-  Stadtarchiv Wismar
 -  Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
 -  23.: 1. Kläger W
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 - 23. 1. Kläger W
194 Gerichtsakten   1   -   10   »

Datierung

Signatur

Prozessgegenstand


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3658
Prozessgegenstand: Mandatum poenali Auseinandersetzung um ungerechte Bestrafung
Alte Signatur: Wismar W 36 (W W 1 n. 36)
Laufzeit: 23.01.1669-10.02.1669 (20. Jahrhundert)
Fallbeschreibung: Der Kl. beschwert sich über ungerechtfertigte Bestrafung seiner Stiefmutter, die wegen angeblichen Diebstahls eines alten Lakens von der einquartierten Frau eines Reiters nach dem Kirchgang verhaftet und ins Gefängnis gesperrt worden ist und zusätzlich 10 Rtlr Strafe erlegen soll. Der Kl. bittet um ein Strafmandat an den Bekl., seine Stiefmutter zufrieden zu lassen und die Geldstrafe nicht weiter von ihr zu fordern. Das Tribunal erläßt das erbetene Mandat am 25.01. bei Strafandrohung von 100 Rtlr. Am 09.02. legt der Bekl. seinen Bericht in der Sache vor und rechtfertigt sein Vorgehen, das Tribunal beläßt es am selben Tag bei seinem Mandat.
Prozessbeilagen: (7) maschinenschriftliche Zusammenfassung (20. Jahrhundert)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1669
Kläger: (2) Jacob Westphal, Schiffer zu Wismar namens seiner Stiefmutter, Ehefrau des Heinrich Ewert, auf Poel
Beklagter: Georg Paul Hannolt, Amtmann auf Poel
Anwälte: Kl.: Lic. Johann Thurmann (A & P) Bekl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3658


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3654
Prozessgegenstand: Mandatum de restituendo Auseinandersetzung um Rückgabe geraubter Güter und Schadensersatz
Alte Signatur: Wismar W 32 (W W 1 n. 32)
Laufzeit: (1667) 21.12.1667-02.12.1668 (20. Jahrhundert)
Fallbeschreibung: Die Kl. sind vom Winter vor Poel überrascht worden und wollten dort mit Zustimmung des Bekl. überwintern. Als sie ihre Güter und Sachen jedoch aus dem Schiff bringen wollten, wurden sie vom Bekl. mit mehreren Männern angegriffen und beraubt. Die Kl. erbitten ein Mandat zur Rückgabe ihrer Güter und erhalten es am selben Tag mit Androhung von 200 Rtlr Strafe. Am 23.12. bitten die Kl. um Durchsetzung des Mandats, am selben Tag fordert das Tribunal Beweise für die Weigerung des Bekl., dem Mandat zu folgen, die die Kl. am 24.12. nachreichen. Am selben Tag kommt der Bekl. mit seinem Gegenbericht ein, in dem er auf seinem Recht auf Strandgut beharrt, als das er das manövrierunfähige, eingefrorene Schiff betrachtet und bittet, das Mandat zurückzunehmen. Das Tribunal fordert den Bekl. am 24.12. auf, die beschlagnahmten Güter nach Wismar in Verwahrung zu bringen, am 27.12. lädt das Tribunal den Bekl. auf den 30.12. 08 00 auf das Tribunal vor. Am 30.12.1667 geht ein Fürschreiben des Rostocker Rates im Namen der Frau des Kl.s ein, den Kl.n umgehend zu ihrem Recht zu verhelfen. Am selben Tag hört das Tribunal beide Parteien an, erlegt dem Bekl. am 02.01.1668 auf, die weggebrachten Güter auf das Schiff zurückzubringen und sich binnen 14 Tagen zum Schadensersatz der Kl. zu äußern. Am 04.01.1668 kündigt der Bekl. an, dagegen restitutio in integrum ergreifen zu wollen, erbittet aber zunächst das Protokoll des Vorbescheides. Am 16.01. legt der Bekl. seinen ausführlichen Schriftsatz vor, besteht auf seinem Strandrecht und bittet um Vernehmung von Zeugen, um dies zu beweisen. Das Tribunal fordert die Kl. am 18.01. zur Antwort auf, die am 07.03. eingeht und in der Kl. auf Schadens- und Kostenersatz bestehen. Das Tribunal fordert den Bekl. am 09.03. zur abschließenden Stellungnahme auf, am 07.04. bittet dieser um Fristverlängerung, die er am 13.04. erhält. Am 18.05. besteht der Bekl. erneut auf seinem Recht, daß er auf ausdrücklichen Befehl des Grafen von Steinberg ausübt. Das Tribunal schließt die Beweisaufnahme am selben Tag, am 19.10.1668 verurteilt es den Bekl. zu Schadensersatz, den die Kl. vorher zu spezifizieren und zu beschwören haben und erlegt ihm eine fiskalische Strafe von 50 Rtlr auf. Am 30.11. ergreift der Bekl. dagegen restitutio in integrum, die vom Tribunal am 01.12.1668 ad acta genommen wird. In einem undatierten Schreiben führt der Kl. die Kosten auf und bittet um deren Ersatz sowie um Rückgabe der noch fehlenden Güter. Eine Antwort des Tribunals ist nicht erhalten.
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalsbote Joachim Krüger ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 22.12.1667; Berichte des Notars Andreas Victor über Strandung des Schiffes und sein Gespräch mit Bekl. vom 22.12.1667; Schreiben des Rostocker Rates an Tribunal vom 28.12.1667; Schreiben der Engel Quistorp, Ehefrau Joachim Wegeners an den Rostocker Rat vom 28.12.1667; Protokoll der Tribunalssitzung vom 30.12.1667; Zollzettel der Kopenhagener Zollbude vom 26.11.1667; Unkostenrechnung des Kl.s (o.D.); Aufstellung der Sachen, die im Tribunal deponiert wurden vom 27.12.1667; Quittung Joachim Wegeners, Kaufmann zu Rostock, Catrin Hartwichs, Paul Gottings, Schusterknecht, Johann Buddikes, Tischlergeselle und Lorenz Carstens, Rotgießergeselle über Empfang ihrer Laden vom 04.01.1668; Quittung Joachim Joers für empfangene Sachen vom 08.01.1668; Articuli Probatoriales des Bekl. vom 16.01.1668; Schreiben des Grafen Anthon von Steinberg an Bekl. vom 22.02.1668; Kostenaufstellung der Kl. (o.D.), hand- und maschinenschriftliche Zusammenfassungen des Falles (20. Jahrhundert)
Instanzenzug: 1. Tribunal 1667-1668 2. Tribunal 1668 3. Tribunal 1668
Kläger: (2) Joachim Wegener, Kaufmann zu Rostock, Jochim Joers, Schiffer zu Rostock und die gesamte Mannschaft ihres Schiffes
Beklagter: Georg Paul Hannolt, gräflich steinbergscher Amtmann auf Poel
Anwälte: Kl.: Lic. Johann Thurmann (A & P) Bekl.: Dr. Henning Christoph Gerdes (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3654


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 0690
Prozessgegenstand: Mandatum inhibitorium Auseinandersetzung um Rückgabe abgenommener Kühe
Alte Signatur: Wismar E 1 (W E 1 n. 1)
Laufzeit: 22.09.1656-10.10.1657 (20. Jahrhundert)
Fallbeschreibung: Kl.n sind vom Bekl. Kühe abgenommen worden, da sie sich geweigert haben, ungewöhnliche Dienste zu leisten. Die Kühe sollen sie nur gegen Lieferung von Hafer zurückerhalten. Kl. wehren sich dagegen vor dem Tribunal und erbitten ein Mandat an Bekl., der ihm sein Vorgehen verbietet. Das Tribunal erläßt das Mandat am 24.09. und fordert Bericht von Bekl. Am 18.11.1656 erbitten Kl. erneut Mandat an Bekl., da dieser ihre alten Rechte weiter mißachtet und erhalten es am selben Tag mit der Androhung, eine Untersuchungskommission einzusetzen. Am 23.01.1757 rechtfertigt Bekl. sein Vorgehen ausführlich und bittet, Kl. zum Respekt gegen ihre Obrigkeit anzuweisen. Das Tribunal informiert Kl. am 29.01. von der Erwiderung. Am 20.05. überreichen Kl. ihre generellen Beschwerden gegen Bekl. und bitten, sie in ihren alten Rechten zu schützen. Am 27.05. ergeht ein entsprechendes Reskript an Bekl., am 07.09. und 10.10.1657 beschweren sich Kl., daß Bekl. dem Reskript keine Folge leistet und die Dienste mit militärischer Gewalt durchsetzt. Reaktionen des Tribunals darauf sind nicht überliefert.
Prozessbeilagen: (7) von Tribunalsbote Daniel Umbach ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 24.10.1659; von Notar Christoph Schantz aufgenommenes Verhör von Hans Ham, Hans Evers und Marcus Law zu Golwitz, Claus und Marcus Bannet, Hans Schwarz zu Vorwerk, Drewes Evers, Asmus Lembke und Hermann Bannet zu Malchow vom 05.01.1657; von Vogt Heinrich Westphal, Einlieger Andreas Lindner, Müller Jochim Preen, Schmied Jacob Jordan sowie den Bauern Heinrich Hünermöder zu Niendorf und Peter Evers zu Malchow bezeugte "Beschwerungs Puncte und Beweis ARTICUL" der Kl.; von Tribunalspedell Christoph Havemann ausgestellte Übergabequittung für ein Tribunalsmandat vom 03.06.1657; hand- und maschinenschriftliche Zusammenfassungen des Falls aus dem 20. Jh.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1656-1657
Kläger: (2) sämtliche Bauern der Dörfer Fährdorf, Malchow, Vorwerk und Golwitz auf Poel
Beklagter: Graf Anthon von Steinberg
Anwälte: Kl.: Dr. Caspar Wilcken (A & P) Bekl.: Dr. Heinrich Schabbel (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 0690


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3722
Prozessgegenstand: Mandatum de non turbando sine clausula Auseinandersetzung um zwei wüste Hufen Acker
Alte Signatur: Wismar W 79 (W W 3 n. 79)
Laufzeit: (1708) 03.08.1708-03.05.1705
Fallbeschreibung: Der Bekl. hat dem Kl. zwei Hufen Land in Lübberstorf streitig gemacht, die der Kirche seit 1655 gehören und die der Bekl. jetzt dem neuen Heidereiter Thee überlassen will. Der Kl. bittet um ein Mandat an den Bekl., ihn nicht im Besitz des Landes zu stören. Das Tribunal erläßt das erbetene Mandat am 06.08. und droht widrigenfalls 100 Rtlr Strafe an. Am 21.08. erklärt der Bekl., er habe dem Kl. anstelle der bisherigen 8 Rtlr Einkünften von diesen Hufen 10 Rtlr angeboten, wolle aber das mittlerweile kultivierte Land nutzen und Bauern ansiedeln, wofür er die Unterstützung des Tribunals erbittet. Das Tribunal fordert den Kl. am 22.08. zur Antwort auf, am 18.09. bittet der Kl. alles beim Alten zu lassen und ihn in seinem Besitz zu schützen oder den Bekl. zu einer höheren Entschädigung als den 10 Rtlr aufzufordern. Das Tribunal fordert den Bekl. am 19.09. zur Antwort auf, am 27.10. bittet der Kl. um Urteil, da der Bekl. nicht geantwortet hat, erreicht aber am 30.10. nur ein erneutes Mandat an den Bekl. sich zu äußern. Am 01.11. erklärt sich der Bekl. bereit alles beim Alten zu lassen, das Tribunal schließt die Beweisaufnahme am 02.11.1708 und lädt die Parteien am 15.04.1709 auf den 03.05. zu einem Vorbescheid vor. Nachdem dieser gescheitert ist, weist das Tribunal den Bekl. am 03.05.1709 an, dem Kl. seine zwei wüsten Hufen zu belassen.
Prozessbeilagen: (7) Schreiben des Heidereiters Hans Jacob Thee an Generalleutnant von Ridderhielm (o.D.), Anweisung Ridderhielms vom 12.04.1708; Memorial waß die Lübberstorffer an Landt denen Neuclosterschen jährlich verheuren; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Gröning vom 14.04.1709
Instanzenzug: 1. Tribunal 1708-1709
Kläger: (2) Pasche Ulrich Wassermann, Pastor zu Neukloster
Beklagter: Johann von Steeb, Oberkommissar und Oberamtmann von Poel und Neukloster
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Gröning (A & P) Bekl.: Dr. Joachim Köckert (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3722


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3679
Prozessgegenstand: Intercessional Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar W 58 (W W 2 n. 58)
Laufzeit: 23.08.1699-24.08.1688
Fallbeschreibung: Der Kl. erbittet ein Fürschreiben an den Herzog von Lüneburg in Celle, damit dieser dem Amtmann Schulenborg zu Westen auftrage, den Kl. bei der Eintreibung von 50 Rtlr bei den Bekl. zu unterstützen. Das Tribunal fertigt das Schreiben am 24.08.1699 aus.
Instanzenzug: 1. Tribunal 1699
Kläger: (2) Hermann Wiebe, Bürger zu Wismar
Beklagter: Erben der Witwe des Wohlert Fricke zu Dörverden im Herzogtum Lüneburg
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3679


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3876
Prozessgegenstand: Querulationis Auseinandersetzung um Abgaben
Alte Signatur: Wismar W 229 (W W n. 229)
Laufzeit: (1765-1781) 25.08.1781-12.07.1781
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Kl.s vom 25.08. und 06.10.1781 um Fristverlängerung zum Einreichen seiner Beschwerden gegen ein Urteil des Poeler Amtsgerichts und erteilten Genehmigungen des Tribunals vom 28.08. und 09.10.1781, legt der Kl. am 27.10.1781 seinen Schriftsatz vor. Er führt aus, daß der Müller Ziems im Jahre 1771 die Windmühle auf Poel für 30 Jahre gepachtet und die Mühle von Fährdorf nach Neuendorf umgesetzt hat. Ziems hat seinen Vertrag auf den Müller Hansen übertragen, der Kl. hat dessen Witwe geheiratet und ist in den Vertrag eingetreten. Im Jahre 1779 wurde er von den Bekl. vor dem Poeler Amtsgericht aufgefordert, ihnen jährlich 4 Rtlr auszuzahlen. Angeblich hatte sich Müller Ziems mit ihnen darauf anstelle der Lieferung von 2 Tonnen Erntebier geeinigt, der Kl. müsse diese Last nun übernehmen. Der Kl. bezahlt für die zurückliegenden 3 Jahre die Abgabe, klagt aber vor dem Amtsgericht auf Rückzahlung und wird abgewiesen, weshalb er an das Tribunal appelliert, auf seinen Pachtvertrag verweist, in dem diese Abgabe nicht aufgeführt ist und um Rückzahlung der 12 Rtlr bittet. Das Tribunal lehnt den Antrag am 13.03.1782 ab. Am 24.04. kündigt der Kl. an, Rechtsmittel gegen das Urteil ergreifen zu wollen, erbittet aber zunächst am 04.06., 05. und 12.07.1782 um Fristverlängerungen, die er am 27.04. und 05.06. erhält. Weiteres erhellt nicht,
Prozessbeilagen: (7) von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Appellationen vom 18.07.1781; Urteile des Poeler Amtsgerichts vom 30.06.1779 und 14.07.1781; Vertrag zwischen dem Reichskammerkollegium und dem Müller von Poel Johann Michel Ziems vom 14.02.1765; Ratifizierung des Vertrages vom 28.03.1765; Schreiben des Reichskammerkollegiums an den Tribunalspräsidenten Baron von Schwerin vom 16.01.1767; Promemoria des Amtmannes Jörns über die Bezahlung der Käter durch die Müller auf Poel für das Säen vom 22.04.1781; Amtsgerichtsprotokoll vom 30.06.1779
Instanzenzug: 1. Amtsgericht von Poel 1781 2. Tribunal 1781-1782
Kläger: (2) Johann Jochim Westphal, Müller zu Poel (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: N N Grebbin, N N Pierstorff und N N Evert, Käter auf Poel (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Dr. Christoph Christian Hasse (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3876


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3244
Prozessgegenstand: Supplicationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
Alte Signatur: Wismar S 293, Nr. 20 (W S 8 n. 293, Nr. 20)
Laufzeit: (1713-1740) 12.06.1743-05.07.1743; 02.05.1755-
Fallbeschreibung: Fähnrich Wesche fordert für sich 320 Rtlr, für seinen Bruder 100 Rtlr an rückständigem Lohn und außerdem für sich 155 Rtlr 32 s an vorgeschossenen Haushaltungskosten, die der verstorbene schwedische Resident im Niedersächsischen Kreis Carl Christoph von Strahlenheim den Brüdern noch schuldet. Das Tribunal setzt am 14.06. den 19.06. zur Begutachtung der Rechnungen fest und lädt die Parteien dazu ein. Am 28.06. erbittet der Kl. einen neuen Termin und erhält diesen am folgenden Tag für den 04.07. An diesem Tag bezweifelt der Bekl. die Richtigkeit der Angaben, das Gericht teilt dies am 05.07. dem Kl. mit. Am 02.05.1755 meldet sich die Witwe Wesches, macht ihre Ansprüche an den Forderungen ihres Mannes geltend und fordert die Zinszahlung. Das Tribunal fordert den Bekl. am 06.05. zur Antwort binnen 3 Wochen auf. Am 24.06. fordert die Kl.in ein Subsidial an den Hamburger Rat zur Bekräftigung ihrer Ansprüche, das Tribunal fordert am 27.06. erneut den Bekl. zur Stellungnahme binnen 3 Wochen auf und erhält diese am 19.07., als der Bekl. fordert, die Kl.in wegen fehlender Beweise mit ihrer Forderung abzuweisen. Dagegen wehrt sich die Kl.in am 07.11. und besteht auf ihren Ansprüchen, die sie vor dem Hamburger Rat gern belegen will, weshalb sie um ein Subsidial an den Hamburger Rat bittet und dieses am 11.11.1755 erhält. Am 22.04.1756 legt sie das Protokoll ihrer Eidesleistung vor dem Hamburger Rat vor und bittet, ihre Ansprüche auf den Lohn ihres verstorbenen Mannes in den Gesamtkonkurs einzureihen. Das Tribunal urteilt am 27.04.1756 entsprechend. Am 06.08. legt Palthen seine Vollmacht als Prokurator der Kl. vor, die vom Tribunal am 09.08.1756 ad acta genommen wird. Am 21.01.1785 erbittet Palthen die Auszahlung der Forderung der Kl.in in Höhe von 480 Rtlr 4 s. Das Tribunal setzt am 18.03. eine 6wöchige Frist zur Beglaubigung der Forderungen. Am 26.03. reicht Palthen seine Berechnung über die Zinsen und sein Honorar ein und bittet, das Geld in der Tribunalskanzlei zu deponieren. Das Tribunal nimmt das Geld am 30.03. entgegen. Am 28.04. und 10.06. erbittet Koch Fristverlängerung, da er sich als neuer Anwalt erst in den Fall einarbeiten muß und erhält diese am 30.04. und 11.06. Am 21.07. begründet Koch die Forderungen der Witwe auf die weiteren Auslagen ihres Mannes für Strahlenheim und erbittet ein Subsidial an den Rat von Hamburg, der Kl.in einen Eid auf ihre Forderungen abzunehmen oder die Erlaubnis, für die Kl.in den Eid abzulegen. Am 09.09. geht das Tribunal auf letztere Bitte ein, am 17.09. und 29.10. erbittet Koch Fristverlängerung und erhält diese am 20.09. und 31.10., am 14.11. legt er eine Spezialvollmacht seiner Mandantin zur Eidesleistung vor, am 22.11. leistet er den Eid für seine Mandantin. Am selben Tag erkennt das Tribunal die Forderung der Kl.in an. Am 25.11. bittet die Kl.in an sie als Erbin auch die Forderung Dietrich Albrecht Wesches auszuzahlen. Das Tribunal trägt dem Bekl. am 01.12. auf, sich zu den Ansprüchen zu äußern. Dieser fordert am 06.12. Beweise für die exklusiven Erbansprüche der Kl.in und ihres Sohnes. Das Tribunal fordert die Kl.in am 09.12.1785 auf, diese Beweise beizubringen, erhält sie am 20.01.1786 und erkennt die Forderung am 07.02. an. Am 11.02. legt Palthen seine Berechnung über die Ansprüche der Kl.in und ihres Sohnes vor und bittet um Bestätigung, die er am 09.03.1786 zusammen mit einer Auszahlungsaufforderung erhält.
Prozessbeilagen: (7) Aufstellung über die Forderungen der Kl. über 575 Rtlr 35 s vom 01.09.1740; Schuldscheine Strahlenheims für 10 Jahre ausstehenden Lohn über 320 Rtlr vom 13.08.1740; Haushaltungs- und Weinrechnung von 1740 über 230 Mk. lüb., Aufstellung über ausgelegte Weinrechnungen vom 02.07.-14.08.1740, geliehene 150 Mk. lüb. für Weinhändler Elers von 1738 und 12 Mk. lüb. für Weinhändler Jessel vom 10.09.1740; Rechnung von E.F. Colebrand über 44 Mk. lüb. 3 s vom 15.03.1738; Rechnung Dietrich Albrecht Wesches für geschuldeten Dienstlohn vom 03.09.1735-1740; Prozeßvollmacht der Kl. für Dr. Gerdes vom 18.06.1743, für J.F. von Palthen vom 15.10.1755; Formula juramenti für Kl.in; Prozeßvollmacht der Kl.in und D.A. Wesches für Palthen vom 17.04. und 21.07.1756; Schreiben des Hamburger Rates an Tribunal vom 09.04.1756; Protokoll der Eidesleistung der Kl.in vom 04.03.1756; Zinsberechnung für Kl.in vom 26.03.1785; Vollmacht der Kl.in für Dr. Koch vom 26.07.1785; Spezialvollmacht der Anna Catharina Lönsberg vom 08.11.1785; Auszug des Tribunalsprotokolls vom 22.11.1785; vom Oberküster der Hamburger Michaeliskirche Johann Heinrich Christoph Martini bestätigte Auszüge aus dem Taufbuch vom 22.01.1713, 13.11.1718 und 29.11.1747 und aus dem Traubuch vom Trinitatis 1743; Bestätigung der Hamburger Bürger Johann Cyrill Schultz und Johann Gustav Peiffer über Erbansprüche Johann Jacob Dietrich Wesche vom 23.12.1785; Berechnung der Ansprüche für den Sohn der Kl.in vom 11.02.1786
Instanzenzug: 1. Tribunal 1743-1786
Kläger: (2) Joachim Wesche, Fähnrich, für sich und seinen Bruder Dietrich Albrecht, seit 1755 Anna Catharina Bremen als Witwe des Joachim Wesche zu Hamburg, seit 1785 Ehefrau des Lorenz Lönberg zu Hamburg und ihren Sohn Johann Jacob Dietrich Wesche
Beklagter: Dr. Carl Christoph Gröning als gemeinsamer Anwalt des Strahlenheimschen Konkurses
Anwälte: Kl.: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P), seit 1755: Dr. Georg Gustav Gerdes (A), Johann Franz von Palthen (P); seit 1785: Dr. Johann Christian Koch (A & P) Bekl.: seit 1755: Johann Christoph Gabriel Hasse (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3244


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3974
Prozessgegenstand: Citationis Auseinandersetzung um das Postmonopol
Laufzeit: (1699) 17.05.1721-02.12.1722,
Fallbeschreibung: Der Kl. legt die Postordnung von 1699 zur Veröffentlichung vor und bittet um Mandate an N N Pommer, der das Mecklenburgische Postkontor verwaltet und Jochim Klievoigt, der das Lübsche Postkontor in Wismar leitet, das Monopol der Kgl. Schwedischen Post anzuerkennen und zu beachten. Das Tribunal lädt die Bekl. am 26.07. zu einem Vorbescheid auf den 19.08. ein. Da die Bekl. nicht zu Zugeständnissen bereit sind, wird es bei der Regelung von 1699 gelassen, daß sich die Schwedische Post mit der Mecklenburgischen und Lübecker Post die Kosten teilt. Wegen der Aufteilung der Erträge sollen sich die Postverwalter einigen und diese Einigung dem Tribunal zur Bestätigung vorlegen. Das Tribunal teilt dies am 05.09. dem Stockholmer Kanzleikollegium mit, das am 24.10. Anweisungen zum weiteren Vorgehen erläßt. Am 16.08. und 21.10. verteidigen Bürgermeister und Rat Lübecks die bisherige Regelung, am 24.11. vergleicht das Tribunal Klievoigt und Kl. darauf, daß ersterer dem Kl. jährlich 50 Rtlr für das Lübecker Briefporto bezahlt, die Briefe dafür auf dem Kgl. Postkontor gesammelt und verteilt werden und teilt dies dem Kanzleikollegium am 02.12.1722 zur Bestätigung mit. Am 19.02.1724 bestätigt das Kanzleikollegium den Vergleich, fordert das Tribunal aber auf, diesen schriftlich zu fixieren und auf die jährliche Bezahlung der 50 Rtlr zu achten. Das Tribunal folgt dem am 12.04. und teilt den geschlossenen Vergleich am 18.04.1724 dem Kanzleikollegium mit.
Prozessbeilagen: (7) Postordnung für Wismar vom 10.12.1699; Schreiben des Lübecker Rates an das Tribunal vom 16.08.1722; Schreiben der Lübecker Schonenfahrer an Bürgermeister und Rat zu Lübeck vom 11.08.1721; Protokoll des Vorbescheides vom 19.08.1721; Protokoll der Tribunalssitzung vom 24.11.1722; Vertrag zwischen Wankyff und Klievoigt vom 12.04.1724 mit Bestätigung dieses Vergleichs durch die Kompanie der Lübecker Schonenfahrer vom 12.04.1724
Instanzenzug: 1. Tribunal 1721-1722
Kläger: (2) Christian Wankyff, Postinspektor zu Wismar
Beklagter: N N Pommer, Verwalter des Mecklenburgischen Postkontors und Joachim Klievoigt, Verwalter des Lübecker Postkontors
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3974


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3872
Prozessgegenstand: Appellationis Auseinandersetzung um Zulassung zu Beichtstuhl und Abendmahl
Alte Signatur: Wismar W 226a (W W n. 226a)
Laufzeit: (773-1774) 21.05.1774-15.03.1776,
Fallbeschreibung: Der Kl. wollte am 20.11. beim Bekl. beichten, wird aber abgewiesen mit der Maßgabe, sich zunächst mit seinem Schwager Keidel, einem Bierschenk, zu vertragen. Da der Kl. mit diesem nicht verstritten ist, sondern nur nicht mit ihm verkehrt, bittet er erneut um Zulassung zur Beichte, wird aber wiederum abgewiesen. Daraufhin verklagt er den Bekl. vor dem Konsistorium, bittet darum, ihn zu einer öffentlichen Entschuldigung anzuweisen und fortan Magister Enghardt zu seinem Beichtvater wählen zu dürfen. Das Konsistorium lehnt dies ab, weshalb der Kl. an das Tribunal appelliert und seine Bitte dort unter Beilegung eines Rechtsgutachtens der Helmstedter Juristenfakultät erneuert. Das Tribunal fordert am 25.07. die Akten der Vorinstanz an, am 17.10. bittet der Kl. um Eröffnung der am 07.09. eingegangenen Akten, die das Tribunal am 21.10. auf den 22.10.1774 ansetzt. Am 10.07.1775 fordert das Tribunal den Bekl. zur Stellungnahme auf, die am 09.08. eingeht und in der der Bekl. sein Vorgehen verteidigt mit dem Wunsch, den Kl. mit seinem Schwager zu versöhnen. Das Tribunal teilt dem Kl. diese Schrift am 23.12.1775 zur Erwiderung mit. Am 22.01.1776 verteidigt der Kl. seine Zweifel an der Ehe Keidels mit seiner Schwester, leugnet aber, Keidel jemals beleidigt zu haben und erneuert seine Bitte aus der Appellation. Das Tribunal fordert den Bekl. am 02.02. erneut zur Erwiderung auf, die am 13.03. eingeht und in der auch Hahn auf seiner Ansicht besteht. Das Tribunal schließt daraufhin am 15.03.1776 die Beweisaufnahme. Am 21.04.1777 bittet der Kl., am 20.10.1777 beide Parteien um Prozeßbeschleunigung, am 12.01.1778 zeigen die Anwälte beider Parteien an, daß ein Vergleich gelungen sei und bitten um Schließung des Falls. Das Tribunal folgt dem Antrag am 13.01.1778
Prozessbeilagen: (7) von Notar Georg Martin Hermes aufgenommene Appellation vom 05.03.1774; Urteil des Konsistoriums vom 24.02.1774; Supplik des Kl.s an das Konsistorium vom 01.12.1773; Protokolle der Gerichtssitzungen im Konsistorium vom 10. und 24.02.1774; Auszug aus der Ordnung des Wismarer Konsistoriums vom 02.09.1665; Schreiben des Kl.s an die Juristenfakultät Helmstedt; Rechtsgutachten der Helmstedter Juristenfakultät vom 06.05.1774; Rationes decidendi des Konsistoriums, Stellungnahme des Bekl. vor dem Konsistorium (o.D.); Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Ungnade vom 02.11.1774
Instanzenzug: 1. Konsistorium zu Wismar 1773-1774 2. Tribunal 1774-1778
Kläger: (2) Johann Hinrich Christoph Westphal, Pungenfahrer zu Klußmühle (Kl. in 1. Instanz)
Beklagter: Magister Johann Gottlieb Hahn, Pastor an St. Georgen zu Wismar (Bekl. in 1. Instanz)
Anwälte: Kl.: Philipp Wilhelm Sengebusch (A), Dr. Joachim Christoph Ungnade (P) Bekl.: Dr. Johann David Lembke (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3872


OAI-PMH
   

Signatur: (1) 3776
Prozessgegenstand: Mandatum de solvendo Auseinandersetzung um Auszahlung angelegter Gelder
Alte Signatur: Wismar W 133 (W W 3 n. 133)
Laufzeit: (1730-1731) 12.09.1731-02.11.1731,
Fallbeschreibung: Die Kl. hatten im Jahre 1730 Obligationen bei der Akzisekammer über 2.000 Rtlr gekündigt. Da ihnen die Bekl. mitgeteilt hatten, das Geld könne wegen "des bekannten schlechten Zustandes der Stadt" nicht ausgezahlt werden, wenden sich die Kl. an den König und erbitten ein Fürschreiben von ihm. Mit diesem Fürscheiben wenden sie sich an das Tribunal und bitten darum, den Bekl. zur Auszahlung des Kapitals aufzufordern. Das Tribunal erläßt am 14.09. ein entsprechendes Mandat cum clausula mit 6 wöchiger Frist. Am 26.10. bezweifelt das Tribunal die Bevollmächtigungs Baumanns durch die anderen Erben, stellt erneut den schlechten Zustand der städtischen Finanzen dar, der eine Auszahlung unmöglich macht und bittet, den Kl. zur Geduld anzuweisen. Das Tribunal fordert den Kl. am 30.10.1731 zur Erwiderung auf, weiteres erhellt nicht. Am 16.04.1738 legen die Kl. Beweise dafür vor, daß die Schuldforderung die gesamten Erben angehe und fordern erneut die Bezahlung bei Androhung der Volstreckung binnen 6 Wochen ein. Das Tribunal fordert die Bekl. am 09.05.1738 zur Antwort binnen 6 Wochen auf, am 16.01.1742 bitten die Kl. um Erneuerung des Mandates und erhalten dieses am 17.01. Am 06.03. bitten die Bekl. um Fristverlängerung, die sie am 07.03. erhalten und in der die Bekl. eine Legitimation der Forderungen verlangen. Am 28.05. schließt das Tribunal die Beweisaufnahme und teilt den Kl.n den Schriftsatz der Bekl. mit, am 09.07. bitten Parteien um Prozeßbeschleunigung. Am 22.10. lädt das Tribunal die Parteien auf den 23.11. zu einem Vorbescheid ein und fordert die Kl. zur Vorlage entsprechender Vollmachten auf. Am 22.11. bitten die Kl. um Terminverlegung, am 23.11.1742 setzt das Tribunal den 29.01.1743 als neuen Termin an. Am 28.01.1743 erklären die Bekl., am selben Tag eine Zusammenkunft mit Kl.n zwecks gütlicher Einigung organisiert zu haben und bitten auf den Vorbescheid zu verzichten. Das Tribunal teilt den Kl.n dies am 29.01.1743 mit.
Prozessbeilagen: (7) Supplik des E.L. von Baumann an den König von Schweden (vorgetragen im kgl. Rat am 03.05.1731, Schwedisch); Ratsgerichtsurteil vom 06.12.1730; Erklärung Christian Albrecht Winters, Hauptmann des Amtes Grevesmühlen vom 14.02.1738; von Dr. A.C. Gröning ausgestellte Empfangsbestätigung für ein Tribunalsmandat vom 22.11.1741; Prozeßvollmachten der Bekl. für Dr. Gröning vom 01.10.1742 und der Bekl. für Dr. Gerdes vom 10.10.1742
Instanzenzug: 1. Tribunal 1731, 1738
Kläger: (2) Kapitän E.L. von Baumann, seit 1738 Christian Albrecht und Daniel Winter namens der Erben des Amtmanns Winter zu Neuhaus
Beklagter: Bürgermeister und Rat zu Wismar
Anwälte: Kl.: seit 1738: Dr. Georg Gustav Gerdes (A & P) Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P), seit 28.01.1743: Dr. Carl Daniel Schlaff (A & P)
Bestellnummer: Stadtarchiv Wismar (Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803) (1) 3776
194 Gerichtsakten   1   -   10   »