-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  06.: 1. Kläger F
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 06. 1. Kläger F
128 Gerichtsakten   1   -   10   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0780
Prozessgegenstand: Mandatum arrestatorium Auseinandersetzung um Beschlagnahme von Sachen
Alte Signatur: Wismar F 10 (W F 1 n. 10)
Laufzeit: 12.06.1669-02.04.1670 (20. Jahrhundert)
Fallbeschreibung: Das Tribunal beauftragt den Fiskal am 12.06., die Sachen des Bekl., die dieser heimlich nach Rostock gebracht hat, dort beschlagnahmen zu lassen, bis Bekl. seine Geldstrafen bezahlt und alle Ansprüche an seine Habe befriedigt habe. Gleichzeitig unterstützt das Tribunal die Bitte Gabriel Lembkes an den Lübecker Rat, eventuell dorthin gebrachte Güter Hannolts in Lübeck beschlagnahmen zu lassen. Am 16.12. beschwert sich Ehefrau des Bekl. über die Beschlagnahme und erbittet Freigabe, die am 23.12.1669 erfolgt. Am 02.04.1670 empfängt Bekl. schließlich auch beschlagnahmte Schriftstücke zurück.
Prozessbeilagen: (7) Inventar der Güter Hannolts, die auf Poel in Beschlag genommen und in das Tribunalsgebäude gebracht wurden vom 13.07.1669; Empfangsquittungen Hannolts vom 15.07. und 23.12.1669, 02.04.1670, Bitte um Auslieferung von Wäsche des Bekl. vom 02.08. und 18.09.1669; maschinenschriftliche Zusammenfassung (20. Jh.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1669-1670
Kläger: (2) Fiskal des Tribunals, Gabriel Lembke, Kaufmann zu Wismar sowie mehrere Untertanen des Amtes Poel
Beklagter: Georg Paul Hannolt, Amtmann auf Poel
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0780


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3224
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar S 293, Nr. 1 (W S 8 n. 293, Nr. 1)
Laufzeit: (1734-1738) 18.09.1742-04.05.1743; 17.04.1759-
Fallbeschreibung: Schlaff legt eine Rechnung seines Mandanten über171 fl 9 Kreuzer für von ihm getätigte Ausgaben für den Residenten im Niedersächsischen Reichskreis Baron Carl Christoph von Strahlenheim vor und bittet, diese in die Ansprüche der anderen Gläubiger einzureihen. Der Bekl. fordert Beweise für die Richtgkeit der Rechnung, das Tribunal trägt dem Kl. am 21.09. auf, diese binnen 6 Wochen beizubringen. Am 27.02.1743 moniert der Bekl., daß der Kl. die Beweise nicht beigebracht hat und bittet, die Forderung für verfallen zu erklären. Das Tribunal setzt am 01.03. eine Frist von weiteren 6 Wochen, am 18.04. kommt der Kl. mit Beweisen ein, die das Tribunal am 03.05.1743 anerkennt und dem Bekl. mitteilt. Am 17.04.1759 erbittet Schlaff die Auszahlung der Konkurszinsen für die Jahre 1756-1758 und erhält diese am 04.05.1759. Am 04.07.1760 bittet Palthen erneut um Zinsauszahlung und erhält diese am 05.07.1760. Am 04.08.1777 bringt Palthen die Vollmacht der Erben Fabrices bei und fordert die Nachzahlung der Zinsen, die er am 06.08.1777 erhält. Am 21.01.1785 erbittet Palthen die Auszahlung der 96 Rtlr 3 d, die Fabrice laut Verteilungsplan des Konkurses zustehen. Eine Reaktion des Tribunals ist nicht überliefert.
Prozessbeilagen: (7) Auszug aus dem Liquidationsprotokoll des Strahlenheimschen Konkurses; Ausgabenrechnung vom 06.10.1734-29.12.1738; Vollmacht Fabrices für Palthen vom 28.03.1759; Blankoquittung Fabrices; Bescheinigung des Reichshofrats Andreas Edler von Stock über Erben Fabrices vom 31.01.1777; Blankoquittung vom 04.06.1777
Instanzenzug: 1. Tribunal 1742-1785
Kläger: (2) Andreas Gottlob von Fabrice, Reichshofratsagent zu Wien, ab 1777 dessen Erben
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des von Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte: Kl.: Dr. Carl Daniel Schlaff (A & P), seit 1759: Johann Franz von Palthen (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3224


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0814
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Ansprüche an einer Konkursmasse
Alte Signatur: Wismar F 40 (W F 2 n. 40)
Laufzeit: (1694-1695) 1695-09.12.1697; 17.01.1702-19.01.1702
Fallbeschreibung: Kl. ist mit einer Ladung Bier nach Danzig gesegelt, die ihm dort verdorben ist, hat aus Danzig eine Ladung Getreide nach Stockholm gebracht, die er nicht zum erhofften Preis verkaufen konnte und hat eine Ladung Eisen nach Wismar bringen wollen. Als er dort ankam, wurde ihm der Kredit gekündigt, seine Gläubiger streiten sich um die Aufteilung der Konkursmasse, wobei Kl. Anspruch auf die Ladung Eisen erhebt, da er Schröder verpflichtet hatte, nicht ohne Bezahlung der Ladung aus Stockholm abzureisen. Genaueres erhellt aus dem Fragment nicht. Am 15.03.1697 berichtet Registrator Scheffel über seine Kommission, die ihm am 12.02. aufgetragen worden war. Am 19.10.1697 reichen Bürgermeister und Rat von Stockholm das Verhörprotokoll von Johann Lorentson ein, am 06.12. reicht Kl. die Übersetzung nach, am 08.12.1697 fordert das Tribunal Bekl. zur Erwiderung auf. Am 17.01.1702 erklären August Hövel und Johann Schröder, daß sie das bereits bezahlte Eisen erneut bezahlen werden, das Tribunal fordert Kl. am 19.01.1702 zur Antwort auf, weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Quittung des Schiffers Martin Schröder zu Wismar über Empfang einer Ladung Eisen in Stockholm vom 20.08.1694; Taxationsprotokoll der Mobilien Schröders vom 03. und 04.05.1695; Verhörprotokolle des Johann Lorentsson vom 11.07.1696 und 15.09.1697 in Stockholm (schwedisch); Protokoll des Zeugenverhörs des Siegfried Adelheit vom 03.03.1697
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1695 2. Tribunal 1695-1697, 1702
Kläger: (2) Carl Frick
Beklagter: Gläubiger des Wismarer Schiffers Martin Schröder sowie einige Käufer einer Ladung Eisen
Anwälte: Kl.: Dr. Adam von Bremen (A & P) Bekl.: Dr. Christoph Gröning (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0814


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3217
Prozessgegenstand: Citationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar S 293 (W S 8 n. 293)
Laufzeit: (1707-1742) 06.03.1742-04.07.1743; 05.09.1755-
Fallbeschreibung: Am 06.03. bestellt das Tribunal Gröning als Gemeinen Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses und fordert ihn auf, alle Ansprüche der Gläubiger zu ermitteln. Gröning erbittet am 04.05. Edictal-Citationen an alle Gläubiger Strahlenheims. Das Tribunal erläßt am 08.05. ein Proclama und sendet Subsidialschreiben an die Räte von Hamburg und Braunschweig, dieses Proclama bekanntzumachen. Am 18.09. erklärt das Tribunalskollegium die Ansprüche aller Gläubiger, die sich nicht gemeldet haben, für verfallen und läßt den Anwälten 12 Wochen Zeit, um die Vollmachten ihrer Klienten beizubringen. Gerdes wird aufgetragen, Inventare über die Güter Strahlenheims anzufertigen und diese vorzulegen. Am 21.09. und 17.10. legt Gerdes die in Wismar, Hamburg und Braunschweig ausgehängt gewesenen Proclama vor, am 21.11. die Inventare der Strahlenheimschen Hinterlassenschaft und erbittet ein Schreiben an den Hamburger Auktionator wegen ungerechtfertigter Kosten und Überweisung dieser an die Konkursmasse. Am 27.02.1743 fordert der Bekl., die 8.000 Rtlr, die Strahlenheim vom Landdrost von der Lühe zu fordern hat, zur Konkursmasse zu schlagen. Das Tribunal beauftragt Gerdes am 01.03., binnen 6 Wochen beglaubigte Abschriften von zwei Obligationen beizubringen und erhält sie am 04.07.1743. Der Bekl. bittet am 27.02.1743 außerdem darum, Ladungen an alle Gläubiger auszustellen, um die Reihenfolge ihrer Ansprüche festlegen zu können. Das Tribunal versendet diese Ladungen am 01.03. an die Räte von Hamburg und Braunschweig, am 07. und 24.07. berichtet der Bekl. vom Erfolg der Proclama. Am 08.07.1743 nimmt das Tribunal die Reihung der Ansprüche vor und teilt sie den Kl.n mit. Am 05.09.1755 fordert Tribunal den Bekl. auf, binnen 6 Wochen die Namen und Vollmachten derjenigen Gläubiger beizubringen, für die er Zinsen erhoben hat. Am 06.12. benennt der Kl. seine Auftraggeber sowie weitere Anwälte, die für andere Mandanten die Zinsen erheben und bittet, die Zinsen für alle anderen Gläubiger in der Tribunalskanzlei zu deponieren. Letzteres gesteht das Tribunal am 27.01.1756 zu, außerdem lädt es die Gläubiger vor und erläßt Subsidiales an die Räte von Hamburg und Braunschweig, um die Proclama bekanntzumachen. Am 10.05. bittet der Bekl. um Fristverlängerung, da er noch keine Nachricht aus Hamburg und Braunschweig hat und erhält diese am selben Tag. Am 25.05. legt der Bekl. die Proclama aus Wismar, Hamburg und Braunschweig vor. Am 05.07. legt das Tribunal fest, daß der Bekl. die Gelder und Zinsen der Herren von der Lühe einzutreiben und zur Konkursmasse einzuliefern habe. Am 14.07.1756 und 08.07.1757 folgt der Bekl. dem für die jeweiligen Jahre und liefert die Zinsen in der Tribunalskanzlei ab. Am 05.09.1757 legt Johann Franz von Palthen die Vollmachten einiger Gläubiger vor, die er vertritt. Am 07.07.1758 berichtet der Bekl. über seine Bemühungen zur Kündigung des von der Lüheschen Kapitals und seinen Mißerfolg, das Geld auszahlen zu lassen. Am 16.09.1758 fordert das Tribunal den Bekl. auf, von der Lühe vor der Schweriner Justizkanzlei auf Auszahlung des Kapitals zu verklagen und vom Erfolg des Prozesses Bericht zu erstatten. Am 27.06.1760 zahlt der Bekl. die Zinsen für 1759 an die Tribunalskanzlei ein, die er aus dem Konkurs von der Lühes erhalten hat und berichtet über den langwierigen Prozeß vor der Schweriner Justizkanzlei. Das Tribunal ordnet am 01.07. die Anweisung der Zinsen an die Kl. an. Am 04.07. erbittet Palthen die Auszahlung der Zinsen für seine Mandanten und erreicht diese am 05.07.1760. Am 18.11.1762 berichtet der Bekl. erneut von dem Fortgang des Falles, der per Appellation der Schuldner an das RKG gelangt ist und dort von Dr. Kütemeyer als gemeiner Anwalt aller Gläubiger betrieben wird. Der Bekl. bittet um Auszahlung von 33 Rtlr als Honorar für Kütemeyer und erreicht diese am 19.11.1762. Am 14.12.1764 erbittet Palthen weitere 66 Rtlr Honorar und erhält diese am 18.12.1764. Am 18.09.1771 teilt Palthen mit, daß Gröning verstorben ist, der Prozeß gegen die von der Lühischen Erben durch diese vom RKG an den RHR gezogen wurde, das RKG aber Ende 1669 die Kreditoren als neue Besitzer der von der Lüheschen Güter eingesetzt haben. 1771 ist erstmals eine Auszzahlung von 262 Rtlr aus diesen Gütern möglich, die Palthen empfangen hat und an seine Mandanten austeilen will, für die anderen Gläubiger erbittet er, daß ein Anwalt benannt wird. Das Tribunal genehmigt am 20.09.1771 die Auszahlung an die Palthenschen Mandanten und verfügt die Deponierung des restlichen Geldes in der Tribunalskanzlei. Am 02.09.1772, 21.08.1773, 13.08.1774, 17.07.1775, 29.07.1776, 04.08.1777, 17.07.1778, 06.07.1779, 12.08.1780, 30.07.1781, 19.07.1782, 08.08.1783, 17.08.1784, 03.07.1785 und 23.02.1786 bittet Palthen um Anweisung wegen weiterer Zinsen und erhält diese am 11.09.1772, 21.08.1773, 15.08.1774, 20.07.1775, 31.07.1776, 06.08.1777, 22.07.1778, 13.07.1779, 30.08.1780, 04.08.1781, 26.07.1782, 12.08.1783, 20.08.1784, 11.07.1785 und 09.03.1786. Am 14.09.1773 legt Palthen die Stellungnahme des gemeinen Anwalts des von der Lühenschen Konkurses vor, die das Tribunal am 16.09.1773 zu den Akten nimmt. Am 25.10.1776 fordert das Tribunal Palthen auf, einen Verteilungsplan für das vorhandene Kapital aufzustellen, den dieser am 06.11. vorlegt und der vom Tribunal am 08.11.1776 bestätigt wird. Am 04.08.1777 legen die Erben Grönings die Rechnung über Einnahmen und Ausgaben ihres Erblassers in dem Fall vor, am 06.08. wird sie vom Tribunal akzeptiert. Am 04.08.1777 reicht Palthen mehrere Zeitungen ein, in denen er Erben zur Meldung aufgefordert hat und die das Tribunal am 06.08. zu den Akten nimmt. Am 12.11.1777 bittet Palthen nach Tod des Justizrates Grönings in Schwerin um die Bestellung Dr. Hertzbergs zum neuen gemeinen Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses, das Tribunal genehmigt dies am 14.11.1777. Am 11.10.1783 teilt Palthen mit, daß Dr. Hertzberg vorgeschlagen hat, die ehemaligen Güter der Familie von der Lühe zu verkaufen und einen Vergleich abzuschließen, um die Gläubiger zu befriedigen und bittet um den Konsens des Tribunals zu diesem Vergleich. Das Tribunal beauftragt Palthen am 17.10., den Konsens seiner Mandanten einzuholen und stellt ihnen die Annahme frei. Am 30.10. erbittet Palthen Kopie der von der Lüheschen Obligation an Strahlenheim, um die Auszahlung des Geldes zu beschleunigen und erhält diese am 02.11.1784. Am 07.01.1785 erbittet Palthen die Original-Schuldscheine von der Lühes, um die Auszahlung des Geldes durchsetzen zu können und erhält diese am 13.01. Am 21.01. legt Palthen einen Verteilungplan vor und bittet um dessen Bestätigung, die er am 18.03. erhält. Am selben Tag trifft das Tribunal für einige Gläubiger gesonderte Verfügungen, deren Forderungen in der Tribunalskanzlei deponiert werden sollen, und lädt diese Gläubiger per Bekanntmachung in Zeitungen und Aushang in Braunschweig vor. Am 03.07. berichtet Palthen über den Erfolg der Bekanntmachung Am 20.09. und 03.10. überprüft das Tribunal die Bekanntgabe der Ladungen und nimmt die Belege zu den Akten. Am 10.01.1786 trifft das Tribunal Verfügungen wegen einiger Gläubiger, die sich nicht gemeldet haben und schließt diese von allen weiteren Ansprüchen aus. Am 13.01. bittet Palthen um Anerkennung seiner Honorarforderungen und erhält diese am 09.03. Am 23.02. legt Palthen einen Verteilungsplan der Konkursmasse vor, der am 09.03.1786 vom Tribunal genehmigt wird.
Prozessbeilagen: (7) Auszug aus dem Liquidationsprotokoll vom 18.09.1742; von Notar Johann Adrian Weschen aufgenommenes Inventar der Mobilien des Barons von Strahlenheim in seinem Haus in Hamburg vom 30.09.1740; Auktionsprotokoll der Mobilien im Gesamtwert von 721 Mk.lüb. 8 s 6 d vom 27.10.1740; Aufstellung über Kosten der Auktion vom 27.10.1740; "Designation des Nachlasses des Verstorbenen Residenten von Strahlenheim ..." vom 26.11.1742; Vollmacht der Strahlenheimschen Gläubiger Johann Friedrich König, Dr. Johann Anthon Friedrich, Maria Elers, Johann Joachim Bühring, Joachim und Dietrich Albrecht Wesches, Jacob Bielefelt und Comp., H.H. Ridder, Anthon Cassal, Witwe Bahr, G.C. Böckel und N.C. von Ehrenstein für Bekl. vom 18.04.1748 sowie von Johann Heinrich Rehtmeier und Maria Louisa Rehtmeier für Bekl. vom 03.08.1748; Verteilungsplan der Konkursmasse; "Braunschweigische Anzeigen, Nr. 25, 1756; Vollmacht von Paul und Johann Bielfeld, der Witwe des Jochim Wesche und Anthon Cazal für Palthen vom 29.08.1757; Berichte des Notars August Wilhelm Rüdemann über geschehene Kündigung eines Kapitals beim Herrn von der Lühe zu Mulsow vom 09. und 18.01.1758; Bescheid der Schweriner Justizkanzlei vom 13.05.1760; Schreiben Palthens an Gröning vom 16.11.1762; Aufstellung, welche Gläubiger Palthen zur Erhebung der Zinsen bevollmächtigt haben und an diese ausgezahlte Gelder; Aufstellung über Prozeßkosten vom 29.08.1771; Schreiben Dr. Grönings aus Schwerin an Palthen vom 31.08.1772, 19.08.1773, 11.08.1774, 13.07.1775, 13.07.1776, 24.07.1777; Honorarforderungen Grönings vom 28.08.1772, 10.08.1774, 13.07.1775, 13.07.1776, 24.07.1777; Berechnung der Zinsgelder für die Jahre 1772-1785; Schreiben C.F. Kütemeyers an Palthen vom 05.02.1776; Honorarforderungen Grönings und geleistete Bezahlungen 1742-1769; Honorarrechnungen Grönings für Advokatur und Prokuratur 1768-1770; 1755-1762; "Altonaischer Mercurius" vom 20.01.1777, 06.03.1777 und 01.05.1777; "Hamburgische Neue Zeitung" vom 15.01., 04.03. und 16.04.1777; Schreiben Dr. Hertzbergs an Palthen vom 14.07.1778, 04.07.1779, 07.08.1780, 19.07.1781, 27.06.1782, 14.07.1783, 16.08.1784, 30.01.1786; Honorarforderungen Hertzbergs vom 14.07.1778, 04.07.1779, 07.08.1780, 19.07.1781, 27.06.1782, 14.07.1783, 16.08.1784, 30.01.1786; Vergleichsvorschlag und Nachtrag der von der Lüheschen Erben vom 25.09.1783; Protokoll der Vergleichsverhandlungen in der Schweriner Justizkanzlei vom 23.09.1783; Puncte zum Vergleich und respective Cessions- und Verkaufs=Handel; Aufstellung über Zinszahlungen 1770-1783; Status Passivorum nach einer unpräjudizierlichen Priorität im von der Lühe-Pantzow-Mulsowschen Debit=Wesen; Obligationen des Hauptmanns Jochim Friedrich von der Lühe vom 12.06.1710, 06.06.1708, Anthoni 1707; Verteilungsplan Palthens für die Gläubiger des Strahlenheimschen Konkurses vom 21.01.1785; Aufschlüsselung der Kosten des Verfahrens zwischen 02.10.1783 und 10.01.1785; Advokaturrechnung 02.07.1783-06.10.1784; Schreiben Hertzbergs an Palthen vom 17.01.1785; Quittung der Tribunalskanzlei vom 18.03.1785; Subsidial des Tribunals an den Rat zu Braunschweig vom 18.03.1785; Schreiben J.H. Hallards an Palthen vom 03.07.1785; Entwurf Palthens für eine Zeitungsanzeige in der Stockholmer Zeitung; Protokoll der Tribunalssitzung vom 20.09.1785; Wismarsche privilegierte wöchentliche Anzeigen und Nachrichten" vom 31.03.1785; Stockholms Post=Tidningar" vom 28.07., 04.08. und 05.09.1785; Inrikes Tidningar" vom 08. und 22.08., 01.09.1785; "Altonaischer Mercurius" vom 08.04., 16.06. und 04.08.1785; Staats= und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen Correspondenten" vom 16.04., 15.06. und 13.08.1785; "Braunschweigische Anzeigen" vom 14.05.1785; Kostenaufstellung Palthens vom 10.03.1785-10.01.1786; Rechnungen der Bodmerschen Buchhandlung zu Wismar vom 04.04.1785, des schwedischen Postamts zu Hamburg vom 26.08.1785, des Postamtes zu Wismar vom 21.10.1785; "Distributionsausrechnung"
Instanzenzug: 1. Tribunal 1742-1786
Kläger: (2) Dr. med. Johann Anthon Friderici, Fähnrich Jochim Wesche, Dietrich Albrecht Wesche, Niclas Hinrich von Ehrenstein in ehelicher Vormundschaft seiner Frau Maria Elisabeth von Teet, Witwe des Superintendenten Dr. Quistorp, Hermann Albrecht von Schuckmann, Assessor am Tribunal, Kanzleirat von Bahr, Erben des Prokurators Dr. Jacob Gerdes, Reichshofratsagent von Fabrice, Dr. Georg Friedrich Amsel aus Schwerin, Witwe des Dr. Rethmeier aus Braunschweig, Maria Theodosia Hoppe, Lic. August Becker, Ratsherr zu Halle, Commissarius Ridder zu Braunschweig, Anthon Catzel, Major Boeckel zu Petershof, Johann Friedrich von König, Johann Franz Rönckendorf aus Braunschweig, Jacob Bielefeld und Companie, Nicolas Witte und Schultz, Albrecht Eslers Witwe und der Schneider Siemann als Gläubiger des verstorbenen Hofrates und Residenten der schwedischen Krone im Niedersächsischen Reichskreis Carl Christoph von Strahlenheim
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning, gemeiner Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses, seit 1771 Dr. Gröning in Schwerin, seit 14.11.1777 Dr. Hertzberg zu Schwerin
Anwälte: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P), seit 1756 Johann Franz von Palthen (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3217


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3236
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar S 293, Nr. 13 (W S 8 n. 293, Nr. 13)
Laufzeit: (1740) 10.10.1742-11.05.1743; 03.02.1777-
Fallbeschreibung: Der Kl. war der Arzt des verstorbenen Residenten im Niedersächsischen Reichskreis Carl Christoph von Strahlenheim und macht für dessen Behandlung und Medikamente 154 Mk. lüb. 1 s geltend. Das Tribunal fordert den Bekl. am 12.10.1742 auf, sich binnen 6 Wochen zu der Rechnung zu äußern. Am 28.02.1743 moniert der Bekl., daß der Kl. Kosten in die Rechnung aufgenommen hat, die dort nicht hineingehören. Das Tribunal weist den Kl. am 01.03. an, die Rechnung entsprechend zu ändern und erhält die geänderte Rechnung am 18.04.1743. Am 02.03.1777 meldet Palthen die Ansprüche Dr. Willes auf die Zinszahlungen an, am 04.08. beweist er, daß Wille noch am Leben ist, erbittet die Zinszahlungen und erhält diese am 06.08.1777. Am 21.01.1785 erklärt Palthen, daß Wille in Rußland verstorben ist und über seine Erben nichts bekannt sei und erbittet Entscheidung des Tribunals, was er mit dem Geld des Kl.s machen solle. Am 24.03. legt Palthen Berechnung über Forderungen des Kl.s und seine Ausgaben vor, bittet um Bestätigung und erhält diese am 30.03.1785. Da der Aufenthaltsort der Erben der Kl. unklar ist, legt Palthen am 13.01.1786 seine Berechnung über die Aufteilung der dem Kl. zustehenden 61 Rtlr 20 s unter die anderen Gläubiger vor, bittet um Bestätigung und erhält diese am 09.03. Am 11.03.1786 erbittet Palthen die Auszahlung der Summe und erhält sie am selben Tag.
Prozessbeilagen: (7) Arzt- und Medikamentenrechnung 20.01.1740-09.08.1740 über 154 Mk. lüb. 1 s; berichtigte Rechnungen über 140 Mk. lüb. 5 s und 13 Mk. lüb. 9 s; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Gerdes vom 11.05.1743; "Hamburgische Neue Zeitung" vom 15.01.1777; Vollmacht Dr. Willes für den Hamburger Kaufmann Johann Dietrich Ahlers vom 05.09.1768; Brief Dr. Willes an Palthen vom 23.02.1777; Schreiben Dr. Boltes aus Hamburg an Palthen vom 10.11.1783; Zinseinnahmen des Kl.s; Kosten Plathens vom 19.01.1777-24.03.1785
Instanzenzug: 1. Tribunal 1742-1786
Kläger: (2) Dr. med. Johann Anthon Friderici, Arzt zu Hamburg, ab 1777 dessen Erbe Dr. Johann Hermann Wille, 1. Medikus des kaiserlich russischen Gouvernements in Polozk
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P); seit 1777: Johann Franz von Palthen (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3236


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0794
Prozessgegenstand: Citationis Auseinandersetzung um Rechnungslegung und Vereinbarkeit von Ämtern
Alte Signatur: Wismar F 22 (W F 1 n. 22)
Laufzeit: (1673-1682) 03.04.1682-21.12.1686,
Fallbeschreibung: Bekl. hatte, bevor er in den Greifswalder Rat gewählt wurde, die "administration der Münchkirchenrechnung" und des Georgenspitals inne. Obwohl Visitationsabschiede und Bürgervertrag dies verbieten, legt er die Verwaltung bei Antritt der Ratswürde nicht nieder, sondern behält sie bei, legt aber seither keine Rechnung mehr. Zudem pachtet er die Stadtdörfer Wackerow und Petershagen, obwohl dies einem Ratsherrn ebenfalls verboten ist. Fiskal erfährt davon, weil Bekl. und andere Amtsinhaber den Landrat Hoyer der Kollboration mit Kurbrandenburg denunziert haben und Hoyer nun seinerseits die Vergehen der Greifswalder Ratsmitglieder aufdeckt. Fiskal bittet um Vorladung des Bekl. und Verhör auf vorgelegte Artikel. Das Tribunal lädt Bekl. am 05.04. auf den 07.04. vor. Am 06.04. bitten Bekl., Bernhard Diekmann und Erich Engelbrecht darum, die Fragen schriftlich beantworten zu dürfen. Das Tribunal lehnt dies am selben Tag ab, am 07.04. erbitten Bekl. Fristverlängerung, die am selben Tag abgelehnt wird. Am 07.04. erscheint Bekl. vor dem Tribunal, antwortet auf die Anklagepunkte und erbittet Kopie, die ihm am 08.04.1682 gewährt wird. Am 22.01.1683 faßt Kl. die Anklage zusammen und erbittet Bestrafung des Bekl., das Tribunal fordert Bekl. am 27.01. zur Erwiderung auf. Am 24.04. und 16.06. erbittet Bekl. Fristverlängerung, die er am 04.05. und 29.06. erhält. Am 06.12. erbittet Kl. Urteil, am 07.12.1683 schließt das Tribunal die Beweisaufnahme. Am 18.01.1684 bittet Bekl. Beweisaufnahme wieder zu eröffnen, am 28.01. gestattet Tribunal dies. Am 28.03. bittet Kl. um Mandat an Landrat Dr. Hoyer, ihm verschiedene Beweise in der Sache zuzusenden und erhält dies am 01.04. Am 22.05. bittet Kl., Bekl. vom Greifswalder Hofgericht noch einmal über bestimmte Artikel zu befragen, das Tribunal lehnt dies am 02.06. ab. Am 05.07. trägt Kl. weitere Beweise gegen Bekl. vor und erbittet Kommission an Greifswalder Hofgericht zum Zeugenverhör. Am 08.07. wird Bekl. zur Erwiderung aufgefordert, am 27.07. erbittet Kl. erneut Kommission an das Hofgericht, die am 17.09. ergeht. Am 15.10. erbittet Kl. Urteil, da Bekl. die Frist zur Erwiderung hat verstreichen lassen, wird aber auf das am 27.10. positiv beschiedene Gesuch des Bekl. vom 18.10. um Fristverlängerung verwiesen. Am 09.12. erbittet Bekl. erneut Fristverlängerung, die er am 21.12.1686 erhält. Am 15.04.1689 erbittet Kl. Erneuerung der Kommission und Prozeßbeschleunigung und erreicht diese am 08.07.1689. Am 26.05.1690 bittet Kl. Hofgericht aufzutragen, das Zeugenverhör durchzuführen und erreicht am 27.05. entsprechendes Mandat. Am 19.06. und 01.09. erbittet der Greifswalder Rat Fristverlängerung und erhält sie am 21.06. und 02.09. Am 25.10. bittet Kl., das Zeugenverhör endlich durchzuführen und erreicht Mandat am 31.10.1690. Am 17.01.1691 erbittet Kl. Urteil, da Gegenseite Prozeß verschleppt. Am 30.01. fordert Tribunal Hofgericht erneut zum Zeugenverhör auf, am 21.10. bittet Kl. um erneutes Mandat an Hofgericht wegen des Zeugenverhörs, das er am 29.10.1691 erhält. Am 09.02.1692 berichtet dieses von erfolgtem Zeugenverhör, am 02.04. erbittet Kl., bisher unterbliebene Befragung eines Zeugen durchzuführen, der sich in Anklam aufhält, und erhält am 16.04.1692 ein Commissorium an den Rat zu Anklam. Weiteres erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Articuli Inquisitionales vom 03.04.1682; Prozeßvollmacht des Bekl. für Dr. Gerdes vom 13.03.1683; Mitteilung des Greifswalder Ratssekretärs Simon Hermann aus den Ratsprotokollen vom 07.11.1677; Auszug des Pachtvertrages zwischen Greifswalder Rat und Georg Schmiterlow über Wackerow vom 30.06.1673; von Sekretär Mathias Sacco aufgenommene Befragung des Christoph Kiekebusch vom 23.06.1677; Auszüge aus Sitzungsprotokollen des Greifswalder Rates vom 28.06. und 11.07.1677; Schreiben des Caspar Hoyer an Bekl. vom 10.05.1677; von Tribunalsbote Valentin Kettner bzw. Notar Eberhard Essing ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 30.09.1686 und 29.11.1690 bzw. 11.02.1691; Schreiben Eberhardt Essings an Kl. vom 13. und 24.05.690
Instanzenzug: 1. Tribunal 1682-1686, 1689-1692
Kläger: (2) Gottfried Christian Michaelis als Fiskal des Tribunals
Beklagter: Nikolaus Georg Schmiterlow, Bürgermeister zu Greifswald
Anwälte: Bekl.: Dr. Bernhard Diekmann (A), Dr. Jacob Gerdes (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0794


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0853
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar F 76 (W F 3 n. 76)
Laufzeit: (1685-1724) 16.02.1724-08.05.1726,
Fallbeschreibung: Bekl. war mit der mittlerweile verstorbenen Ehefrau des Kl.s verheiratet, hat sich aber von ihr scheiden lassen mit dem Versprechen, ihr ihre gesamte Habe, die sie mit in die Ehe gebracht hat, zurückzugeben. Dieses Versprechen hat er nicht gehalten, vor dem Lübecker Rat, der die Ehe geschieden hat, hat er sich auf keinen Prozeß eingelassen, weshalb Kl. ihn vor dem Tribunal verklagt und die Bezahlung von 4.344 Rtlr 39 s fordert. Kl. bittet um Zahlungsaufforderung an Bekl. innerhalb von 3 Wochen mit Androhung der Vollstreckung. Das Tribunal fordert Bekl. am 18.02. zur Erwiderung binnen 6 Wochen auf. Am 17.02. geht ein Promotorial des Lübecker Rates für Kl. ein, der am 15.04. das Tribunal bittet, Bekl. erneut zur Antwort aufzufordern. Das Tribunal folgt dem am 17.04., am 31.05. fordert Bekl., dass Kl. einen Prokurator benenne und gerichtliche Kaution bestelle. Das Tribunal fordert Bekl. am 13.06. zur Antwort in der Sache auf und weist Kl. entsprechend an. Am 22.08. weist Bekl. Forderungen als überzogen zurück, stellt Gegenforderungen auf und bittet, Klage abzuweisen. Das Tribunal teilt Kl. dies am 25.08. mit und erbittet dessen Antwort, die am 17.10. eingeht und in der Kl. auf seiner Klage besteht. Das Tribunal fordert Bekl. am 18.10.1724 zur Antwort auf, am 11.12. bittet Kl., diese Forderung zu erneuern und erreicht am 13.12.1724 ein erneutes Mandat an Bekl., der am 23.01.1725 alle Forderungen zurückweist. Das Tribunal schließt am 29.01. die Beweisaufnahme, am 23.02. und 09.11.1725 erbittet Kl. Prozeßbeschleunigung, am 11.02.1726 verurteilt das Tribunal Bekl., sich in der Hauptsache zu erklären und alle bisher verursachten Prozeßkosten zu übernehmen. Am 22.03. kündigt Bekl. an, gegen das Urteil restitutio in integrum ergreifen zu wollen, erbittet aber zunächst Fristverlängerung, die er am 23.03. erhält. Am 29.04.1726 trägt er vor, warum er die Klage abweisen will. Am 24.10.1737 melden sich Erben des Kl.s und tragen ihre Ansprüche an das Erbe vor, woraufhin Tribunal Bekl. am 01.11. zur Antwort auffordert, der am 25.11.1737 von einem an Schweriner Justizkanzlei anhängigen Prozeß zwischen den Parteien berichtet und sich weigert, auf die Klage einzugehen. Am 20.01.1738 erbitten Kl. Prozeßbeschleunigung, am 21.04. bestätigt das Tribunal sein Urteil von 1726 und fordert Kl. auf nachzuweisen, daß sie die einzigen Erben sind. Am 31.10. berichtet Dr. Gerdes, daß Großmutter der Kinder des verstorbenen Ehepaars Fyhn noch am Leben sei und ihn mit ihrer Vertretung beauftragt habe. Am 14.11.1738 fordert das Tribunal die Witwe Scheffels zur Stellungnahme auf, am 01.05.1739 erneuert es sein Mandat auf Bitte der Kl. vom 28.04.1739. Am 15.06. bittet Bekl. um Fristverlängerung, die sie am 17.06. erhält. Am 19.11. weist Bekl. alle Ansprüche zurück und fordert ihrerseits 2.581 Rtlr 27 s von Kl.n. Das Tribunal fordert Kl. am 24.11.1739 zur Antwort auf, die am 10.02.1740 eingeht und in der Kl. auf ihrem Anspruch bestehen. Das Tribunal fordert Bekl. am 11.02. zur Antwort auf, da Bekl. nicht reagiert, erbittet Kl. am 29.03. erneut Mandat an sie und erhält es am 31.03. Am 16.05. bekräftigt Bekl. ihren Standpunkt und erbittet Urteil. Am 04.07. erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, am 17.10. lädt das Tribunal Parteien auf den 15.11.1740 zum Vergleich vor. Am 19.09. lehnt Kl.in den Vorschlag der Bekl. zum Vergleich ab. Das Tribunal fordert Bekl. am 22.09. daraufhin zur Antwort auf., die am 30.10. eingeht und in der Bekl. den Brief der Kl.in zu sehen fordert, den sie am 11.11.1741 erhält. Am 22.01.1742 erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, das Tribunal vertröstet Parteien bis zum Entscheid der Intervention der Witwe des Hofrats Lembcke aus Parchim (Nr. 0856). Am 09.03.1742 wiederholt Kl. sein Gesuch, wird aber am 13.03. abgewiesen. Am 09.07. erbittet Witwe Lembcke ein Urteil in der Hauptsache, um zu ihrem Urteil zu kommen, am 22.10.1742 legt das Tribunal die Höhe der gegenseitigen Forderungen fest und fordert Bekl. auf, Kl.in binnen 6 Wochen 1.117 Rtlr 6 s zu bezahlen vorbehaltlich weiterer Beweise. Am 03.12. ergreifen beide Parteien dagegen restitutio in integrum, erbitten aber Fristverlängerung zum Einreichen des Schriftsatzes, die sie am 03. bzw. 05.12.1742 erhalten. Am 14.01., 18. und 25.02. erbitten beide Parteien Fristverlängerung, die sie am 16.01., 20. und 27.02.1743 erhalten. Am 06. und 08.04. begründet Kl.in ihre weitergehenden Ansprüche an Bekl., das Tribunal fordert Bekl. am 22.04. zur Antwort auf. Diese trägt am 08.04. ihre Einwände gegen das Urteil vor und bittet, ihr die Zahlung der Zinsen zu erlassen, weil sie dadurch ins Elend gestürzt würde. Am 29.04. erbitten beide Seiten Prozeßbeschleunigung, am 15.06. fordert Kl.in Bezahlung ihrer Forderung samt Zinsen binnen 6 Wochen bei Strafe der Vollstreckung und erreicht am 18.06. ein Mandatum de solvendo auf das Kapital. Am 08.07. bitten Parteien erneut um Prozeßbeschleunigung, am 04.10. bittet Kl.in um Vollstreckung ihrer Forderung, das Tribunal erteilt dem Kanzlisten Lehmann am 15.10. ein entsprechendes Mandat. Am 21.10.1743 bestätigt das Tribunal sein Urteil. Am 02.12. macht Bekl. Zweifel geltend an der Richtigkeit einiger Obligationen, zu deren Bezahlung sie verpflichtet worden ist und stellt ihrerseits Gegenforderungen auf. Das Tribunal fordert Kl. am 04.12. zur Erwiderung auf. Am 12.12. beschwert sich Kl., daß Zinsen des Kapitals noch nicht bezahlt seien und erhält am 17.12.1743 das erbetene Mandat zur Zahlung binnen 3 Wochen. Am 22.05.1756 erbittet Dr. Gerdes Kopie eines Aktenstücks für seine Unterlagen. und erhält diese am 24.05.1756.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Brautschatz der Anna Margaretha Scheffel, geb. Lembcke (6.148 Rtlr 33 s); vom Lübecker Rat vermittelter Vergleich zwischen den Eheleuten Scheffel vom 29.07.1713; Quittung des Bekl. vom 29.07.1713; Urteil des Lübecker Rates (auf Grundlage eines Rechtsgutachtens der Juristenfakultät Frankfurt a.d.Oder) vom 10.02.1719; Lübecker Ratsurteile vom 22.02., 10.04., 19.10.1720; Auflistung der Forderungen des Kl.s an Bekl. (4.344 Rtlr 40 s); Urteil des Lübecker Rates (auf Grundlage des Rechtsgutachtens der Juristenfakultät Helmstedt) vom 22.02.1720; von Tribunalspedell Jürgen Müller ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandat vom 22.02. und 20.10.1724, 20.11.1738, 19.06.1743; Prozeßvollmacht des Kl.s für Tanck vom 15.03.1724; Aufstellung der Güter, die Kl. seiner Exfrau zurückgegeben hat vom 30.07.1713; Obligation der Anna Margaretha Fyhn über 70 Rtlr vom 18.08.1720; Prozeßvollmacht der Kl. für Dr. Gerdes vom 19.02.1738; Prozeßvollmacht der Abele Gröndbeck für Dr. Gerdes vom 21.10.1738; Zeugnis des Rates von Kopenhagen über die Verwandtschaftsverhältnisse der Abele Gröndbeck vom 22.08.1738 (dän.); Bestätigung des Hilarius Holm, Pastor primarius zu Christianshavn über am 12.03.1728 durchgeführtes Begräbnis des Povel Fyhn vom 04.08.1738 (dän.); Auszüge aus dem Kirchenbuch von Taarnbye 1685-1729 (dän.); Aufstellung über Forderungen der Abele Gröndbeck vom 31.10.1738 (6.502 Rtlr 24 s); Schreiben H.G. Scheffels an seine Ehefrau vom 14.06.1714; Mitteilung des Dr. Röder aus Lübeck vom 14.05.1726; Schreiben des Dr. Lawson an Dr. Gerdes vom 30.05.1739; Prozeßvollmacht der Margarethe Elisabeth Scheffel für Dr. Gröning vom 04.07.1740; Schreiben des Dr. Lawson an Dr. Gerdes vom 12.08.1741; Auszug aus einem Brief der Abele Gröndbeck an Gerdes vom 28.07.1741; Mandat der Schweriner Justizkanzlei an Kl. vom 22.03.1722; Supplik H.G. Scheffels an Schweriner Justizkanzlei vom 19.03.1720; Schreiben Scheffels an Sekretär Lembcke vom 13.01.1720; Schreiben H.G. Scheffels an Bürgermeister Caspar Lembcke vom 12.12.1721; Forderungen H.G. Scheffels an Sekretär Lembcke vom 06.09.1719; Quittung H.G. Scheffels vom 02.08.1713; Vollmacht der Kl.in für Dr. Gerdes vom 03.09.1743
Instanzenzug: 1. Tribunal 1724-1726 2. Tribunal 1726, 1737-1742 3. Tribunal 1742-1743, 1756
Kläger: (2) Paul Fyhn oder Fühn, kgl. dänischer Kommissar, seit 1737 Caspar Lembcke und Maria Elisabeth Lembcke, Witwe des Sekretärs Gerdes als Erben der Anna Margaretha Lembcke, seit 1738 Abele Gröndbeck, Witwe des Prof. Esaias Fleischer zu Kopenhagen
Beklagter: Hinrich Gustav Scheffel, ehemaliger mecklenburgischer Kanzleirat, zu Wismar, seit November 1738 seine Witwe Margarethe Elisabeth, seit Dezember 1742 Ehefrau des Kammerrates Paulsen
Anwälte: Kl.: Dr. Hinrich Tanck (A & P), seit 1737: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Johann Hinrich Lüers (A), Dr. Carl Christoph Gröning (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0853


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0868
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Vorrang im Konkurs
Alte Signatur: Wismar F 83 (W F 3 n. 83)
Laufzeit: (1710-1726) 15.01.1727-06.03.1727,
Fallbeschreibung: Kl. erhebt Anspruch auf 250 Mk. lüb., die er von seiner Mutter bzw. deren Bruder geerbt hat in einem Haus, das Müller aus dem Konkurs des Stiefvaters des Kl.s, Johann Steinpfort, beansprucht. Da Ansprüche des Kl.s älter sind als die des Bekl., dies vom Ratsgericht in zwei Instanzen aber nicht berücksichtigt wurde bei seinem Urteil, appelliert Kl. an das Tribunal. Das Gericht fordert die Akten der Vorinstanz am 25.02. an und erhält sie am 06.03.1727. Am 04.07. und 17.10.1735 bittet Kl. um Prozeßbeschleunigung, am 12.01.1736 lädt das Tribunal Bekl. vor, am 23.01.1736 bestätigt es das Urteil des Ratsgerichts, am 07.03.1736 sendet es die Akten an den Rat zurück.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 17.07. und 27.11.1726; von Notar Johann Philipp Treffner aufgenommene Appellation vom 05.12.1726; Restituions-Schriftsatz des Kl.s an Ratsgericht vom 29.08.1726; Auszug aus dem Vergleich vom 04.07.1710; Rationes decidendi des Wismarer Ratsgerichts; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Schlaff vom 30.06.1735
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1726 2. Ratsgericht 1726 3. Tribunal 1727, 1735-1736
Kläger: (2) David Funcke (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Erben des Amtmanns Jochim Hinrich Müller (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Cajus Matthias Arendt (A & P), seit 1735: Dr. Carl Daniel Schlaff (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0868


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0850
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar F 73 (W F 3 n. 72)
Laufzeit: (1716-1721) 25.06.1722-07.07.1722;
Fallbeschreibung: Kl. haben Bekl. im Jahr 1716 Stoffe im Wert von 23 Rtlr 32 s geliefert, dafür aber immer noch keine Bezahlung erhalten, weshalb sie um ein Mandat an Bekl. bitten, binnen 14 Tagen zu zahlen. Am 06.07. fordert das Tribunal Bekl. zur Zahlung auf oder lädt ihn widrigenfalls für den 01.09.1722 vor zur Prüfung der vorgelegten Obligation. Am 10.07.1727 erneuern Kl. ihren Antrag und erbitten Vollstreckung ihrer Forderung inkl. Bezahlung der Prozeßkosten. Am 11.07.1727 erhalten sie das gewünschte Mandat.
Prozessbeilagen: (7) Rechnung vom 20.06.1716; Obligation des J. von Zülow vom 20.02.1721; von Notar Philipp Heinrich Pladecius ausgestellte Erklärung über die Übergabe eines Tribunalmandates durch Boten Hinrich Henck vom 11.07.1722; Prozeßkostenrechnung der Kl.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1722, 1727
Kläger: (2) N N Francke und N N Schröder, Kaufleute zu Schwerin
Beklagter: Kapitän J. von Zülow zu Strameus im Amt Neukloster
Anwälte: Kl.: Dr. Erich Hertzberg (A & P), seit 1727: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0850


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0894
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um das forum competens
Alte Signatur: Wismar F 107
Laufzeit: (1653-1752) 13.01.1752-16.09.1754,
Fallbeschreibung: Kl. haben erfahren, daß sich Advokat Rüdemann mit der Tochter des verstorbenen Bürgermeisters Voigt verheiratet hat. Da dies ohne ihre Zustimmung und außerhalb Wismars geschah, hat der Prokurator Civitatis Klage vor dem Ratsgericht erhoben. Diese wird dadurch gestört, daß der Prozeß durch den Fiskal vor das Tribunal gezogen worden ist. Kl. protestieren aufgrund ihrer Gerichtsprivilegien dagegen, beweisen anhand bisherigen Gebrauchs, daß sie Rüdemann vor ihr Ratsgericht hätten ziehen dürfen und bitten, dem Ratsprozeß seinen Lauf zu lassen. Das Tribunal fordert Bekl. am 18.03. zur Erwiderung auf. Am 19.04. rechtfertigt dieser seinen Prozeß vor dem Tribunal mit der Tribunalsordnung und dem bisherigen Gebrauch und weist die Klage zurück, am 20.04. fordert das Tribunal Kl. zur Antwort auf. Am 28.06. und 19.10. beschwert sich Bekl. über nicht erfolgte Antwort, das Tribunal fordert Kl. am 05.07. letztmalig zur Erwiderung auf, die Reaktion des Gerichts vom 31.10. erhellt nicht, da ein Exjudicialprotokoll von diesem Tag, auf das verwiesen wird, nicht beiliegt. Am 26.12.1752 geht ein Schreiben des schwedischen Königs an das Tribunal ein, in dem Kl. aufgefordert werden, das Urteil des Tribunals abzuwarten und zu akzeptieren. Am 19.02.1753 bittet Bekl. darum, das Mandat des Tribunals an Kl. zu wiederholen, da bisher keine Reaktion erfolgt sei. Das Tribunal fordert Kl. am 20.02. ultimativ zur Erwiderung auf, Kl. erbitten am 05.04. Fristverlängerung und erhalten diese am 07.04. Am 12.05. beharren Kl. auf ihrer Sicht und begründen sie mit dem Gebrauch am Reichskammergericht, woraufhin das Tribunal Bekl. am 15.05. zur Erwiderung auffordert. Am 03.07. widerlegt Bekl. die Forderungen der Kl., woraufhin das Tribunal am 04.07. die Beweisaufnahme schließt. Am 09.07. und 22.10.1753 erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, am 21.01.1754 urteilt das Tribunal, daß es auch erstinstanzlich für die Advokaten am Tribunal zuständig sei. Am 01.03. ergreifen Kl. Revision gegen dieses Urteil, die das Tribunal am 12.03. zuläßt und zur Deponierung von 300 fl. auffordert. Am 08.03. erbitten Kl. Erklärung des Urteils bzw. Vergleichsverhandlungen, am 12.03. erklärt das Tribunal sein Urteil, am 29.03. erbitten Kl. weitere Erklärung, die das Tribunal am 03.04. zurückweist. Am 30.04. teilen Kl. mit, sie hätten die geforderte Summe deponiert und kündigen den Schriftsatz zur Revision an, der am 21.06. eingeht. Das Tribunal fordert Bekl. am 25.06. zur Antwort auf. Diese geht am 05.09. ein, Bekl. bekräftigt ausführlich seine bisherigen Argumente. Das Tribunal schließt die Beweisaufnahme am 10.09.1754. Am 12.07.1799 fordert das Tribunal Kl. auf, angesichts der anstehenden Visitation des Tribunals, bei der die Revision behandelt werden soll, die zwischenzeitlich zurückerstatteten Succumbentzgelder" in der Kanzlei einzuzahlen.
Prozessbeilagen: (7) Auszug aus dem Wismarer Huldigungsrezeß vom 14.06.1653; von Dr. Ungnade ausgestellte Quittungen für Tribunalsmandate vom 20.04. und 06.07.1752; Schreiben Adolf Friedrichs von Schweden an Tribunalspräsidenten von Putbus vom 16.11.1752; Prozeßvollmacht des Rates für Dr. Ungnade vom 16.06.1753; Quittung des Registrators J.C. Kütemeyer vom 29.04.1754; Auszug aus Ludolffs Obersv. for.; Auszug aus kgl. Resolutionen für Stadt Wismar vom 24.2.1653 und 14.07.1663
Instanzenzug: 1. Tribunal 1752-1754 2. Tribunal 1754, 1799
Kläger: (2) Bürgermeister und Rat zu Wismar
Beklagter: Fiskal des Tribunals
Anwälte: Kl.: Johann Ehrenfried Dahlmann (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0894
128 Gerichtsakten   1   -   10   »