Workshop zur Nutzung des Ariadne-Portals

Am 22.03.2017 findet im Universitätsrechenzentrum Greifswald ein Workshop zur Nutzung des Ariadne-Portals statt. Angesprochen sind Archive, die zur Verzeichnung nicht Ariadne 2.0 nutzen, aber mittels der Ariadne-Import-Schnittstelle ihre Daten im Ariadne-Portal zur Recherche bereit stellen möchten.

Programm:

  • Das neue Ariadne-Portal: Möglichkeiten der Recherche und Vernetzung
  • Voraussetzungen für den Import: Exportformat EAD-DDB, Vergabe einer Lizenz
  • Individuelles Testen des Imports mit eigenen Daten
    im Format EAD-DDB

3. Ariadne-Nutzerkonferenz mit Workshop

Am 09. November 2016 findet die 3. Ariadne-Nutzerkonferenz mit Workshop statt, wie auch schon der letzte Workshop im Universitätsrechenzentrum Greifswald.

Programm:

  • Datenerfassung/Verzeichnung in Ariadne 2.0
  • Recherche in Ariadne 2.0. und im Ariadne-Portal
  • Datenupload ins Ariadne-Portal, in die DDB und in das Archivportal Europa
  • Administration
  • Fragen, Anregungen, Wünsche – die Anwender haben das Wort

Workshop: Digitale Strategie der Archive Mecklenburg-Vorpommerns in der Archivlandschaft Europas

Greifswald, 14. September 2015
Workshop: Digitale Strategie der Archive Mecklenburg-Vorpommerns in der Archivlandschaft Europas
Die Referenten und ihre Vorträge zum Nachlesen:

Die digitale Welt ist längst auch für die Archive in Mecklenburg-Vorpommern kein unbekannter Raum mehr. Im Internet bewegt sich heute ein Großteil ihrer potentiellen Nutzer: Wissenschaftler, Heimatforscher, Genealogen, Schüler, Medienvertreter – Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen. Sie finden hier über regional, national und international orientierte Archivportale Informationsangebote in unterschiedlicher Dichte.

Für viele – nicht nur kleinere – Archive stellen sich die Fragen:bild-workshop-2015

  • Wie kann ich an den neuen Entwicklungen teilhaben?
  • Wie kann ich sie in meinen Arbeitsalltag integrieren und strategisch fruchtbar machen?
  • Wer sind meine Ansprechpartner?
  • Welche Synergieeffekte lassen sich dabei nutzen?
  • Welche technischen oder rechtlichen Fragen sind zu berücksichtigen?

Programm des Workshops als pdf

ARIADNE-Portal der Universität Greifswald öffnet digitales Fenster für Archive

Das Archiv und das Rechenzentrum der Universität Greifswald haben ein gemeinsames Forschungsprojekt zu ARIADNE, dem Onlinearchivportal in Mecklenburg-Vorpommern, gestartet. Ziel ist es, das Portal so weiter zu entwickeln, dass die Daten auch in das nationale deutsche und das europäische Archivportal eingespeist werden können. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Projekt mit rund 67.000 Euro.

Wissenschaftler, Heimatforscher, Genealogen, Schüler, Journalisten – Menschen mit unterschiedlichsten Interessen nutzen heute das Internet, um historische Hintergrundinformationen und Fakten zu recherchieren. Sie erwarten, dass sie die gewünschten Informationen mit wenigen Klicks finden können.

Die Archive – als wichtigste „historische Informationsspeicher“ der Gesellschaft – haben dies bereits vor vierzehn Jahren erkannt und begonnen, ein regionales Archivportal für Mecklenburg-Vorpommern im Internet zu entwickeln und aufzubauen.

Interessierte können sich heute in ARIADNE (www.ariadne.uni-greifswald.de) nicht nur allgemein informieren, sondern ganz konkret nach Ereignissen, Orten, Personen und die sie betreffenden Akten, Karten, Fotos oder Urkunden suchen. Inzwischen kann auf eine Viertelmillion Beschreibungen zugegriffen werden. Die Seite wird jeden Monat fast 3000-mal aufgerufen. Über ein Dutzend Archive in Mecklenburg-Vorpommern beteiligen sich an dem Projekt.

Dr. Dirk Alvermann, der Leiter des Universitätsarchivs hat nun das Ziel, mit dem Projekt jedem öffentlichen Archiv in Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit anzubieten, seine Daten im Ariadne-Portal zu präsentieren und an die nationalen und europäischen Archivportale verteilen zu lassen. Zugleich will er die bestehenden Angebote der Archive im Internet noch besser vernetzen. „Von einem verbesserten Informationsservice profitieren wir alle, und nebenbei können wir zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern kein Ödland ist, sondern interessante kulturelle Aspekte und eine wechselvolle Geschichte zu bieten hat, die noch entdeckt werden wollen“, so der Archivar.

Vor vierzehn Jahren hat er mit einer kleinen Arbeitsgruppe begonnen, ARIADNE aufzubauen. Um das Portal zukünftig auch für Archive in Greifswald, Wismar, Stralsund und Schwerin zu einem echten „Fenster zur Welt“ werden zu lassen, müssen die Daten aus Mecklenburg-Vorpommern auch in das nationale deutsche und in das europäische Archivportal eingespeist werden können.

Dass aus dieser Idee ein konkreter Plan wurde, ist auch dem Universitätsrechenzentrum zu danken. „Wir haben gerne die technische Federführung für das Projekt übernommen und unser Know-how für die Planungen zur Verfügung gestellt“, sagt dessen Direktor Prof. Ralf Schneider. Die Herausforderung besteht darin, dass in den Archiven ganz unterschiedliche Systeme und Datenformate zur Erfassung und Aufbereitung dieser Informationen zum Einsatz kommen. Sollen diese Daten nun gemeinsam und „auf einen Blick“ als verständliche Information präsentiert werden, müssen sie automatisiert ausgelesen, angepasst und wieder bereitgestellt werden können. Um das alles mit höchster Präzision und Geschwindigkeit durchführen zu können, müssen diese Aufgaben automatisierte Schnittstellen übernehmen, die von Ulrike Najmi am Rechenzentrum im Rahmen dieses Projekts entwickelt werden.

Ariadne 2.0

Die Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Projektantrag “Ariadne als Aggregator für das Archivportal-D” entsprochen und bewilligt Mittel für die Durchführung des Vorhabens am Universitätsrechenzentrum Greifswald für 24 Monate.

Ariadne 2.0 löst die Desktopanwendung Ariadne 1.0 durch eine Webanwendung ab und ergänzt wichtige Funktionalität zum bundesweiten Dateningest im Rahmen des Archivportals-D.

1. Ariadne-Nutzerkonferenz mit Workshop

Am 8. April 2014 findet die 1. Ariadne-Nutzerkonferenz mit Workshop im Universitätsarchiv Greifswald statt.

Programm:

  • Von Ariadne zu Ariadne 2.0 – Motive und Strategie
  • Von der Desktop-Anwendung zur Webapplikation
  • Diskussion I: Ariadne 2.0, Archivportal-D, Deutsche Digitale Bibliothek – Was bedeutet das für uns als Archivare?
  • Diskussion II: Die Anwender haben das Wort – Ihre Vorschläge, Ideen (und Lösungen) für Ariadne 2.0 sind gefragt. Welche Workflows haben sich bewährt und sollten auf jeden Fall 1:1 übernommen werden? Welche Workflows bieten Verbesserungspotential?
  • Diskussion III: Wie geht es weiter bzw. weiteres Vorgehen, wenn Projektantrag genehmigt wurde: Einplanen von Zeit für Anwendertests (Wer? Wann?), Hilfe bei der Umstellung der Datenerfassung, Hilfe beim Export/Import der Daten …

Ariadne 1.0

Mit der Produktiv-Schaltung von Ariadne 2.0 wird Ariadne 1.0 als Anwendung nicht mehr vom Universitätsarchiv Greifswald unterstützt.

Bei ARIADNE 1.0 handelt es sich um eine Archivsoftware, die im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes “Archivverbund in Mecklenburg-Vorpommern” (2002-2004) entwickelt wurde. Es ist eine frei zugängliche Software, die den Aufbau eines internetfähigen Archivverbundes ermöglicht. Für ARIADNE 1.0 kamen ausschliesslich Komponenten zum Einsatz, die Open-Source-Lizenzen unterliegen.
Mit ARIADNE 1.0 ist mehr als die blosse Vorstellung der beteiligten Archive realisierbar, wie es sie bereits in anderen Bundesländern gibt. ARIADNE 1.0 sorgt für die virtuelle Darstellung der Archivlandschaft und offeriert dabei ein breites Spektrum an Informationsmöglichkeiten, das von der detaillierten Information über die Archivbestände bis hin zur archiv- und bestandsübergreifenden Recherche innerhalb der Verzeichnungsmerkmale aller im Netz bereitgestellten Aktenbestände (inkl. Aktentitel und Enthält-Vermerke) reicht.
Während der Entwicklungs- und Erprobungsphase wurden die Archive der Region, die sich der Herausforderung der neuen Medien stellen wollen und können, eingebunden, indem ihre Erfahrungen, die aus der Arbeit mit der ihnen kostenfrei zur Verfügung gestellten Software erwachsen, bei der Weiterentwicklung des Programms genutzt wurden.
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Der bisherige Datenumfang des Verbundes beläuft sich auf ca. 210.000 Akteneinheiten (Stand 2004). Die folgende Archive nehmen am ARIADNE-Verbund teil:

  • Landeshauptarchiv Schwerin (nur Teilnahme am Verbund)
  • Landesarchiv Greifswald
  • Kreisarchiv Nordvorpommern (Grimmen)
  • Kreisarchiv Ostvorpommern (Anklam)
  • Kreisarchiv Rügen (Bergen)
  • Kreisarchiv Uecker-Randow (Pasewalk)
  • Stadtarchiv Barth
  • Stadtarchiv Greifswald
  • Stadtarchiv Neubrandenburg
  • Stadtarchiv Schwerin (nur Teilnahme am Verbund)
  • Stadtarchiv Stralsund
  • Stadtarchiv Waren
  • Stadtarchiv Wismar
  • Stadtarchiv Wittenburg
  • Amtsarchiv Carbäk
  • Amtsarchiv Warnow-West
  • Universitätsarchiv Greifswald
  • Landeskirchliches Archiv Schwerin

Das Landeshauptarchiv Schwerin und das Stadtarchiv Schwerin nehmen am Internetverbund teil, ohne ARIADNE 1.0 in ihren lokalen Netzen einzusetzen.

Voraussetzungen für einen Einsatz von ARIADNE 1.0

Voraussetzungen an Hard- und Software

Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den Voraussetzungen an die Hard- und Software für den Ariadne-Client und -Server. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die Delphi-Version von ARIADNE 1.0.

Ariadne-Client

ARIADNE 1.0 wurde in Borland Delphi und Kylix programmiert. Somit kann ARIADNE auf Rechnern eingesetzt werden, auf denen Microsoft Windows (von 98 bis 2000) oder Linux als Betriebssystem installiert wurde.
Die Hardware-Voraussetzungen für den Ariadne-Client sind für heutige Verhältnisse gering. Viele Archive setzen derzeit Rechner der 800MHz-Klasse mit 128MB RAM ein, ohne auf Performance-Probleme zu stossen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Untergrenze durch CPUs der 500MHz-Klasse bei 64MB RAM gebildet wird.
Es können Standard-Grafikkarten eingesetzt werden, die jedoch eine Auflösung von 1024x768x32k bei mind. 80Hz erreichen sollten. Die Formulare von Ariadne wurden für 800×600 entwickelt, so dass notfalls auch eine Auflösung von 800×600 eingesetzt werden kann.
Die Netzwerkkarte sollte sich im 100MBit-Segment ansiedeln, da der DirectSQL-Treiber direkt auf die MySQL-Datenbank zugreift und teilweise grosse Datenmengen laden muss (z.B. bei Bilddateien). An das Netzwerk muss die Voraussetzung gemacht werden, dass das Protokoll TCP/IP unterstützt wird, da via TCP/IP der Zugriff auf den MySQL-Server stattfindet. Ansonsten ist keine spezielle Netzwerk-Topologie von Nöten.
An die Festplatte müssen keine besonderen Anforderungen gestellt werden, da das Programmpaket als Netzwerklaufwerk eingebunden wird.

Ariadne-Server
Der Server muss das Programmpaket durch Netzwerkfreigabe zur Verfügung stellen. Dies kann unter Windows durch den Dateifreigabedienst und unter Linux durch Samba geschehen. Der MySQL-Server muss nicht auf demselben Server installiert werden, auf dem sich das Programmpaket befindet. Der MySQL-Server ist für nahezu jedes Betriebssystem verfügbar, ein Modul für Novell Netwareü ist vorhanden.
Es wird empfohlen, für den Server ein Betriebssystem mit WindowsNT- oder Linux-Kernel zu verwenden. Zum einen provitiert man von den Sicherheitskonzepten beider Systeme, zum anderen kann der MySQL-Server als Dienst automatisch gestartet werden.
Der Server sollte (wie üblich) eine Einzelstation sein, auf der normalerweise nicht gearbeitet wird. In vielen Archiven, die sich diesen Luxus nicht leisten können, haben wir auch auf Workstations installiert.
Die benötigte Leistungsfähigkeit des Servers steht im Zusammenhang mit der Anzahl der verzeichneten Akten. Beginnt das Archiv erst mit einer Verzeichnung, d.h. sind nur wenige Akten verzeichnet, so reicht als Server ein Rechner mit 600MHz und 128MB RAM völlig aus. Gelangt man in den Bereich von mehreren 10.000 verzeichneten Akten, so sollte der Server auch ein wenig leistungsstärker sein. Die scheinbar geringen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Servers hängen mit dem geringen Speicherbedarf der Datenbank-Struktur zusammen. So kann man mit einem Bedarf von max. 1.5MB pro 10.000 verzeichnete Akten auf dem Server rechnen (bei Akten mit Bildinhalt fallen bis zu 5MB auf 100 AE an).

Bemerkung
Da die zu verarbeitende Datenmenge selbst bei relativ grossen Beständen gering ist, kann der MySQL-Server bei der ersten Installation von Ariadne auch auf “kleineren” Servern installiert werden. Man hat dadurch ein arbeitsfähiges System, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Bei einer schnellen Arbeitsweise kann man mit ca. 10.000 verzeichneten Akteneinheiten pro Jahr rechnen. Man kann an dieser “Rechnung” sehen dass die verfügbare Hardware schneller an Leistungsfähigkeit gewinnt, als der MySQL-Server diese für Ariadne verbraucht. Einige Archive benutzen stets den neuesten ihrer Rechner als Ariadne-Server und lassen dann die Rechner rotieren, sobald ein neuer Rechner angeschafft wird.
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Voraussetzungen an das Archiv

Ariadne 1.0 ist eine Verzeichnungssoftware, die einen Archivverbund in Mecklenburg-Vorpommern ermöglichen soll. Für dieses Vorhaben ist eine Mitarbeit aller Archive nötig. Daher wird Ariadne 1.0 an alle Archive kostenfrei abgegeben, die sich an diesem Archivverbund beteiligen. Die Beteiligung seitens der Archive wird dadurch realisiert, dass sich die Archive bereit erklären, alle Datensätze der mit Ariadne 1.0 verzeichneten Akten für den Archiv-Verbund zur Verfügung zu stellen. In der Praxis bedeutet dies:

Für das Universitätsarchiv Greifswald

  • das Universitätsarchiv Greifswald gibt die Verzeichnungssoftware kostenfrei an hauptamtlich geführte Archive des Landes MV weiter
  • die Installation und Einweisung wird durch Mitarbeiter des Universitätsarchivs Greifswald vorgenommen
  • die Weiterentwicklung, Pflege und Dokumentation von Ariadne wird während des Förderungszeitraumes durch das Universitätsarchiv Greifswald vorgenommen, wobei Ideen, Anregungen und Hinweise auf Fehler o.Ä. stets begrüsst werden
  • der Server, auf dem der Verbund realisiert werden soll, wird durch das Rechenzentrum der Universität Greifswald gestellt

Für das interessierte Archiv

  • das Archiv sollte möglichst alle mit Ariadne verzeichneten Daten an den Verbund weitergeben
  • das Archiv hat stets die Möglichkeit zu bestimmen, welche Akten im Verbund recherchierbar sind und welche Akten einer Sperrung unterliegen
  • der Verbund vereinigt dadurch archivübergreifende Recherche mit einem Backup der Daten