-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  15.: 1. Kläger O
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 15. 1. Kläger O
55 Gerichtsakten   1   -   10   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0030
Prozessgegenstand: (5) Appellationis Auseinandersetzung um Besitz an einem Haus
Alte Signatur: Wismar A 6 (W A 1 n. 6)
Laufzeit: (1681-1685) 29.10.1685-19.05.1686
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s um Verlängerung der Frist zum Einreichen seiner Appellation vom 29.10. und erfolgter Zusage des Tribunals vom 03.11., trägt er am 07.12.1685 seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor. Nach dem Konkurs seines Vaters hatte der Rat auf Drängen der Bekl., die umfangreiche Forderungen in dessen Haus in der Krämerstraße zu stehen hatten, das Haus mit Zubehör an den früheren Mieter Olaf Rottmann versteigern lassen. Kl. fordert sein väterliches Erbe zurück und bemängelt, daß er bei Verkauf des Hauses nicht bevorzugt behandelt worden und die Versteigerung unnötig gewesen sei. Das Tribunal fordert das Ratsgericht am 26.02.1686 zur Einsendung der Akten der Vorinstanz auf und erhält diese am 16.03. Am 18.05.1686 lehnt das Tribunal die Eröffnung des Appellationsprozesses ab.
Prozessbeilagen: (7) von Notar Erich Schilling aufgenommene Appellation vom 30.07.1685, Ratsgerichtsurteil vom 08.07.1685, Tribunalsurteil in dem Streit des Kl.s mit Olaf Rottmann vom 19.01.1681; von Tribunalspedell Johann Erhard Ries ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 05.03.1686
Instanzenzug: (6) 1. Ratsgericht 16852. Tribunal 1685-1686
Kläger: (2) Johann Friedrich Ackermann, Kapitän zu Lübeck (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: (3) Geistliche Hebungen der Stadt Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: (4) Kl.: Dr. Johann Oldenburg (P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0030


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0228
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Aufnahme in Brauerkompanie
Alte Signatur: Wismar B 132 (W B 4 n. 132)
Laufzeit: (1683-1708) 11.01.1709-18.05.1709
Fallbeschreibung: Nach Bitte der Bekl. vom 11.01. um Verkürzung der Appellationsfrist und Mandat des Tribunals an Kl. vom 12.01., ihre Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil binnen 3 Wochen beizubringen, erbitten Kl. am 02.02. eine 14tägige Fristverlängerung, die sie am 05.02. erhalten. Am 18.02. tragen Kl. vor, daß Bekl. nach dem Tod ihres Mannes die Schmiede an ihren Sohn abgetreten hat, ein Brauhaus gegenüber dem Tribunal gekauft und selbst um Aufnahme in die Brauerkompanie gebeten habe. Da Kl. ihr diese verwehren, wendet sie sich an den Rat und erwirkt ein Schreiben an Kl., sie in die Kompanie aufzunehmen. Kl. argumentieren dagegen, da Bekl. aus dem zweiten Stand komme, das Brauhaus vorerst nur gemietet habe und als Witwe kein anderes Handwerk beginnen könne. Kl. bitten daher, das Ratsgerichtsurteil aufzuheben und sie in ihren Rechten zu schützen. Das Tribunal lehnt die Annahme der Prozesse am 16.05.1709 ab, nachdem Bekl. am 07.03. die Bestätigung des Ratsgerichtsurteils erbeten hatte.
Prozessbeilagen: (7) von Notar Josias Matras aufgenommene Appellation vom 13.12.1708; Ratsgerichtsurteil vom 08.12.1708; Supplik der Bekl. an Rat (o.D.); von Notar Matras aufgenommene Aussage des Jochim Rathcke vom 12.02.1709; Auszug aus den Statuten der Papagoyen-Compagnie (o.D.); Bestätigung der Statuten durch den schwedischen König vom 23.03.1683; Auszug aus dem Kaufvertrag über ein Brauhaus in der Altwismarstraße für 1400 Rtlr durch Joachim Ratke an die Bekl. vom 05.03.1709
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1708 2. Tribunal 1709
Kläger: (2) Brauerkompagnie zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Catharina Ölckers, geb. Busch, Witwe des Johann Valentin Ölckers, Ältester des Amts der Schmiede (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. David Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Cajus Matthias Arend (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0228


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0449
Prozessgegenstand: Subsidialis Auseinandersetzung um Rentenzahlungen
Alte Signatur: Wismar B 301 (W B n. 301)
Laufzeit: 12.08.1762-12.11.1762
Fallbeschreibung: Die Wismarer Akzisekammer hat jährlich 11 Rtlr 8 s an die Ökonomie zu Bützow" zu bezahlen, verweigert diese aber, weshalb Kl. ein Subsidial der Schweriner Justizkanzlei an das Tribunal erbittet und am 21.07. erhält. Am 12.08. fordert das Tribunal den Rat zur Stellungnahme auf, am 07.10. erklärt der Rat, er habe Zahlung vorgenommen, am 10.11.1762 benachrichtigt das Tribunal die Justizkanzlei darüber.
Prozessbeilagen: (7) Subsidial der Schweriner Justizkanzlei an das Tribunal vom 21.07.1762; Schreiben des Kl.s an Justizkanzlei vom 07.07.1762; Subsidial des Herzogs von Mecklenburg Friedrich an den Wismarer Rat vom 03.04.1762; von Notar Ernst August Leich ausgestellte Übergabebescheinigung für ein Subsidialschreiben des Herzogs von Mecklenburg vom 27.04.1762; von Notar Philipp Wilhelm Sengebusch aufgenommene Antwort des Wismarer Bürgermeisters Schlaff vom 23.06.1762
Instanzenzug: 1. Tribunal 1762
Kläger: (2) Jochim Daniel Odewahn, Bürgermeister und Ökonom zu Bützow
Beklagter: Akzisekammer zu Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0449


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0509
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um Eröffnung eines Testaments
Alte Signatur: Wismar B 317 (W B n. 317)
Laufzeit: (1771) 22.11.1771-28.11.1771
Fallbeschreibung: Bergholz hat vor seinem Tode sein Testament beim Tribunal hinterlegt. Kl. bittet als nächste Erbin um die Eröffnung dieses Testaments am 26.11., das Tribunal entspricht dem und setzt den Termin entsprechend fest. Für die abwesenden Erben bestellt es den Fiskal Palthen zum Prokurator. Am 26.11. wird das Testament eröffnet, am 27.11.1771 wird Rat angewiesen, das bei ihm befindliche, versiegelte Erbe Bergholz an Kl. zu übergeben
Prozessbeilagen: (7) vom Protonotar des Tribunals B.G. Sander erstelltes Protokoll der Aufnahme des Testaments Bergholz vom 08.11.1771; Testament Bergholz vom 08.11.1771; Prozeßvollmacht der Kl. für Dr. Hertzberg vom 23.11.1771; Auszug aus dem Sitzungsprotokoll des Tribunals vom 26.11.1771
Instanzenzug: 1. Tribunal 1771
Kläger: (2) Witwe des Oberhofmarschalls und Generals von Platen, geb. Gräfin von Bassewitz sowie Carl Friedrich Graf von Bassewitz, herzoglich mecklenburgischer Geheimer Ratspräsident und Ritter des Alexander Newski-Ordens für sich und ihre sämtlichen Geschwister
Beklagter: sämtliche Erben von Friedrich Wilhelm von Bergholz, großfürstlich schleswig-holsteinischer Oberkammerherr und Ritter des Russischen Alexander-Newski-Ordens und des holsteinischen St. Annen-Ordens
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (A & P) Bekl.: Johann Franz von Palthen (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0509


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1002
Prozessgegenstand: Citationis ex lege diffamari Auseinandersetzung um Beleidigung
Alte Signatur: Wismar G 38 (W G 2 n. 38)
Laufzeit: 05.11.1694-07.11.1694
Fallbeschreibung: Kl. fühlt sich durch Bekl. in dessen Schriftsätzen beleidigt und bittet, Bekl. zur Wiederherstellung seiner Ehre zur Zahlung von 600 Rtlr "ad pios usus" zu verurteilen. Das Tribunal verweist ihn am 07.11.1694 auf den anberaumten Vorbescheid in der Hauptsache (Nr. 1000).
Instanzenzug: 1. Tribunal 1694
Kläger: (2) Dr. Johann Oldenburg, Bürgermeister zu Wismar und Prokurator am Tribunal
Beklagter: Dr. Jakob Gerdes, Anwalt und Prokurator am Tribunal
Anwälte: Kl.: Dr. Johann Oldenburg (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1002


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1598
Prozessgegenstand: Promotoriales Auseinandersetzung um Räumung eines Hauses
Alte Signatur: Wismar K 24 (W K 1 n. 24)
Laufzeit: (1665-1666) 12.10.1666-08.12.1666
Fallbeschreibung: Kl.in hat von Hans Wolf Stieff das Brauhaus ihres verstorbenen Bruders an der Frischen Grube für 3.800 Mk. lüb. gekauft und ihren Besitz in das Grundbuch eintragen lassen. In dem Haus wohnt Bekl., der das Haus für zwei Jahre gemietet hat. Da Kauf nach lübischem Recht Vorrang vor Miete hat, erwartet Kl.in nach ordnungsgemäßer Kündigung den Auszug des Bekl., den dieser jedoch verweigert. Suppliken an den Rat um Unterstützung bei der Räumung des Hauses zeitigen nicht das gewünschte Ergebnis, so daß sie Hilfe beim Tribunal sucht und am 17.10.1666 ein Fürschreiben an den Rat erhält, sie bei der Inbesitznahme ihres Hauses zu unterstützen. Am 26.10. kündigen Bürgermeister und Rat an, daß sich Bekl. über das Vorgehen der Kl.in beschweren wolle, da ihm zugesagt war, bis zum Ablauf des Mietvertrages in dem Haus zu wohnen. Am 19.11. erbittet Kl.in erneutes Fürschreiben an den Rat, um Bekl. zur Räumung des Hauses zu bewegen und erhält dieses am 20.11. Am 29.11. bittet Kl.in, den Fall an das Tribunal zu ziehen, um die Räumung zu beschleunigen und dem Bekl. das Bierbrauen in dem Haus zu verbieten. Das Tribunal lehnt den Antrag am 07.12.1666 ab.
Prozessbeilagen: (7) Kaufvertrag über das Haus vom 30.06.1666; von Notar Johannes Röding unterbreitetes Kaufangebot für das fragliche Haus an Jochim Gröning und dessen Reaktion vom 11.12.1665; Mietvertrag über das Haus zwischen Stieff und Gröning vom 30.05.1665; Supplik Gronings an den Rat (o.D.); Ratsgerichtsurteile vom 25.10.1666, 28.11.1666; von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 24.11.1666; Erklärung des Hans Wolf Stieff vom 19.11.1666;
Instanzenzug: 1. Tribunal 1666
Kläger: (2) Ilsabe Odewan, Witwe des Jürgen Köper
Beklagter: Jochim Groning, Brauer zu Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1598


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1599
Prozessgegenstand: Querulationis nullitatis Auseinandersetzung um Räumung eines Hauses
Alte Signatur: Wismar K 24 (W K 1 n. 24)
Laufzeit: (1666-1667) 10.01.1667-04.05.1667
Fallbeschreibung: Kl.in hat von Hans Wolf Stieff ein Brauhaus an der Frischen Grube gekauft, in dem noch Jochim Gröning wohnt. Dieser verlangt trotz des Kaufes für die Dauer seines Mietvertrages in dem Haus wohnen bleiben zu dürfen. Kl.in bestreitet ihm dieses Recht und verklagt ihn vor dem Rat auf Räumung des Hauses, der Rat gesteht Bekl. in dem Haus Wohnrecht zu. Dagegen queruliert Kl.in an das Tribunal und bittet die Räumung des Hauses durchzusetzen, das Urteil für nichtig zu erklären und Bekl. das Bierbrauen in dem Haus zu untersagen. Am 14.01. erneuert Kl.in ihre Bitte, am 16.01. lehnt das Tribunal die Annahme der Querel ab. Am 17.01. bittet Kl.in erneut um Annahme der Querel, erhält aber keine Antwort des Gerichts. Nach erneuter Bitte vom 24.01. weist das Tribunal das Ratsgericht am 29.01. zur Einsendung der Akten der Vorinstanz an. Am 04.02. bittet Kl.in um Prozeßbeschleunigung, da Gröning in dem Haus braut und damit die Braugeräte abnutzt. Am selben Tag verweisen Bürgermeister und Rat auf ihren Appellationsrezeß und bitten, die Appellation nicht anzunehmen. Das Tribunal erneuert seine Aufforderung zum Einsenden der Akten am 08.02., nachdem Kl.in am 07.02. erneut darum gebeten hatte. Am 11.04. bittet Kl.in darum, ihr Einsicht in die Akten der Vorinstanz zu gewähren, das Tribunal lehnt dies am 16.04. ab. Am 18.04. ergreift Kl.in restitutio in integrum gegen das Tribunalsurteil und bittet erneut, die Räumung des Hauses sofort durchzusetzen. Am 25.04. ergänzt sie ihren Schriftsatz. Am 03.05.1667 weist das Tribunal Kl.in an, den bevorstehenden Räumungstermin abzuwarten und keine weiteren Prozesse zu führen und lehnt die Annahme der restitutio in integrum ab.
Prozessbeilagen: (7) Ratsgerichtsurteile vom 08.10., 19.12.1666, 07.01.1667; Vollmacht der Kl.in für ihre beiden Söhne zur Abstattung eines Eides vom 18.12.1666; Stadtbuchschrift vom 17.08.1666; von Pedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittungen für Tribunalsmandate vom 24.11.1666, 30.01.1667; Supplik der Kl.in an das Ratsgericht (o.D.) und vom 07.10.1666; Aufstellung über Prozeßkostebn (14 Mk. lüb 8 s); Erklärung des Hans Wolf Stieff vom 19.11.1666; von Notar Johannes Röding protokolliertes Gespräch mit Jochim Gröning vom 06.11.1668
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1666-1667 2. Tribunal 1667 3. Tribunal 1667
Kläger: (2) Ilsabe Odewan, Witwe des Jürgen Köper (Kl.in in 1. Instanz)
Beklagter: Jochim Groning, Brauer zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz) sowie Bürgermeister und Rat zu Wismar als Nebenbekl.
Anwälte: Nebenbekl.: Dr. Caspar Schwartzkopf (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1599


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1600
Prozessgegenstand: Mandatum inhibitorium Auseinandersetzung um das Verbot des Bierbrauens
Alte Signatur: Wismar K 24 (W K 1 n. 24)
Laufzeit: 11.02.1667-26.03.1667
Fallbeschreibung: Kl.in hat ein Brauhaus an der Frischen Grube gekauft, aus dem sich der Mieter Jochim Gröning weigert auszuziehen. Stattdessen nimmt er mehrere Brautermine wahr und nutzt damit die Braugeräte der Kl.in ab. Kl.in bittet um ein Brauverbot an Bekl, das Tribunal verweist sie am 15.02. auf die Inspektion der Akten erster Instanz und verspricht danach eine entsprechende Reaktion. Am 18.02. und 04.03. erneuert Kl.in ihre Bitte, am 08.03.1667 verweist das Tribunal sie mit ihrem Problem an das Ratsgericht.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1667
Kläger: (2) Ilsabe Odewan, Witwe des Jürgen Köper
Beklagter: Jochim Groning, Brauer zu Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1600


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1601
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schadensersatz
Alte Signatur: Wismar K 24 (W K 1 n. 24)
Laufzeit: 10.06.1667-25.05.1669 (1703)
Fallbeschreibung: Kl.in hat ein Brauhaus an der Frischen Grube gekauft, dessen umgehende Räumung Bekl. als Mieter verweigert. Kl.in fordert deshalb Zinsen von den 3.800 Mk. lüb. Kaufgeld sowie 160 Rtlr Entschädigung, weil Bekl. seit dem Verkauf des Hauses noch 8mal darin gebraut und die Braugeräte entsprechend abgenutzt habe. Außerdem fordert sie die Erstattung ihrer Prozeßkosten (19 Rtlr 26 s). Da das Tribunal auf diese Supplik nicht eingeht, wiederholt Kl.in sie am 26.09. und 14.10. und bittet um Ersatz aller Schäden bei Übergabe des Hauses. Am 01.11. verweist das Tribunal sie mit ihrem Schadensersatzanspruch an den Rat und fordert sie auf, die fristgerechte Kündigung des Hauses zu beweisen. Am 14.11. bringt Kl.in Erklärung wegen der Kündigung ein, am 19.11. fordert das Tribunal Beweise dafür. Am 13.12. legt sie diese Beweise vor, das Tribunal fordert Bekl. am 21.12.1667 auf, sich binnen 6 Wochen dazu zu erklären. Am 20.02.1668 beschwert sich Kl.in, daß Bekl. sich noch nicht geäußert habe und erbittet verschärftes Mandat an ihn, das sie am 25.02. erhält. Am selben Tag, am 02. und 06.03. erbittet Bekl. Fristverlängerung, die er am 26.02., 03. und 06.03. erhält. Am 10.03. erklärt Bekl., daß Kündigung nicht ordnungsgemäß erfolgt sei, verweist auf seinen 2jährigen Mietvertrag und verweigert jeden Schadensersatz. Am 11.06. bittet Kl.in um Prozeßbeschleunigung, am 06.07. fordert das Tribunal weitere Beweise für die Nebenabsprache zwischen Bekl. und dem früheren Besitzer wegen des Mietvertrages. Am 24.08. bittet Bekl. dafür um Fristverlängerung, die er am 25.08. erhält. Am 08.09. legt Bekl. Beweise für einen Sondervertrag mit dem Verkäufer des Hauses vor, der ihm erlaubt, die Dauer des Mietvertrages auszureizen. Das Tribunal fordert Kl.in am 08.09. zur Erwiderung auf. Am 15.10. beharrt Kl.in auf ihrer Klage und erbittet Urteil. Das Tribunal fordert Bekl. am 16.10. zur Antwort auf, dieser erhärtet am 08.12.1668 seine Argumentation. Am 26.04.1669 setzt das Tribunal einen Vorbescheid auf den 25.05. an und lädt beide Parteien vor. Am selben Tag bestellt das Tribunal Ambrosius Petersen zum Anwalt der Kl.in. Am 25.05.1669 vergleicht das Tribunal die Parteien auf Räumung des Hauses und Zahlung eines geringen Schadensersatzes. Am 04.01.1703 sendet das Tribunal die Akten der Vorinstanz an den Rat zurück.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über Forderungen der Kl.in vom 10.06.1667; Aufstellung über Prozeßkosten vom 10.06.1667; von Notar Jochim Levenau ausgesprochene Kündigung vom 09.07.1666; von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 08.01.1668; von Notar Johannes Wagner aufgenommene Befragung des Notars Johannes Röding vom 05.03.1668; Aufstellung über Ausgaben Grönings für das Haus an der Frischen Grube (165 Mk. lüb.); von Notar Johannes Wagner aufgenommenes Dokument bei Übergabe des Hauses vom 22.06.1667
Instanzenzug: 1. Tribunal 1667-1669
Kläger: (2) Ilsabe Odewan, Witwe des Jürgen Köper
Beklagter: Jochim Groning, Brauer zu Wismar
Anwälte: Kl.: seit 26.04.1669: Dr. Ambrosius Petersen (A & P) Bekl.: Dr. Caspar Friedrich Koch (A & P), seit 24.08.1668: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1601


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 1605
Prozessgegenstand: Rescriptum Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar K 28 (W K 1 n. 28)
Laufzeit: (1667) 23.12.1668
Fallbeschreibung: 1666 hatte die Ehefrau des Bekl. Claus Köper, dem Sohn der Kl.in, "einige schlechte Mäthe" und Branntwein in Kommission nach Riga zum Verkauf geschickt. Als Köper 1667 zurück nach Wismar kam, legte er Bekl. über Einnahmen und Ausgaben aus diesem Kommissionsgeschäft Rechnung ab und verpflichtete sich, die unverkauften Waren bei nächster Reise aus Riga mitzubringen bzw. Bekl. sein Geld auszuhändigen. Wegen des Winters verzögert sich diese Reise, Bekl. läßt aber Arrest auf die Güter und die Person Köpers legen, der Wismar trotzdem verläßt. Daraufhin belangt Bekl. die Kl.in und erlangt Ratsgerichtsurteil, daß Kl.in, die für ihren Sohn gebürgt hatte, bei Strafandrohung von 6 Rtlr binnen 14 Tagen ein Inventar vorlegen solle, was ihr Sohn aus dem Erbe seines Vaters zu erwarten habe. Dagegen erbittet Kl.in ein Rescript des Tribunals an Rat, daß sie das Inventar nicht vorlegen müsse, sondern stattdessen eine ausreichende Frist erhalte, um von ihrem Sohn Auskunft über den Verbleib der Güter des Bekl. zu erhalten. Zudem fordert sie die Stellung einer Kaution von 2.000 Rtlr durch Menger, der noch kein Bürger in Wismar sei. Eine Reaktion des Tribunals erhellt nicht.
Prozessbeilagen: (7) Spezifikation der Waren Claus Köpers, die im März 1668 nach Riga gesandt wurden (2.645 Mk. lüb. 14 s); Verpflichtung Köpers gegenüber Menger vom 29.10.1667; Ratsgerichtsurteile vom 22.02., 17. und 28.10., 14.12.1668; Bürgschaft der Kl.in für ihren Sohn Claus vom 10.03.1668; Forderung Mengers vom 22.03.1668; Stellungnahme Henning und Daniel Köpers zum Geschäft ihres Bruders Claus vor dem Ratsgericht (o.D.)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1668
Kläger: (2) Ilsabe Odewan, Witwe des Jürgen Köper
Beklagter: Peter Menger, Seidenkramer zu Wismar
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 1605
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