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Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abt. Berufsbildung und Berufsberatung »
Signatur: R27
Bestandsbildner: ab 1974 eigenständige Abteilung
Vorgänger: bis 1974 im Amt für Arbeit innerhalb der Stadtplankommission
Laufzeit: 1945-1987
aktualisiert am: 05.12.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Finanzen »
Signatur: R09
Bestandsbildner: Findbuch - R 9 Abteilung Finanzen-Beschlagnahmeausschuß-Vermögensverwaltung Inhaltsverzeichnis Jahr/AE Seiten I. Einleitung 1. Behördengeschichte I-V 2. Bestandsgeschichte V-VI II. Gliederung Abteilung Finanzen 1. Gesetze, Dienstanweisungen und Statistiken 1945-1963 (17) 1-3 2. Arbeitsorganisation, Personal, Löhne 1946-1990 (18) 3-5 3. Häuser- und Grundstücksverwaltung 1945-1967 (20) 5-8 4. Wirtschaftsbeziehungen 1936-1965 (16) 8-10 5. Steuern und Gebühren 1939-1958 (29) 10-13 6. Währungsumstellung 1948-1966 (7) 13-14 7. Haushaltsführung 7.1. Arbeitsorganisation, Personal und Löhne 1945-1980 (16) 14-16 7.2. Pläne 1945-1988 (150) 16-35 7.3. Jahreshaushaltsrechnungen 1946-1989 (16) 35-37 7.4. Analysen und Berichte 1927-1989 (54) 37-44 7.5. Investitionen und Bauvorhaben 1950-1990 (12) 44-46 7.6. Buchhaltung 1946-1954 (10) 46-47 7.7. Sonstiges 1921-1983 (17) 47-49 8. Kontroll- und Prüfungswesen 1936-1985 (54) 50-56 9. Sowjetische Besatzungsmacht 1945-1985 (9) 57-58 10. Verschiedenes 1946-1967 (9) 58-59 11. Beschlagnahmeausschuß (Erfassungs- und Ausgleichsamt) 11.1. Arbeitsorganisation und Personal 1945-1948 (8) 59-60 11.2. Beschlagnahme und Rückgabe 1945-1954 (49) 60-66 11.3. Überlassungsanträge 1945-1952 (7) 66-67 11.4. Vergabe und Verkauf 1945-1952 (11) 67-69 12. Vermögensverwaltung (Treuhandstelle, Vermögensabwicklungsstelle) 12.1. Arbeitsorganisation 1945-1949 (7) 69-70 12.2. Vermögenswerte 1938-1950 (11) 70-71 12.3. Häuser und Grundstücke 1945-1952 (27) 71-75 12.4. Firmen 1945-1958 (16) 75-77 I. Einleitung 1. Behördengeschichte 1.1. Abteilung Finanzen Als Sachwalterin über alle finanziellen Belange hatte die Abteilung einen breit gefächerten Aufgabenbereich, der trotz vielfältiger Umstrukturierungen und Bezeichnungswechsel im Kern konstant blieb. Da es aufgrund der schlechten Überlieferungslage nicht möglich ist einen vollständigen Überblick über den Strukturwandel zu liefern, muß eine Skizzierung der wichtigsten Aufgaben genügen. Unter der historisch überlieferten Bezeichnung "Finanzverwaltung" (seit 1936) wurde sie anfänglich vom Stadtrat Dykbandt geleitet. Laut einer Verfügung der Landesverwaltung vom 05.01.1946 sollte ein Bezeichnungswechsel der untergeordneten Stadthauptkasse in die Unterabteilung Buchhaltung erfolgen. Gleichzeitig wurde eine Prüfstelle unter der Leitung des Stadtamtmannes Strohkirch gegründet. Allerdings taucht die Bezeichnung Stadthauptkasse noch im Telefonbuch von 1948 auf. Neben den Bezeichnungen Finanzverwaltung und Dezernat Finanzen ist die Bezeichnung Abteilung Finanzen ab den 60-er Jahren feststehend, wobei in den 80er Jahren noch eine Erweiterung in Abteilung Finanzen und Preise erfolgte. Eine lückenlose Aufzählung der Behördenleiter ist nicht möglich, deshalb nachfolgend ein durch die Verzeichnung gewonnener Überblick. Stadtrat Dykbandt Bürgermeister Bauer Bürgermeister Bastian Abteilungsleiterin Neumann Abteilungsleiter Reetz Stadtrat Dr. Jurke Aus Stellenplänen (Nr. 22) ist ersichtlich, daß die Abteilung zeitweilig bis zu 90 Mitarbeiter hatte. Zu den Hauptaufgaben der Abteilung gehörten: Haushaltsplanung Hierzu wurden von den einzelnen Abteilungen, Instituten und Volkseigenen Betrieben Einzelpläne erarbeitet (Haushalts-, Finanz-, Kassen-, Investitionspläne). Diese wurden dann durch die Abteilung zu Jahreshaushaltsplänen zusammengestellt. Haushaltskontrollen und Revisionen Eine Kontroll- und Revisionsabteilung war ständig damit beschäftigt, die Erfüllung der Pläne und Einhaltung von gesetzlichen Bestimmungen zu überprüfen. Buchhaltung - Kontierung der Einnahme- und Ausgangsbelege , - Erstellung der Jahresabschlußrechnungen, - Lohnbuchhaltung Steuern -Steuerveranlagung der Werktätigen, freischaffenden Intelligenz, Handwerker, Genossenschaften, Privatbetriebe, - Steuerhinterziehungsermittlungsverfahren/ Steuerfahndung, - Steuerermäßigungen, - Vollstreckungen, - Erbschafts- und Schenkungssteuern des Bezirkes Schwerin, - Gemeindesteuern, - Kino-, Vergnügungs-, Hundesteuern, - Kulturabgaben, - Grundsteuern. Stellenpläne - Finanzierung, Registrierung und Kontrolle des gesamten Stellenplanwesens des sozialistischen Sektors. Eigentumsverwaltung - Verwaltung staatlichen und treuhänderischen Eigentums, - Verkauf volkseigener Eigenheime. Wirtschaft - Finanzierung und Planung der Einnahmen der Volkseigenen Wirtschaft, - Bilanzabnahmen, - Kostenreservenermittlung, - Prüfung verbrauchsabgabenpflichtiger Betriebe. Preise und Abgaben - Überprüfung der Preiseinhaltung für Waren des Grundbedarfs, Tarife, Dienstleistungen, Mieten und Pachten. 1.2. Beschlagnahmeausschuß/ Erfassungs- und Ausgleichsamt/ Allgemeine Verwaltung Abt. B Im Auftrag der Landesverwaltung, Abteilung Wirtschaft, wurde im Juli 1945 das Erfassungs- und Ausgleichsamt gebildet. Es hatte seinen ursprünglichen Sitz im Hotel "Nordischer Hof" und wurde durch den Dienststellenleiter Chott aufgebaut. Folgende Aufgaben waren zu erfüllen: - Ausstattung von Dienststellen der Roten Armee, der Landes- und Stadtverwaltung, - Unterbringung von Personen obengenannter Stellen, - Verteilung von Einrichtungsgegenständen an Nazi- und Kriegsopfer. Das Gebiet umfaßte den Stadt- und Landkreis Schwerin. Verwaltungssitz war am Marienplatz 8. Zu Anfang erfolgte eine wahllose Beschlagnahme, später dann nur noch bei NSDAP-Mitgliedern die vor 1933 eintraten, bei Funktionären und geflüchteten Personen. Ebenfalls wurde herrenloses Gut ( z.B. der Wehrmacht) beschlagnahmt. Beschlagnahmte Gegenstände wurden in Speichern gelagert und registriert. Die Ausgabe erfolgte nur auf eine schriftlichen Antrag hin. Nach einer Verfügung des Präsidenten des Landes vom 29.8. 1945 und mit Schreiben des OB Seitz vom 6.12.1945 erfolgte die Auflösung des Erfassungs- und Ausgleichsamtes die Gründung des Beschlagnahmeausschußes, welcher sich unterdem Vorsitz des Oberbürgermeisters, je einem Vertreter der demokratischen Parteien und dem Geschäftsführer Herr Strohkirch zusammensetzte . Mit Befehl Nr. 74 der Sowjetischen Militäradministration wurde jede weitere Beschlagnahme verboten und die Unterlagen an die Kommandantur geliefert. Jetzt erfolgte nur noch die Erfassung herrenlosen Gutes. Mit Rundschreiben der Landesverwaltung vom 03.05.1946 wurde die Institution aufgelöst. Es erfolgt jetzt die Bezeichnung "ehemaliger Beschlagnahmeausschuß". Eine weitere Bezeichnung lautete "Allgemeine Verwaltung Abteilung B" . Es wurde nun überprüft, inwieweit die Beschlagnahmen rechtmäßig erfolgten und ob Rückgaben oder Entschädigungen vorzunehmen waren. 15.9.47 Verlegung der Diensträume des Amtes für Sequestrierung und Beschlagnahme von der Grenadierstraße 18 in die Klosterstraße 2 (Rose-Haus am Alten Garten) Juli 1947 Öffnungszeiten für Publikumsverkehr Mittwochs von 9-15 Uhr Die Anordnung der Deutschen Wirtschaftskommission (DWK) vom 05.10.1949 zur Sicherung der rechtlichen Stellung der anerkannten Opfer der Faschismus (OdF), ermöglichte diesen den Kauf der ehemals nur geliehenen Einrichtungsgegenstände. Ab 1950 übernahm die Rechtsstelle diese Aufgabe und veranlaßte die Schätzung von leihweise überlassenen Gegenständen zum späteren Kauf. Ab 1953 vergab die Abteilung staatliches Eigentum Gegenstände. 1.3. Vermögensverwaltung/Treuhandstelle/Vermögensabwicklungsstelle Die Vermögensverwaltung wurde an 1.9.1945 durch den Stadtrat Schmitz gegründet. Unter der Leitung des Herrn Hilzinger arbeiteten ein Frl. Wendt sowie die Herren Kartowitsch und Behrens. 29.8.45 Anordnung des Präsidenten des Landes zur politischen Bereinigung der Wirtschaft Ziel war es " Naziaktivisten " aus der Wirtschaft zu entfernen, wozu folgende Vorausseztungen zu erfüllen waren: NSDAP-Mitgliedschaft die über eine nominelle Beteiligung hinausging, Betriebe, mit für den Ort bedeutender Rolle, Entscheidung eines Ausschusses (Bereinigungsausschuß). 29.8.45 Richtlinien zur Bildung der ,,Ausschüsse zur Pol. Bereinigung der Wirtschaft" 30.8.45 Rundschreiben des Präsidenten des Landes zur Schaffung von Treuhandstellen für die politische Bereinigung der Wirtschaft -Beaufsichtigung und Überwachung aller Treuhänder im Bezirk, -Rechnungsprüfung -Kontrolle des Geschäftsbetriebs u.a. 31.08.45 Anordnung des Präsidenten über die Registrierung des Vermögens aktiver Faschisten und Kriegsverbrecher Die Betroffenen hatten anschließend keine Verfügungsbefugnis mehr über ihr Vermögen 5.10.45 Treuhandstelle bei der Stadtverwaltung 13.11.45 Richtlinien zu den SMA- Befehlen Nr. 126, 124. Nr. 126 Beschlagnahme des Vermögens der NSDAP und ihrer Gliederungen Nr. 124 provisorische Übernahme von Eigentum Deutsches Reich Amtsleiter und führende NSDAP-Mitglieder einflußreiche Anhänger herrenloses Gut örtlich abwesender nicht Hausrat und Kleidung 27.11.1945 Gründung der Landestreuhandstelle mit folgenden Aufgaben, Erfassung aller Vermögenswerte Sequestrierung Befehl 124 Ziffer 1 a-g provisorische Verwaltung Befehl 124 Ziffer 2 Registrierung Befehl 124 Ziffer 3 Beschlagnahme Befehl 126 29.3.46 Befehl Nr. 97 der SMA zur Überprüfung der Beschlagnahmen aufgrund der Befehle Nr. 124, 126 April 1946 Verfügung des Präsidenten des Landes zur Auflösung der Treuhandstelle Entlassung des Leiters Otto Hinzinger und Übergabe der Unterlagen an die Finanz- abteilung . 1.7.46 Rundschreiben des Präsidenten des Landes zur Gründung des Amtes für Sequestrierung und Beschlagnahme Laut Beschluß der Zentralen Deutschen Kommission für Sequestrierung und Beschlag- nahme sind Vermögenswerte gemäß Befehl Nr. 124 Nr. Ziffer 2 und 3 an unbelastete Eigentümer zurückzugeben. 3.7.46 Anordnung des Präsidenten des Landes zur Abberufung aller Treuhänder aus den Betrieben, die nicht Befehl 124 unterliegen 16.8.46 Gesetz Nr. 4 zur Sicherung des Friedens - öffentlicher Aushang (1 Woche) über Enteignungen (1 DVO §5), - Gewinne aus der Zeit der Sequestration gehören dem Land, - Rechnungslegungspflicht der Eigentümer für die Zeit der Sequestration (1 DVO § 12) 29.3.47 Verfügung der Landesregierung über Nachsequestrierungen 27.4.48 Befehl Nr. 64 der SMA zur Aufhebung der Beschlagnahmen gemäß Befehl Nr. 124 15.09.48 Verfügung der Landesregierung zur Rückgabe der auf Liste B seques- trierten Betriebe ( Liste A sind die bis 30.04.1948 zurückgegebenen Betriebe) 1948 Bezeichnung als Vermögensabwicklungsstelle 15.1.49 Verfügung des Innenministeriums des Landes über die treuhänderische Verwaltung der Vermögenswerte geflüchteter Personen 1951 Bezeichnung ,,Sachgebiet zum Schutze des Volkseigentums" Febr. 1961 Abteilung Finanzen- Staatlich und Treuhänderisch verwaltetes Eigentum Sachgebietsleiter: Lautenschlag Mitarbeiter: Czoska, Masuch Anmerkung: Die Protokolle des ,,Ausschuß zur pol. Bereinigung der Wirtschaft" befinden sich im Bestand ,,Amt für Wirtschaft" 2. Bestandsgeschichte Bestandsbildung Die Ordnung und Verzeichnung erfolgte von Januar bis Juli 1995 durch den Archivar Jens-Uwe Rost. Die Verzeichnung von Nachträgen dauerte bis zum 5.3.1997. Der Bestand setzt sich aus den Einzelbeständen der Abteilung Finanzen, des Beschlag-nahmeausschusses und der Vermögensverwaltung zusammen. Starker sachlicher und funktionaler Zusammenhang der Registraturbildner sowie die Vermeidung von Splitterbeständen führten zur Bildung eines Gesamtbestandes. Überlieferungslage Der Hauptteil des Bestandes (1945- ca.1970) befand sich an 5 verschiedenen Stellen im Stadtarchiv, teilweise verzeichnet, teilweise mit Archivgut vor 1945 vermischt. Ablieferungsverzeichnisse waren nicht zu finden. Recherchen in der jetzigen Kämmerei führten zu einer weiteren Schriftgutübernahme, wodurch eine Lückenlose Überlieferung in zeitlicher Hinsicht erreicht wurde. Ansätze einer Registraturorganisation und Aktenbildung waren ersichtlich, aber nicht nachvollziehbar. archivische Bearbeitung Die vorhandenen Verzeichnungsangaben erwiesen sich als ungenau, weshalb eine vollständige Neuverzeichnung erfolgte. Durch die schlechte Aktenbildung in der Abteilung waren Verweise zwischen Akten verschiedener Gruppen notwendig. Es wurden 494 Aktentitel, welche ca. 15,6 lfd. Metern Archivgut umfassen, gebildet wobei ca. 3 lfd Meter , Doppelüberlieferungen, Entwürfe, Planungsunterlagen die komprimiert vorliegen und Massenschriftgut (Rechnungsbelege) kassiert wurden. Bestandsanalyse Der Bestand gibt einen umfassenden, wenn auch z.T. nur punktuellen Einblick in die Arbeitsweise der Abteilung. Zur Behördenorganisation ist wenig überliefert. Hauptbestandteil sind die Haushaltsplanung und die Überprüfung der Planerfüllung. So sind die Haushaltspläne von 1945-1988 lückenlos überliefert, wobei die Untergliederung dieser in Einzelpläne eine schnellere Benutzung ermöglicht. Einzelplan Inhalt 1...Volksvertretung 3...Verwaltungsleitung 5...Innere Angelegenheiten 6...Büro für territoriale Rationalisierung 7...Plankommission 8...Finanzen 14..Land- und Forstwirtschaft 16..Handel und Versorgung 18..Arbeits- und Berufsausbildung 19..Gesundheits- und Sozialwesen 22..Energie, Verkehr, Nachrichtenwesen 24..Bauwesen 25..Volksbildung 28..Abgaben/Staatseinnahmen 30..Kultur 35..Jugendfragen 36..Wohnungspolitik 37..örtliche Versorgungswirtschaft 38..Erholungswesen 39..Umweltschutz, Wasserwirtschaft 42..Steuern 45..örtliche Industrie 57..Rücklagenfonds 58..Investitionen, Erweiterung der Grundmittel 59..Haushaltsüberschuß 61..Haushaltsausgleich 70..Berufbildung (durch Strukturänderungen können Abweichungen auftreten) In den Haushaltsrechnungen ist die Abweichung zwischen Plan und Realität nachvollziehbar. Die Analysen dokumentieren den Behördenweg vom Plan zur Jahresabschlußrechnung. Im Bereich der volkseigenen Wirtschaft sind durch zahlreiche Geschäftsberichte auch Einblicke in deren Entwicklung möglich. überarbeiteter Ausdruck (erster Ausdruck am 19.7.1995) Schwerin, 5.3.1997, Jens-Uwe Rost
Laufzeit: 1945-1989
aktualisiert am: 29.10.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Gesundheits- und Sozialwesenwesen »
Signatur: R19
Laufzeit: 1935-1990
aktualisiert am: 08.11.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Handel und Versorgung »
Signatur: R05
Bestandsbildner: Abteilung Handel und Versorgung / Örtliche Versorgungswirtschaft I.1. Behördengeschichte a) Aufgaben Bis 1951 unter der Bezeichnung "Amt für Handel und Versorgung", danach als "Dezernat Handel und Versorgung" befand sich der Behördensitz in der Otto-Grotewohl-Str. 22. Später hatte die "Abteilung Handel und Versorgung" ihren Standort in der Karl-Marx-Str. 26/27. Das genaue Entstehungsdatum ist aus der Aktenlage nicht mehr ersichtlich. Hervorgegangen ist die Abteilung aus dem Ernährungs- und Wirtschaftsamt. Nach dem Krieg bestand die vornehmliche Aufgabe in der Ausgabe von Lebensmittelkarten, Bezugscheinen und Reisemarken. Dazu diente auch ein Gebäude in der Schulstraße Nr. 2. Die Kartenzentralstelle wurde von Frau Martens und Herrn Eggers geleitet. Gemäß Befehl Nr. 168 der Militärkommandantur der Stadt und des Kreise waren ständig stichprobenartig Kontrollen in Betrieben und im Handelsgewerbe durchzuführen. Diese bezogen sich auf die Abrechnung, Lagerung und Verwaltung der bewirtschaften Güter. 1948 waren so über 700 Betriebe zu kontrollieren. Hierzu bestand eine Kreisprüfstelle unter Leitung eines Herrn Setzke. Im Jahr 1948 besaß die Abteilung 24 Arbeitszimmer, woraus auf eine große Anzahl von Mitarbeitern geschlossen werden kann. Im Monat April 1949 waren beispielsweise 7 Prüfer angestellt. Diese führten 57 Betriebsprüfungen durch. Aufgrund dieser Prüftätigkeit würden Strafmaßnahmen eingeleitet, wenn gesetzliche Bestimmungen überschritten wurden. So würden im April 1949 38 Fälle nach der Wirtschaftsstrafverordnung durch die Rechtstelle ( siehe R 23) verfolgt. 1951 sollten Maßnahmen ergriffen werden, um die Verwaltungsarbeit zu vereinfachen. Wöchentliche Abteilungsleitersitzungen, Diskussionen mit der Bevölkerung über die Gesetzeslage sowie Sichtwerbung hierüber sollten diesen Prozeß beschleunigen. Weiterhin sollte die Bearbeitung von Beschwerden aus der Bevölkerung verkürzt werden. Durch die schrittweise Aufhebung der Rationierung wurde eine Schwerpunktverlagerung zur Sicherung und Kontrolle der Warenbewegung durch enge Zusammenarbeit mit den nachgeordneten volkseigenen Handelsbetrieben angestrebt. 1960 war das Hauptaugenmerk auf die 800 Jahrfeier der Stadt gerichtet. Wahrscheinlich ab 1959 gab es eine"Handelsnetzkommission", welche sich neben der Abt. Handel und Versorgung aus Vertretern der HO, des Konsums, der Org.-Instrukteur-Abt., der Wohnraumlenkung, der Abt. Örtl. Wirtschaft u.a. zusammensetzte. Hier wurde versucht, die Versorgung der Bevölkerung durch Umstrukturierung und Organisierung der Verkaufsstellen zu verbessern. Hierbei handelte es sich meist um die Übernahme ehemals privater Läden durch den Konsum oder die HO. Unter der sog. "Massenpolitischen Arbeit" wurde die Mitarbeit in den HO Beiräten, Konsumausschüssen, Handelsaktiven der Wohnbezirke und in der Ständigen Kommission Handel und Versorgung gezählt. Unter der Arbeit im Rahmen der Nationalen Front waren die Kollegen angewiesen, an Einwohner- und Hausversammlungen teilzunehmen. Weiterhin sollten sie "Paten" sozialistischer Brigaden werden. Zur Veranstaltung von Märkten, wie z.B. zu Weihnachten unterhielt die Abteilung ein Marktbüro. Weiterhin waren Volksfeste wie der 1.Mai zu organisieren. b) Personal Die folgenden Angaben sind nicht als vollständig und absolut zu betrachten, da nur wiedergegeben wurde, was sich aus dem geringen Aktenumfang ergab. So können die benannten Personen wesentlich länger tätig gewesen sein, als hier dargestellt. Abt. Handel u. Versorgung 1945-1951 Stadtrat Klein 1945 Abt.Ltr. Höft 1945 Abt.Ltr. Siebert 1945 Betriebsobmann Wolf 1948-1951 Kontrollstellenleiter Setzke 1951-1952 Abt.Ltr. Setzke 1951-1952 Stadtrat und Dezernent Richter 1952 Stadtrat für H.u.V. Legat 1953-1954 Abt.Ltr. Struck 1959 Abt.Ltr. Jonuschies 1960 Stellv. Abt.Ltr. Lingmann 1962-1983 Stellv.des OB und Abt.Ltr. Bissel 1967 Abt.Ltr Klempien 1972-1980 Abt.Ltr. Schultz 1975-1977 Marktbeauftragter Dieckmann 1984 Stellv.des OB und Abt.Ltr Kaminski II. Bestandsgeschichte Die Verzeichnung erfolgte im Januar 1996. Ursprünglich waren ca. 1,2 lfd. Meter Schriftgut überliefert. Davon waren 2/3 mit Unterlagen der HO-Gaststätten vermischt, während sich der Rest im Bestand des ehemaligen Verwaltungsarchivs befand. Für das Jahr 1980 ist ein Ablieferungsverzeichnis vorhanden. Die Übergabe der restlichen Überlieferung ist nicht dokumentiert. Kassiert wurden: - Rechnungsbelege des Marktbüros von 1975-1976 (Jahrgang 1977 archiviert), - Wirtschaftstrafverfahren 1949-1950 (nur Auswahl archiviert da im Bestand Rechtstelle ausführlich dokumentiert), - Volkswirtschaftspläne 1975-1976 (nur Auswahl archiviert, da im Bestand Abt. Finanzen R 9) - Kontrollberichte über Einzelhandelsgeschäfte (nur Auswahl) Somit stehen derzeit 0,7 Lfd. Meter Archivgut in 34 Akteneinheiten zur Verfügung. Insgesamt ist die Überlieferungslage spärlich und unvollständig. Es ist zu vermuten, daß sich noch weiteres Schriftgut anfindet. Schwerin, den 02.02.1996 (Hr. Rost)
Laufzeit: 1945-1979
aktualisiert am: 25.10.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Innere Angelegenheiten »
Signatur: R04
Bestandsbildner: Stadtarchiv Schwerin
Laufzeit: 1935-1990
aktualisiert am: 12.06.2017

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Kultur »
Signatur: R18
Laufzeit: 1945-1990
aktualisiert am: 07.11.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Landwirtschaft »
Signatur: R21
Laufzeit: 1945-1963
aktualisiert am: 19.11.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Abteilung Wohnungspolitik »
Signatur: R26
Bestandsbildner: - 1945 Dezernat für Wohnungswesen mit Wohnungsamt - 1952 Abt. Wohnraumlenkung - 1975 Abt. Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft
Vorgänger: bis 1945 Wohnungsbehörde im Hauptverwaltungsamt
aktualisiert am: 27.11.2018

Stadtarchiv Schwerin: Rat der Stadt Allgemeine Verwaltung »
Signatur: R08
Bestandsbildner: Findbuch - R 08 Allgemeine Verwaltung Inhaltsverzeichnis I. Einleitung 1. Registraturbildnergeschichte 1.1. Abteilung Allgemeine Verwaltung 1.2. Umsiedleramt/ Umsiedlerausschuss 1.3. Entnazifizierungskommission 2. Bestandsbearbeitung 2.1. Zugang ins Archiv und frühere archivische Bearbeitung 2.2. Kassation II. Gliederung 01. Behördenorganisation 1930-1990 01. Personalangelegenheiten 1930-1988 02. Rechtsgrundlagen 1947-1949 03. Haushaltsangelegenheiten 1946-1990 04. Hausverwaltung und Diensträume 1944-1980 05. Besatzungsmacht 1945-1946 06. Verschiedenes 1944-1954 02. Ausschüsse 1945-1949 03. Entnazifizierung 1945-1948 04 Beziehungen zu anderen Verwaltungseinheiten 05. Beziehungen zu Parteien und Organisationen 06. Gesundheitswesen 07. Kulturinstitute 1946-1950 08. Marktaufsicht 1945-1949 09. Ortsvorsteher 1945-1949 10. Polizei 1945-1950 11. Pressestelle 1946-1959 12. Sobottka-Stiftung 1946-1947 13. Stadtbezirke 1945-1957 14. Umsiedler und Heimkehrer 1945-1953 15. Verschiedenes 1925-1950 16. Fremdprovenienzen 1945-1989 01. Betreuungseinrichtungen 1975-1986 02. Betriebsgewerkschaftsleitung 1950-1955 03. Fahrbereitschaft 1945-1989 04. FDJ-Grundeinheit 1951-1956 05. Verschiedene 1946-1953 I. Einleitung 1. Registraturbildnergeschichte 1.1. Allgemeine Verwaltung Die Abteilung "Allgemeine Verwaltung" war wie der Name schon vermuten lässt einer Vielzahl von strukturellen Änderungen ausgesetzt. So können die folgenden Angaben nicht für die gesamte Bestehenszeit angenommen werden, sondern stellen immer nur einen gewissen Zeitraum dar. Beispielsweise gehörten zur Abteilung teilweise die Haupt- und Inneren Verwaltung sowie das Rechtsamt. Leiter der Verwaltung bzw. Dezernatsleiter war der Oberbürgermeister. Darüber hinaus gehörte die Pressestelle, das Personalamt, die Poststelle, die Besoldungs- und Lohnabteilung zur Allgemeinen Verwaltung. Nach dem Krieg waren hier auch die Umsiedlerabteilung, das Dolmetscherbüro und der Entnazifizierungskommission ansässig. Materialbeschaffungsamt, Botenmeisterei sowie Pförtner und Auskunftsstelle gehören "serienmäßig" zur Abteilung. Ebenso die Fahrbereitschaft und Werkküche. Angeleitet durch die Abteilung wurden auch die Bezirksvorsteher der Stadtbezirke I-VIII. Jeder Stadtbezirk hatte seinen eigenen Rat. Dieser bestand aus einem Vorsitzenden, sowie Ratsmitgliedern für Inneres, Volksbildung, Gesundheitswesen, Finanzen und Wirtschaft. Auch die Anleitung der Ortsämter gehörte zur Aufgabe der Abteilung. Folgende Ortsamtsleiter sind bekannt. - Friedrichthal Tanneberger - Görries Schmidt - Krebsförden Kronlage - Lankow Winter - Medewege Broose - Mueß Groth - Neumühle Frau Wagner - Warnitz Helms - Wickendorf Weise - Zippendorf Hacker Abteilungsleiter waren u.a.: Frau Henk 1952-1954 Frau Szymanski 1966-1984 Frau Klug 1984-1986 Frau Pollin 1985 Herr Strobl 1987 1981 waren 68 Angestellte bei der Abteilung tätig. Hierzu gehörten Haushaltssachbearbeiter, die Poststelle, Schreibkräfte, Boten, Telefonistinnen, Hausinspektoren, der Fahrdienst, Hausmeister, Raumpflegerinnen und Pförtner Sekretär des Rates Wahrscheinlich seit den 60er Jahren unterstand die Allgemeine Verwaltung und die Org. Instr. Abt. dem Sekretär des Rates. Daher sind die Dokumente dieser Zeit mit dessen Eingangstempel versehen, wurden dann aber zur Aufgabenerledigung an Frau Szymanski weitergeleitet. Sekretär des Rates: Leipholz 1966-1968 Borchert 1972-1983 Niggemann 1984-1989 Bürgermeister Kruse: 1945-1947 Dieser war zuständig für das Sozialamt (Wohlfahrtsamt, Jugendfürsorgeamt, Altersheime), die Berufsfeuerwehr und das Stadtkrankenhaus mit seinen Hilfskrankenhäusern, der Isolierstation und dem Stadtbad . 1.2. Umsiedleramt und Umsiedlerausschuss Um der Masse an Flüchtlingen, Umsiedlern und Kriegsheimkehrern Herr zu werden, wurde ein Umsiedleramt bzw. später eine Umsiedlerabteilung gegründet. Verantwortlich war der Stadtrat Schröder. Leiter war ein Herr Massel bis 31.3.1946 . Teilweise waren hier 98 Leute beschäftigt. Neben 5 festen und 25 Hilfsangestellten, gab es Küchenangestellte, den Bahnhofsdienst, Ärzte, Schwestern, Angestellte in den Lagern und eine Waschküche. In der Stadt gab es folgende Umsiedlerlager: - Arsenalstraße mit Färberei (Umfärbung von Militärstoffen ), Entlausung, Quarantänelager und Entbindungsheim, - Apothekerstr. 48 (Auffanglager), - Kurhaus Muess, - Fähre, - Friedrichsthal, - Marienhöhe, - Ernst-Thälmann-Str. 5/7 ,,Mutter und Kind" (Jugoslawen), - Jugendheim Lankow, - Altersheim Rostocker Str. 1, - Wohnlager Möwenburgstr. 6, - Centralmolkerei Wismarschestr., Mütter und Säuglinge, - Altersheim, Am Markt 11, - Möwenburgstr. 6, - Verpflegungsausgabestelle, Wismarschestr. 153 (Möbelwerkstatt Neuss) . Die Kosten für die Umsiedlerbetreuung wurden von der Stadt ausgelegt und später von der Zentralverwaltung für deutsche Umsiedler in Berlin bzw. durch die Landesverwaltung erstattet. Die Umsiedler wurden registriert, entlaust, ärztlich untersucht und nach einer Quarantänezeit zwischen 14-21 Tagen wieder entlassen, wobei dann die wohnraummäßige Unterbringung städtische Finanzierungs- und Organisationssache war . Die Umsiedlerabteilung hatte folgende Aufgaben zu erledigen: - Mitarbeit im Umsiedlerausschuss, - Verpflegungs- Wohnungs- und Arbeitsbeschaffung für Kriegsheimkehrer und Umsiedler, - Leitung und Verpflegung der Umsiedlerlager, - Vergabe von Textilien, - Kontrolle der Färberei. Durch Ratsbeschluss vom 14.7.1948 wurde das Amt aufgelöst und ab 20.7.1948 als Abteilung ,,Volk und Heimat" weitergeführt und dem Sozialamt unterstellt. Umsiedlerausschuss Bereits im September 1945 wurde im Kreis Schwerin ein ,,Ausschuß der Umsiedler und Kriegsteilnehmer" gegründet. Die Leitung hatte anfänglich Genosse Bürger später Herr Endruschat. Weiterhin waren jeweils 3 Mitglieder von KPD, SPD und CDU vertreten. Die Besetzung wechselte häufig, so kam z.B. ein Vertreter des Wohnungsamtes und ein Vertreter vom Wohnungsausschuss hinzu. Eine Neugründung erfolgte am 03.10.1947 im Sitzungssaal der Stadtsparkasse, aufgrund einer Anordnung der Landesregierung, Hauptabteilung für Umsiedlung. Im Stadtgebiet waren etwa 30.000 Umsiedler zu versorgen. Zum Gründungsausschuss gehörten folgende Personen: Vorsitzender: Stadtrat Bulle ( bis 14.6.1948) dann Stadtrat Kruse, später Ahrens SED: Frau Stachel CDU: Frau Köppel LDP: Frau Granitzki FDJ: Herr Schmidt Frauenausschuss: Frau Luise Lux FDGB: Herr Bernheide Caritas: Herr Behrend Ev. Hilfswerk: Herr Schröder Volksolidarität: Herr Schmidt Gesundheitsamt: Dr.Schneider Kreisarbeitsamt: Herr Broido Amt für Handel und Versorgung: Herr Höft Wirtschaftsamt: Herr Borck Sozialamt: Herr Neumann Umsiedleramt: Herr Greifenberg Zu den Aktivitäten des Ausschusses gehörte das Ausrichten von Kinderweihnachtsfeiern, die Gründung einer Kommission zur Überprüfung der Lage der Umsiedler im Arsenal (bordellartige Zustände), die Beschaffung von Wohnraum und Einrichtungsgegenständen, die Beschaffung von Bezugsscheinen, Umquartierungen, Durchführung der Woche ,,Volk und Heimat" auf Anweisung der Landesregierung, um Umsiedler und Einheimische zusammenzuschließen (Festveranstaltungen, Textilausgabe, Festreden, Theater und Kinoveranstaltungen, Tombola, Spendensammlung), Verwaltung des Fonds ,,Volk und Heimat" (ca. 90.000 Mark), Finanzierung von Kinderheimen, Kinderlandverschickung. Zur Arbeitsorganisation ist zu sagen, dass es 14tägige Zusammenkünfte gab und spezielle Kommissionen zu einzelnen Problemen gegründet wurden. Leider musste schon damals eine unregelmäßige Teilname der Mitglieder verzeichnet werden. Mit der Auflösung der Umsiedlerämter war die Arbeitsgrundlage des Ausschusses hinfällig. Vom Sozialministerium wurde nicht mehr von Umsiedlern, sondern von Neubürgern gesprochen. Das Umsiedlerproblem wurde als gelöst betrachtet. Das letzte Sitzungsprotokoll ist vom 16.12.1948. Die Mitglieder wehrten sich gegen eine bevorstehende Auflösung und wollten weiterarbeiten. Der genaue Zeitpunkt der Auflösung ist unbekannt. 1.3. Entnazifizierungskommission Die Tätigkeit der Entnazifizierungskommission ist seit 1945 dokumentiert. Aber erst im September 1947, mit Befehl 201 der SMAD in Verbindung mit der Direktive Nr. 24 des Alliierten Kontrollrates vom 21.1.1946 und der Verordnung Nr. 38 des Koordinierungskomitees, wurden Entnazifizierungsuntersuchungen gesetzlich geregelt durchgeführt. Denn der Befehl 201 des Obersten Chefs der Sowjetischen Militärverwaltung gab Richtlinien zur Anwendung der Direktiven 24 und 38. Ziel dieser Vorschriften war die Entnazifizierung der größeren Industriebetriebe und der Selbstverwaltung. Darum waren Betriebe und Verwaltungen als Ganzes zu Beurteilen. Für Unklarheiten im Verfahren war das Kriminalamt K.5 als Untersuchungsbehörde zuständig. Die städtische Entnazifizierungskommission schickte von Ihren Sitzungen der Landesentnazifizierungskommission (beim Ministerium für die Innere Verwaltung, Hauptabteilung Personal) jeweils Durchschläge Ihrer Sitzungsprotokolle. Diese Sitzungen waren öffentlich. Bis zur letzten Sitzung am 10.3. 1948 waren 91 Sitzungen absolviert, wobei insgesamt 3 671 Fälle bearbeitet wurden. 163 Personen wurden daraufhin entlassen und in 998 Fällen die Unterlagen einer Untersuchungskommission übergeben (Nr. 23). Als Sanktionen konnte nach Einstufung Folgendes beschlossen werden: a) als Belasteter - Beschränkung des Arbeitsverhältnisses (nur noch als Arbeiter), - Entlassung aus dem Dienst, b) als Minderbelasteter keine leitende Funktion mehr c) als Mitläufer keine Sanktionen. Bei der Landeskommission konnte gegen die Beschlüsse Berufung eingelegt werden. Ihr oblag auch die Entnazifizierung von Wissenschaftlern, Ärzten und Lehrern. Die städtische Entnazifizierungskommission verschickte an Berufsverbände, Betriebe, Behörden, Post , Bahn u.a. leere Personalfragebögen, die dann zur Entscheidung ausgefüllt zurückgesandt wurden. Die Industrie- und Handelskammer z.B. schickte der Kommission die Personalakten der in Betrieben neueingestellten Personen zur Überprüfung. Die Untersuchungsergebnisse wurden den Arbeitsämtern mitgeteilt. Mit dem Oberkirchenrat wurde vereinbart, daß die Kirche selbständig die Überprüfung vornimmt (Nr. 15). Am 21.12.47 fasste der Landtag den Beschluß, alle Jugendlichen mit Geburtstag ab 1.1.1919 nicht zu Kontrollieren. Bisweilen gab es Kompetenzstreitigkeiten zwischen der Stadt und Landeskommission, in deren Verlauf die Landeskommission zu immer mehr Kompetenzen gelangte . Bis zum 15.3.1948 musste die Entnazifizierung gemäß Befehl 35 abgeschlossen sein. 2. Bestandsbearbeitung 2.1. Zugang ins Archiv und frühere archivische Bearbeitung a) Umsiedler Wann der Bestand ins Archiv gelangte ist unklar. Es wurde nichts kassiert. Aufgrund seines geringen Umfangs wurde von einer inneren Ordnung abgesehen. Es ist auch nur ein kleiner Einblick in die Arbeitsweise der Abteilung möglich. b) Entnazifizierung Die Akten der Entnazifizierungskommission umfassen 3 Kartons. Sie sind früher schon einmal bearbeitet worden und enthielten drei unterschiedliche Signaturen. Damit war der ursprüngliche Registraturzusammenhang zerstört, dies insbesondere, da neue Umschlagsmappen verwendet wurden. Eine der drei Signaturen war eine AV Nummer, woraus zu schließen ist, das die Akten im Bestand allgemeine Verwaltung integriert waren. c) Allgemeine Verwaltung Aus der Zeit zwischen 1970 und 1989 liegen zahlreiche Ablieferungsverzeichnisse und Kassationsprotokolle vor. Im November 1993 wurde das meiste Schriftgut durch Herrn Dr. Kasten kassiert. Der restlichen Überlieferung waren zum Teil auf den Aktendeckeln Nummern mit einem AV Kürzel vorhanden. Leider konnten hierfür keine Verzeichnungsangaben gefunden werden. Leider wurden auch die ursprünglichen Registraturzusammenhänge zerstört, so daß verschiedene Registraturen, wie Hauptverwaltung, Innere Verwaltung, Bürgermeister Kruse, Dezernat Dr. Spreche zusammenkamen. d) Fremdprovenienzen Wann die Unterlagen der FDJ-Grundeinheit, der BGL, der Betreuungseinrichtungen (1990), der Fahrbereitschaft, der Stadtverordnetensitzungen, des Beschwerdeausschusses, der Abteilung für Information und des Kreisfriedensrates ins Stadtarchiv gelangten, ist ebenfalls unklar. Da jeweils nur einige Akten erhalten blieben, erschien es unökonomisch, je einen eigenen Bestand zu bilden. Darum erfolgte die Angliederung an die Allgemeine Verwaltung. Eine vorherige archivische Bearbeitung erfolgte nicht, so daß eine eigene Untergruppe im Bestand R 8 entstand. 2.2. Kassation a) Kassation Kassiert wurden Fernmelderechungen Zahlungsaufforderungen und Einzahlungsbelege für Telefongebühren, diverse Rechnungsbelege (Gebühreneinnahmen, Kfz.Rep, u.a.), Doppelexemplare, Dienstbesprechungsprotokolle, Buchungslisten, doppelte Amtsblätter 1946-1947, Turnusmäßige Belehrungen 1982-1987, Bankbelege der Werkküche 1972-1990. b) Aussonderungen Lohn- und Gehaltslisten, 1957-1982 wurden am 20.4.99 an die Personalverwaltung abgegeben (ca. 0,4 lfm). c) Auswahlverfahren Auswahlweise wurden aufgehoben: Protokolle der Finanzrevision 1985-1989 Kassenbücher 1974-1975 Schwerin den 27.12 1999
Laufzeit: 1925-1990
aktualisiert am: 26.10.2018

Stadtarchiv Schwerin: Amt der Riemer und Sattler »
Signatur: V06
aktualisiert am: 16.03.2016


Laufzeit

Signatur

Titel

OAI-PMH
   

Signatur: 0
Titel: keiner
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (R06 Umwelt Wasserwirtschaft Erholungswesen) 0
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Umwelt Wasserwirtschaft Erholungswesen - 00. leer

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Rechte vorbehalten - Freier Zugang
OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Verpachtung der städtischen Äcker, Gärten und Wiesen
Laufzeit: 1919-1926
Alte Signaturen: 9805
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (MK Kämmerei/ Grundeigentumsverwaltung) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Magistrat Kämmerei/ Grundeigentumsverwaltung - 06. Verpachtung von Äckern, Wiesen und Gärten - 06.01. Allgemeines

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Lieferung und Einbau der Harmonikatür in die Turnhalle des Lyzeums
Enthält:

Laufzeit: 1913-1919
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (MB Bauamt) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Magistrat Bauamt - 05. Gebäude - 05.03. Schulen - 05.03.02. Lyzeum am Totendamm

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Objektabnahmen für Kongresse, Veranstaltungen u.ä.
Enthält: enthält auch: Weihnachtsmarkt 1983
Laufzeit: 1978-1990
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (R29 Staatliche Bauaufsicht) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Rat der Stadt Staatliche Bauaufsicht - 02. Prüfberichte, Gutachten, Gebrauchsabnahmen, Genehmigungen

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Hallenbelegung 1994
Laufzeit: 1993-1995
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (D05 Sportstättenverwaltung) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Dezernate nach 1990 Sportstättenverwaltung - 02. Sportstätten - 02.01. Sport- und Kongresshalle

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Lieferung und Einbau der Harmonikatür in die Turnhalle des Lyzeums
Enthält:

Laufzeit: 1913-1919
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (MB Bauamt) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Magistrat Bauamt - 05. Gebäude - 05.03. Schulen - 05.03.02. Lyzeum am Totendamm

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Bestimmungen zur Abhaltung von Synodalversammlungen der mecklenburgischen Geistlichen
Enthält: Enthält: Korrespondenz zwischen dem Herzog und dem engeren Ausschuß des Landtags
Laufzeit: 1773
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (M Magistrat) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Magistrat Magistrat - 18. Religionsgemeinschaften - 18.02. Evangelische Landeskirche - 18.02.01. Allgemeines

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Erweiterung der Heizung im Standesamt, August-Bebel-Straße 29
Laufzeit: 1980
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (D10 Hochbauamt) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Dezernate nach 1990 Hochbauamt - 04. Baumaßnahmen an Verwaltungsgebäuden

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OAI-PMH
   

Signatur: 00001
Titel: Pfaffenteich Südufer, Fahrbahn / Gehweg, Entwurf nach RE
Enthält: enthält: Entwurfsplanung Stand 10.01.1996
Laufzeit: 1996
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (D11 Amt für Verkehrsanlagen/Verkehrsplanung) 00001
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Dezernate nach 1990 Amt für Verkehrsanlagen/Verkehrsplanung - 02. Verkehrsplanung - 02.02. Stadtbezirk 1

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OAI-PMH
   

Signatur: 00002
Titel: Ausführung der Beton- und Hohlsteindecken für das Lyzeum
Enthält:

Laufzeit: 1912-1915
Bestellnummer: Stadtarchiv Schwerin (MB Bauamt) 00002
Standort: Stadtarchiv Schwerin - Magistrat Bauamt - 05. Gebäude - 05.03. Schulen - 05.03.02. Lyzeum am Totendamm

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