu äußern, weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) von Bekl. vorgelegte Rechnungen über Schulden Öhrenstedts 1666-1676; Aufstellung offener Forderungen des Bekl. vom 23.09.1685; Auszüge aus dem Protokoll des Stockholmer Hofgerichts vom 28.04.1686 und 07.03.1687; maschinenschriftliche Inhaltsangabe (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1686-1687
Kläger: (2) Anna von der Deylen, Witwe des Hofkanzlers von Öhrenstädt
Beklagter: Major Johann von der Deylen
Anwälte: Kl.: Dr. Jacob Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Adam von Bremen (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2335


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3368
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Schadensersatz wegen ungerechten Urteils
Alte Signatur: Wismar S 395 (W S n. 395)
Laufzeit: (1754-1773) 08.03.1773-14.07.1775;
Fallbeschreibung: Der Kl. hat sich bei einem Hofdienst im November 1772 geweigert, über Gebühr Dienste zu leisten und ist daher vom Amtsgericht 14 Tage später zu 10 Stockschlägen verurteilt worden, in deren Folge er wochenlang das Bett hüten muß. Er queruliert gegen dieses Urteil, bittet darum, seine Ehre wiederherzustellen und ihm 200 Rtlr Schadensersatz zu bezahlen. Das Tribunal fordert am 18.03. die Prozeßakten der Vorinstanz an. Am 05.07. klagt Dr. Hasse, daß die Akten noch nicht eingegangen seien und fordert ein verschärftes Mandat an das Amtsgericht, das am 09.07. ergeht, am 04.09. beschwert sich Schwartz darüber, daß die Akten immer noch nicht eingegangen sind und erreicht daraufhin am 07.09. vom Tribunal ein Mandat an das Amtsgericht, bei Strafe von 50 Rtlr die Akten einzureichen und die bisherigen Prozeßkosten zu übernehmen. Am 18.10. erbittet der Kl. ein verschärftes Strafmandat über 100 Rtlr an die Bekl., da die Akten immer noch nicht eingereicht worden sind und erhält dieses am 22.10. Am 17.11. gehen die Akten ein, am 20.11. bittet Hasse um ihre Eröffnung und erreicht diese für den 27.11.1773. Am 17.10.1774 verurteilt das Tribunaldie Bekl. zur Bezahlung von 20 Rtlr Schadensersatz für den Kl. sowie der Übernahme aller Gerichtskosten. Am 26.11. kündigen die Bekl. restitutio in integrum gegen das Urteil an und erbitten Fristverlängerung zum Einreichen ihres Schriftsatzes, die ihnen am 30.11.1774 gewährt wird. Am 05.01.1775 tragen sie ihre Beschwerde gegen das Tribunalsurteil vor und bitten um dessen Berichtigung. Am 01.05. und 10.07.1775 erbitten die Parteien Beschleunigung des Prozesses, am 20.01.1777 bestätigt das Tribunal sein Urteil, verurteilt den Bekl. zur Übernahme der Prozeßkosten und 10 Rtlr Strafe wegen Mißbrauch des Rechtsmittels, am 23.01. legt der Kl. seine Rechnung vor und bittet um deren Bestätigung und die Zahlungsanweisung an die Bekl. Am 28.01.1777 folgt das Tribunal dem Antrag.
Prozessbeilagen: (7) Protokolle des Poeler Amtsgerichts vom 20. und 27.11.1772; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellation vom 03.03.1773; Auszug aus der Dienstordnung für das Amt Poel vom 06.08.1754; von Tribunalspedell C.G. Wolf ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 22.05., 12.07. und 08.09.1773; Rationes decidendi des Poeler Amtsgerichts; Prozeßvollmachten des Bekl. für Dr. Lembke vom 06.04.1774 und des Kl.s für Dr. Hasse vom 22.10.1774; Honorarrechnung Hasses über 43 Rtlr 6 s
Instanzenzug: 1. Amtsgericht Poel 1773 2. Tribunal 1773-1774 3. Tribunal 1774-1777
Kläger: (2) David Schwartz, Büdner in Vorwerk auf Poel (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: N N Tiefentrunck, Inspektor auf Poel und das Poeler Amtsgericht (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Joachim Christoph Gabriel Hasse (A & P) Bekl.: Cand. jur. Berg (A), Dr. Johann David Lembke (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3368


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 2381
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar P 1 (W P 1 n. 1)
Laufzeit: (1568-1653) 05.12.1653-14.10.1654; 18.03.1657;
Fallbeschreibung: Die Vorgänger der Kl. haben bei den Bekl. in den Jahren 1568-1580 450 fl. angelegt, bis zum Jahr 1636 die Zinsen von 5% erhalten und davon den Unterhalt der Witwen und Waisen ihrer Kollegen bezuschußt. Als die Zinsen ausblieben, verklagten Kl. Bekl. bei der Schweriner Justizkanzlei, die Bekl. zur Zahlung anwies und schließlich 1646 die Exekution verhängte. Durch den Krieg haben Kl. ihr Geld immer noch nicht erhalten können und bisher auch keine Aussicht darauf. Sie bitten deshalb das Tribunal um Hilfe bei der Beschaffung von Kapital und Zinsen. Das Tribunal schreibt am 08.12.1653 an Herzog Adolf Friedrich v. Mecklenburg und bittet um schleunige Vollstreckung der Forderung. Der Mecklenburger Herzog schreibt dem Rostocker Rat am 24.12.1653, er möge das Geld binnen 3 Wochen sub poena executionis" bezahlen. Am 17.02.1654 melden sich Kl. erneut beim Tribunal, da sie ihr Geld noch nicht erhalten haben und erbitten ein Arrestatorium auf die in Wismar stehenden Gelder des Rostocker Ratsherrn Dietrich Wolffrath. Am 07.03.1654 wendet sich das Tribunal an die Königin und bittet um ein Schreiben aus Stockholm an Rostock mit Androhung von Repressalien, nachdem Kl. am 06.03. erneut um Hilfe gebeten hatten. Dieses Kgl. Schreiben ergeht am 07.04.1654 mit 14tägiger Fristsetzung. Am 19.09.1654 erneuert Karl X. Gustav die Drohung und setzt 4 Wochen Frist. Der Rostocker Rat entschuldigt sich am 14.10. mit den Auswirkungen des Krieges und bietet an, jedes Jahr zwei alte und eine aktuelle Zinsrate zu bezahlen, am 18.12.1654 bietet er an, pro Jahr 4 ausstehende Zinsraten zu bezahlen. Da zu Weihnachten 1656 keine Zahlungen eingehen, wenden sich Kl. erneut an das Tribunal, dessen Präsident am 18.03.1657 den Rostocker Rat ermahnt und mit Vollstreckung droht. Am 27.03.1657 berichten Bekl. über die Anweisung an die Kassenverwalter zur Bezahlung und bitten darum, mit der Vollstreckung verschont zu werden. Vor dem 12.07.1675 und im Mai 1684 klagen die Wismarer Pastoren erneut über ausgebliebene Zahlung und erhalten am 12.07.1675 und am 30.05.1684 je ein Intercessional des Tribunals an den Herzog von Güstrow und ein Mandat an den Rostocker Rat.
Prozessbeilagen: (7) Obligationen des Rostocker Rates über 200 fl., 150 fl. und 100 fl. für Superintendent, Pastoren und Prediger zu Wismar von Pfingstsonntag 1568, Ostersonntag 1572 und Pfingstsonntag 1580; Executorial Herzog Adolf Friedrichs von Mecklenburg gegen den Rostocker Rat vom 28.09.1646; Empfangsbestätigung des Rostocker Protonotars Bernhard Lindemann für ein Mandat des mecklenburgischen Herzogs vom 19.01.1654; Versprechen der Kassenverordneten Rostocks zur Zinszahlung an die Wismarer Prediger vom 18.12.1654; Schreiben des Vorwesers der Stadt Rostock" und der Verwalter der Rostocker Stadtkasse an Wismarer Rat vom 04.07.1682 und 12.07.1683; Schriftwechsel Karl X. Gustavs von Schweden mit Rostocker Rat vom 19.09.1654 und 14.10.1654; Schreiben des Tribunalspräsidenten Johann Oxenstierna an Rostocker Rat vom 18.03.1657
Instanzenzug: 1. Tribunal 1653-1684
Kläger: (2) Johannes Dinggrave, Joachim Schmidt, Christian Cotenius, Georg Balthasar, Johann Heinrich Brand, Joachim Brücke und Martin Crudopius bzw. deren Nachfolger als Pastoren und sämtliche Prediger zu Wismar
Beklagter: Bürgermeister und Rat der Stadt Rostock
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 2381


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0627
Prozessgegenstand: Intercessionales Auseinandersetzung um Durchsetzung kaiserlicher Mandate
Alte Signatur: Wismar D 7 (W D 1 n. 7)
Laufzeit: (1668) 03.08.1668-09.11.1668,
Fallbeschreibung: Kl. hat in seinem Streit um die Aufteilung der Konkursmasse des Johann von Plessen drei Mandate des Reichskammergerichts erwirkt, erbittet Intercessionales an Bekl. zur sofortigen Umsetzung dieser Mandate und erhält diese am 06.11.1668. Am 17.12.1669 meldet sich Kl. erneut aus Speyer, erbittet Rechtshilfe bei der Umsetzung der kaiserlichen Mandate und erhält am 18.12.1669 ein Intercessional. Am 07.04.1673 wiederholt er seine Bitte und erhält am 16.04.1673 erneut ein entsprechendes Schreiben.
Prozessbeilagen: (7) Mandate des Reichskammergerichts vom 20.06.1668, 08. und 24.07.1668
Instanzenzug: 1. Tribunal 1668-1669, 1673
Kläger: (2) Christoph Ditmar, Brauer zu Wismar, ehemaliger Pfandbesitzer der Höfe Wichmannsdorf und Gantenberg, jetzt in Speyer
Beklagter: Christian Ludwig, Herzog von Mecklenburg-Schwerin
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0627


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0503
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Verteilung einer Konkursmasse
Alte Signatur: Wismar B 316, Nr. 10 (W B n. 316, Nr. 10)
Laufzeit: (1769) 17.05.1771-13.02.1772,
Fallbeschreibung: Kl.in fordert aus der Konkursmasse seit 1769 rückständige Postgelder der Jahre 1768/1769 in Höhe von 413 Rtlr 6 s samt Zinsen. Der Verstorbene hatte ihrem Mann als Sicherheit zwei Obligationen von 1683 und 1684 verpfändet, so daß Kl. fordert, seine Schulden bevorzugt zurückzuzahlen. Bekl. behauptet, die Obligationen hätte der Verstorbene nicht ohne Zustimmung seines Bruders Dietrich Carl Bohse, mit dem sie ihm gemeinschaftlich gehören, verpfänden dürfen. Das Tribunal trägt Nebenbekl. am 28.05. auf, dazu Stellung zu beziehen. Am 04.07. streitet dieser ab, der Verpfändung der Obligationen zugestimmt zu haben und fordert ihre Rückgabe an ihn, dem sie zur Hälfte gehören. Das Tribunal fordert Kl.in am 10.07. zur Antwort auf. Am 07.09. besteht Kl.in auf ihrer Forderung und weist die Ansprüche des Nebenbekl. zurück. Das Tribunal weist Nebenbekl. am 09.09. zur Antwort an, der am 18.10. seine Ansprüche bekräftigt. Das Tribunal fordert Kl.in am 23.10.1771 zur Antwort auf, am 17.01.1772 bittet Nebenbekl. um Erneuerung der Aufforderung, da bisher keine Reaktion erfolgt sei und erreicht am 22.01. erneut ein Mandat. Am 12.02.1772 besteht Kl.in erneut auf ihrer Forderung, das Tribunal schließt die Beweisaufnahme am selben Tag. Am 25.01.1774 legt Nebenbekl. die Prozeßvollmacht für seinen Anwalt vor. Am 05.07.1779 bestätigt das Tribunal den Anspruch des Nebenbekl. auf die Hälfte der verpfändeten Wechsel.
Prozessbeilagen: (7) Auszug aus Protokoll einer Tribunalssitzung vom 17.05.1771; vom Hamburger Notar Franz Hinrich Anderson bestätigte Obligation Samuel Gustav Bohses vom 10.08.1769; Empfangsbescheinigung Johann Hinrich Dittmers vom 10.08.1769; Schreiben S.G. Bohses an Dittmer vom 10.08.1769; von Tribunalspedell C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittung eines Tribunalsmandates vom 30.10.1771; Prozeßvollmacht des Nebenbekl. für Dr. Hertzberg vom 20.01.1774
Instanzenzug: 1. Tribunal 1771-1772, 1774, 1779
Kläger: (2) Witwe des Johann Hinrich Dittmer, Postmeister in Hamburg
Beklagter: Witwe des Postinspektors Samuel Gustav Bohse, geb. Crull bzw. ab 08.07.1771 Lic. jur. Joachim Heinrich Scheffel als gemeiner Anwalt des Konkurses des Postmeisters Samuel Gustav Bohse Nebenbekl.: Cand jur. Dietrich Carl Bohse zu Wismar
Anwälte: Kl.: Dr. Johann David Lembcke (A & P) Bekl. & Nebenbekl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0503


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Signatur: (1) 0687
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Beleidigung
Alte Signatur: Wismar D 55 (W D n. 55)
Laufzeit: (1785) 29.04.1785-01.09.1785
Fallbeschreibung: Bekl. hat die Kl.in des Diebstahls von 4 Paar Strümpfen bezichtigt, weshalb diese sie vor das Kriminalgericht zieht und zur Abbitte auffordert. Das Gericht fordert Kl.in zum Eid auf, wogegen sie an das Ratsgericht appelliert. Da sie dort zur Bezahlung der Prozeßkosten verurteilt wird, queruliert sie an das Tribunal, bittet um Rücknahme der Beschimpfung , Schadens- und Kostenersatz sowie Prozeßführung im Armenrecht. Das Tribunal lehnt den Antrag am 01.09.1785 ab.
Prozessbeilagen: (7) Urteile des Kriminalgerichts vom 31.03.1785 und Ratsgerichts vom 20.04.1785; von Notar Friedrich Christoph Gustav Lehmann aufgenommene Appellation vom 23.04.1785
Instanzenzug: 1. Kriminalgericht 1785 2. Ratsgericht 1785 3. Tribunal 1785
Kläger: (2) Eleonora Elisabeth Diedrichs, Dienstmagd zu Wismar (Kl.in in 1. Instanz)
Beklagter: A.M. Wettengel, Ehefrau des Sekretärs Wettengel zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Christian Hinrich Christoph Wegener (A)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0687


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0686
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Schwängerung
Alte Signatur: Wismar D 53b (W D n. 53b)
Laufzeit: (1783) 10.12.1783-22.03.1784
Fallbeschreibung: Kämling hat Kl.in geschwängert und wird auf ihre Klage hin vom Kriminalgericht zu Schadensersatz, Unterhalt und Bezahlung der Prozeßkosten verurteilt. Dagegen appelliert Bekl. an das Ratsgericht, verstirbt aber während des Prozesses. Seine Witwe lehnt jede Verantwortung für die Tat ihres Mannes ab, das Ratsgericht verweigert den weiteren Prozeß. Dagegen appelliert Kl.in an das Tribunal, fordert Schadensersatz von Bekl. und erreicht am am 22.03.1784 ein Rescriptum de tollendo an den Rat.
Prozessbeilagen: (7) Protokoll des Kriminalgerichts vom 14.01.1783; Ratsgerichtsurteile vom 21.05., 03.10., 05.11. und 03.12.1783; von Notar Friedrich Christoph Gustav Lehmann aufgenommene Appellation vom 12.11.1783
Instanzenzug: 1. Kriminalgericht 1782-1783 2. Ratsgericht 1783 3. Tribunal 1783-1784
Kläger: (2) Eleonora Elisabeth Diedrichs, Dienstmagd zu Wismar (Kl.in in 1. Instanz)
Beklagter: N N Kämling, Kuhlengräber zu Wismar bzw. dessen Witwe für sich und ihre Kinder (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Christian Hinrich Christoph Wegener (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0686


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0685
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Bürgschaft
Alte Signatur: Wismar D 53 (W D n. 53)
Laufzeit: (1781) 18.04.1781-16.05.1781
Fallbeschreibung: Der aus Wismar entwichene Johann Nikolaus Kindt ist im Jahr 1777 in Schwerin als herzoglich mecklenburgischer Postmeister angestellt worden. Kl. hat sich auf Bitten Kindts mit 300 Rtlr für diesen verbürgt und hat Bekl. als Rückbürgen über dieselbe Summe gewonnen. Als die Bürgschaft 1780 bei der Flucht Kindts aus Schwerin fällig wurde, forderte die Schweriner Kammer von Kl. die Bezahlung der Bürgschaft, der sie jedoch an Bekl. als Rückbürgen verwies. Da Bekl. die Bezahlung verweigert, verklagt Kl. ihn vor dem Wismarer Rat auf Einhaltung des Vertrages. Das Ratsgericht verurteilt Bekl. zur Bezahlung, dieser ergreift restitutio in integrum und erbittet Aktenverschickung an eine Juristenfakultät. Der Rat gesteht dies zu, Kl. appelliert dagegen an das Tribunal, weil er die Verschleppung des Prozesses befürchtet. Das Tribunal weist die Querulation am 16.05.1781 ab und fordert Ratsgericht auf, für zügigen Prozeß zu sorgen.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteil vom 15.03.1681; von Notar Johann Friedrich Nölting aufgenommene Appellation vom 23.03.1781; Schreiben des N N Sengebusch an Dr. Koch vom 03.04.1781 und o.D.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1780-1781 2. Ratsgericht 1781 3. Tribunal 1781
Kläger: (2) Johann Danckwarth, Akziserat zu Rostock (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Jacob Caspar Ungnade, Weinhändler zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Johann Christian Koch (A)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0685


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0682
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Bezahlung der Prozeßkosten
Alte Signatur: Wismar D 51 (W D n. 51)
Laufzeit: 23.05.1780-03.11.1780
Fallbeschreibung: Da Bekl. durch das Tribunal angewiesen worden sind, den Kl.n ihre Prozeßkosten im Prozeß 0681 zu erstatten, machen Kl. ihre Kosten geltend und erbitten Mandat des Tribunals an Bekl. Da Witwe Wahrendorf Rechtsmittel einlegt (0681), verzögert sich die Bezahlung bis zum 02.09., als Kl. bitten, die Rechtsfrist für das angekündigte Rechtsmittel für abgelaufen zu erklären und das Urteil umzusetzen, da Bekl. ihren Schriftsatz nicht eingereicht hat. Das Tribunal folgt dem Antrag, setzt am 15.09. die Prozeßkosten fest und weist Bekl. zur Bezahlung an. Am 31.10. beschweren sich Kl., daß die Prozeßkosten noch nicht bezahlt sind und erbitten erneut Mandat, das sie am 03.11.1780 erhalten.
Prozessbeilagen: (7) Rechnungen über Advokatur (20 Rtlr 24 s) und Prokuratur (11Rtlr 32 s) im Prozeß 0681
Instanzenzug: 1. Tribunal 1680
Kläger: (2) Jan Dirck und Willem van Vollenhofen, Kaufleute zu Amsterdam
Beklagter: Witwe des Gabriel Christian Wahrendorf und Compagnie zu Wismar sowie Kaufmann Jordan als alleiniger Nachfolger der Handelsgesellschaft
Anwälte: Kl.: Johann Wilhelm Fürchtnicht (A), Dr. Friedrich Nürenberg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0682


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0680
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Prozeßkosten
Alte Signatur: Wismar D 50 (W D n. 50)
Laufzeit: (1780) 02.02.1780-27.05.1780
Fallbeschreibung: Bekl. ist vom Tribunal in zwei Instanzen zur Bezahlung der Prozeßkosten in Prozeß 0679 verurteilt worden, Kl. macht diese entsprechend geltend und erbittet ein Mandat an Bekl. Das Tribunal weist Bekl. am 05.02. an, sich mit Kl. über die Bezahlung zu einigen. Am 17.03. bezweifelt Bekl. die Höhe der Kosten und bittet um Moderation durch das Tribunal, das die Rechnungen am 18.03. auf 24 Rtlr, 27 Rtlr und 42 Rtlr heruntersetzt und Bekl. zur Zahlung anweist. Am 24.04. beschwert sich Kl. über noch nicht gezahlte Rechnung, am 25.05. erläßt das Tribunal einen Vollstreckungsbescheid an den Kanzlisten Anders. Am 27.05.1780 quittiert Kl. die Bezahlung und zeigt sie dem Tribunal an, daß die Quittung ad acta nimmt.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Unkosten des Kl.s (30 Rtlr 12 s) vom 01.02.1780; Advokaturrechnung (37 Rtlr 16 s) vom 02.02.1780; Prokuraturrechnung (45 Rtlr 8 s) vom 02.02.1780; von Tribunalspedell F.W. Schröder ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 05.02.1780
Instanzenzug: 1. Tribunal 1780
Kläger: (2) Georg Carl Dahlmann, Pächter zu Neuendorf
Beklagter: Heinrich Christopher Jörns, Amtmann auf Poel
Anwälte: Kl.: E.L. Pitschner aus Schwerin (A), Dr. Friedrich Nürenberg (P) Bekl.: N N Bötticher (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0680
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